16.06.2009 - 8 Sachstandsbericht Projekt "Jedem Kind ein Instr...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Schröder knüpft an den Vortrag von Herrn Hilchenbach an, die Musikschule habe die gleichen Probleme mit der negativen Berichterstattung. Auch er werde immer wieder gefragt, wie lange die Musikschule noch existiere.

 

Zur Vorlage möchte er sagen, dass sie von leiser Skepsis durchzogen sei, wenngleich er am Ende durchaus empfohlen habe, dieses Projekt weiterzuführen.

Insgesamt betrachtet habe man einen ganz erheblichen Fortschritt in der Zusammenarbeit mit den Grundschulen zu verzeichnen. Man erreiche mit diesem Projekt Kinder aus ausgesprochen bildungsfernen Schichten, was sehr schwierig sei.  Man arbeite sehr direkt allen anderen Kulturinstituten zu, indem man Musikalisierung auf einer sehr breiten Ebene vermittle.

 

Herr Schröder bewertet den Beschluss, dieses Projekt bis mindestens 2010 als Experiment zu sehen, als sehr positiv. Zur Zeit seien in Hagen neun Schulen beteiligt und im kommenden Schuljahr erreiche man bereits über 700 Schülerinnen und Schüler.

Er verweist auf die schwierige Personalsituation, zwei freiwerdende Stellen sollen nicht wiederbesetzt werden und auf der anderen Seite solle JEKI ausgebaut werden. Besonders heikel sei die Situation beim Gitarrenunterricht.

 

Finanziell stehe man durch die  Einwerbung von Sponsoren- und Spendengeldern für die Instrumentenbeschaffung relativ gut da. Diese Situation könne sich möglicherweise aber ändern, da auch der Hauptsponsor, die Sparkasse, signalisiert habe, dass die  Zahlungen nicht über Jahre hinweg so weitergehen können. Zudem müsse man auch der Qualitätssicherung Rechnung tragen.

Angesichts der kulturellen und konjunkturellen Entwicklung habe er gewisse Zweifel, ob die Landeszuschüsse für dieses Projekt auch weiterhin so fließen wie angekündigt.

 

Als Musiker und Pädagoge habe er den Ehrgeiz, unabhängig von der Entwicklung des JEKI-Projektes viel Positives aus diesem Projekt zu ziehen und möglicherweise mit einem  alternativen Elementar-Projekt weiterzumachen.

 

Frau Kramps bedankt sich für diesen Bericht und stellt fest, dass die Aussichten nicht vielversprechend seien. Denn wenn die Förderung durch das Land auslaufe, könne die Stadt Hagen dieses Projekt nicht weiter fortführen.

 

Herr Schröder macht deutlich, man wisse eben nicht, wie sich die Dinge entwickeln, er habe nur klarmachen wollen, dass es unrealistisch sei, nun auf sämtliche Grundschulen zuzugehen. Eine solche Aufgabe sei personell und organisatorisch nicht zu bewältigen.

 

Frau Kramps hält das JEKI-Projekt für sehr gut, allerdings habe die Stadt Hagen nicht das nötige Geld für eine Weiterführung des Projekts.

 

Herr Dr. Fischer bezieht sich auf den Personalmangel und fragt, ob es möglich sei, fortgeschrittene Studenten einzubeziehen.

 

Dazu berichtet Herr Schröder,  es sei sowieso üblich, begabte Studenten aus den oberen Semestern einzusetzen. Allerdings würde dieser Personenkreis dann in Nachbarstädte abwandern, in denen noch TVÖD-Stellen ausgeschrieben werden.

 

Frau Purps verweist auf die Übersicht der Schüler- und Instrumentenverteilung, die der Vorlage beigefügt ist. Sie fragt, wie es dazu kommt, dass es 2010 überhaupt keine Anmeldungen für Blockflöten - oder Cellounterricht gibt. Man könne eventuell versuchen, Kinder von einem anderen Instrument zu überzeugen, wenn die Gitarrenkurse belegt seien.

 

Nach den Erfahrungen von Herrn Schröder lassen sich Eltern und Kinder in dieser Hinsicht nur sehr schwer umstimmen. Nach dem ersten Jahr gebe man ein Formular heraus, auf dem drei Instrumentenwünsche angegeben werden können. Kinder seien schon bereits im ersten Jahr nicht einfach für ein anderes Instrument zu begeistern.

 

Herr Jobst hat eine Nachfrage zur Qualifikation der Mitarbeiter der Musikschule. Herr Schröder habe gesagt, es gebe Probleme, die richtige Qualifikation herzustellen, er möchte nun wissen, worin die Hindernisse dafür liegen.

 

Herr Schröder sieht die Probleme darin, dass innerhalb eines Musikstudiums eine absolute Spezialisierung auf ein bestimmtes Instrument stattfinde. Bezogen auf sein Kollegium könne er aber sagen, dass es dem JEKI-Projekt  sehr aufgeschlossen gegenüber steht, obwohl es ein sehr schwieriges pädagogisches Programm sei.

 

Frau Kramps bedankt sich für diesen Vortrag und wünscht der Musikschule viel Glück und Erfolg bei diesem Projekt. Man werde auch weiterhin versuchen, Sponsoren zu finden.

 

Herr Schröder möchte noch eine Mitteilung von - 23 - bekanntgeben. Die Musikschule habe ja den Auftrag; ca. ein Viertel der Gesamtfläche in der Dödterstraße aufzugeben. Der Eigentümer habe einvernehmlich einen neuen Mietvertrag angeboten und man werde während der Sommerferien versuchen, diesen Umzug innerhalb des Gebäudes zu organisieren und teilweise auch Auslagerungen vorzunehmen.

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Beschluss:

Das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ wird entsprechend des Beschlusses des Rates der Stadt Hagen vom 14.06.2007 fortgeführt.

 

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Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 16

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 0