25.08.2009 - 2 Sachstandsbericht zum Wasserschloss Werdringen-...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Di., 25.08.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Frau Suda schickt voraus, dass sie mit Ablauf dieser Wahlperiode
ihre Tätigkeit im Rat aufgeben wird, aber dennoch mache sie sichGedanken um die
Zukunft des Schlossvereins Werdringen.
Im Moment stelle sich die Situation des Vereins
sehr ungünstig dar, hauptsächlich gehe es dabei um die anfallenden Kosten.
Der Verein habe 2006 Kosten in Höhe von ca.
14.340.- Euro, 2007 15.360.- Euro und 2008 14.280.- Euro aufbringen müssen.
Mit dem seinerzeit geschlossenen Vertrag mit
der Stadt Hagen sei man sehr glücklich gewesen, leider habe sich das inzwischen
geändert. Mittlerweile seien Löhne und soziale Aufwendungen zu bezahlen, weil
man Reinigungsfrauen beschäftige. Ehrenamtliche Personen wie früher gebe
es für solche Arbeiten nicht mehr. Der
Nachwuchs fehle wie in allen Vereinen.
Am allermeisten ärgere sie, dass der Verein für
eine Wohnung im Obergeschoss Heizkosten zahlen müsse, die er aber gar nicht
nutzen dürfe. Die Heizkosten belaufen
sich für alle genutzten Räume insgesamt auf ca. 1.400 bis 2.000 Euro pro Jahr.
Ein Brandschutzgutachten liege bis heute nicht vor, da sich die Anforderungen
immer wieder erneut verändert hätten. Außerdem habe man für Gas, Wasser, Strom,
Reinigung und die Instandhaltung der betrieblichen Räume zu zahlen.
Auch die Einnahmen durch die Ambientetrauungen
und die Vermietung von Seminarräumen an Firmen sei weggebrochen. Daher könne
der Schlossverein die Kosten auf Dauer nicht mehr tragen. Der Verein wolle nun
versuchen, eine Unterstützung durch die Stadt Hagen zu erreichen, da sie als
Eigentümerin der Immobilie das Gebäude sowieso erhalten müsse, falls der Verein
zahlungsunfähig werde. Ihr Anliegen sei, eine andere Regelung zu finden, sie
habe darum gebeten, den KWA heute hier durchzuführen, damit man sich ein
besseres Bild machen könne.
Sie hofft, dass der neue Rat sich Gedanken
machen wird, wieweit er dem Schlossverein helfen kann.
Herr Gerbersmann bestätigt, es sei
richtig, dass es sich um eine städtische Immobilie handelt, wenn es den Verein
nicht gäbe, hätte die Stadt Hagen die Kosten zu tragen. Insofern werde man mit
dem Verein erneut ins Gespräch kommen müssen. Allerdings sei es in den
bisherigen Diskussionen um klare Abgrenzungen der Nutzungen dieses
Gebäudeensembles gegangen. Die zukünftigen Gespräche müssten dann mit einer
ganz anderen Zielsetzung geführt werden.
Der Verein müsse erklären, dass er die Kosten
so nicht mehr tragen könne. Er wolle hier aber auch deutlich sagen, dass es
dann zumindest mittelfristig eine andere Nutzung dieser Immobilie geben werde.
Die Stadt werde dann die Immobilie ganz oder teilweise nutzen, denn es könne
nicht so sein, dass die Stadt Hagen die Kosten trägt und dem Verein die Nutzung
kostenfrei überlässt.
Frau Grebe erinnert daran, dass vor vielen Jahren das
Gebäude eigentlich von der Stadt betrieben werden sollte. Als es dann soweit
war, habe die Finanzsituation der Stadt schon nicht mehr so gut ausgesehen. So
sei man damals froh gewesen, mit der Nutzung durch den Schlossverein eine gute
Lösung gefunden zu haben, denn der Schlossverein habe seinerzeit die Stadt entlastet.
Wenn es nun so sei, dass beide kein Geld
mehr hätten, müsse man sicherlich über eine andere adäquate Nutzung nachdenken.
Frau Suda bestätigt, man habe sich schon innerhalb des
Vorstandes darüber Gedanken gemacht und es sei selbstverständlich, dass die
Stadt diese Immobilie nutzen solle. Auf der anderen Seite möchte der Verein
aber auch nicht ganz herausfallen, sondern bestimmte ehrenamtliche Aufgaben weiterhin
übernehmen.
Herr Gerbersmann betont, es gebe
derzeit noch keinerlei Planungen, er wolle aber darauf hinweisen, dass
letztlich hier keine neue kostenträchtige Einrichtung entstehen dürfe.
Möglicherweise müsse man eine Nutzung finden, die in das Ensemble passe und die
anderweitige Kosten in einer Fremdimmobilie einspare.
Er wolle signalisieren, dass er den Hilferuf
des Vereins verstanden habe und er biete Gesprächsbereitschaft an. Sollte es
dann Ergebnisse geben, werde der KWA selbstverständlich unterrichtet.
Frau Suda bedankt sich für dieses Angebot.
