16.06.2009 - 5 Kunst im öffentlichen Raum
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Di., 16.06.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Vorlage:
-
0433/2009 Kunst im öffentlichen Raum
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 45 Osthaus Museum Hagen
- Bearbeitung:
- Ulrike Derksen
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Gerbersmann schickt
voraus, man müsse in jedem Fall dem Grundsatz der Gemeindehaushaltsverordnung
Rechnung tragen. Daher habe der veränderte Beschluss des HFA auch deutlich
gemacht, dass bilanzielle Erhebungen der Kunstwerke im öffentlichen Raum notwendig
sind.
Es sei offensichtlich, dass die Dinge, die von der Fraktion Die Grünen
ursprünglich in der BV-Mitte beantragt wurden, mit den Ressourcen des Osthaus Museums nicht zu leisten seien.
Daher schlage die Verwaltung vor, sich dem Beschluss des HFA vom 04.06.09 anzuschließen.
Herr Klippert vertritt die
Auffassung, es könne nicht sein, dass die Werte der Stadt wegen mangelnder Ressourcen
nicht geschätzt und inventarisiert werden. Es sei eine kommunale Aufgabe Werte
und Kunstwerke, die man besitze, auch angemessen
zu zeigen.
Er möchte auf ein Angebot von Herrn Thormählen eingehen, der sich
ja auch bereits in der Vergangenheit für den Erhalt verschiedener Kunstwerke
sehr eingesetzt habe. Herr Thormählen sei also bereit, die Kunstwerke zu
inventarisieren. Die Schätzung allerdings müsse von anderer Stelle erfolgen.
Es könne nicht sein, dass sich die Verwaltung dieser Aufgabe vollkommen
entziehe. Er bittet darum, gemeinsam mit Herrn Thormählen zu überlegen, welche
Lösungen es geben könne.
Herr Jobst verweist auf
die geplante intensive Zusammenarbeit zwischen Herrn Dr. Belgin und den
Schulen. In den Gymnasien müssen innerhalb der Leistungskurse Jahresarbeiten
gefertigt werden, vielleicht könne es die Möglichkeit geben, mit Schülern der
Leistungskurse die Inventarisierung zu beginnen. Die Schätzung sei dann ein
weiteres Problem, aber so könne schon einmal eine Grundlage dafür hergestellt
werden.
Herr Gerbersmann möchte noch
einmal klarstellen, der Beschluss des HFA sage ja eindeutig aus, dass für
bilanzielle Zwecke selbstverständlich eine Auflistung der Werke erstellt werden
muss. Dazu wolle man sich alternativer Erfassungs- und Bewertungsmöglichkeiten
bedienen.
Ergänzen möchte er aber auch, dass es eine ganze Reihe immobiler
Kunstwerke gebe, die fest mit dem Gebäude verbunden sind. In vielen Fällen
werde das Kunstwerk dadurch bedingt keinen eigenständigen Bilanzwert haben, was
nichts über die eigentliche Wertigkeit des Kunstwerkes aussage.
Er appelliert noch einmal, dem Beschluss des HFA zu folgen.
Herr Gerbersmann
empfiehlt, das Angebot von Herrn Thormählen mit ihm zu besprechen und zu
diskutieren. Er warne allerdings, dies dürfe nicht dazu führen, dass am Ende
eine Generalzuständigkeit entsteht, wonach jedes der Kunstwerke regelmäßig begangen
und gesäubert werden muss und einzelne Wertgutachten erstellt werden.
Herr Dr. Belgin legt Wert
auf die Feststellung, es solle nicht der Eindruck entstehen, dass das Museum
kein Interesse daran habe, diese Werke zu inventarisieren. Der Antrag der
Fraktion Die Grünen habe aber eine andere Dimension. Dabei gehe es um die permanente
museale Beschäftigung mit diesen Dingen, die man besonders zum jetzigen
Zeitpunkt einfach nicht leisten könne. Zunächst müsse erst einmal das Depot
eingerichtet werden, außerdem gebe es nur zwei wissenschaftliche
Vollzeitstellen und je eine halbe Stelle für Museumspädagogik und
Öffentlichkeitsarbeit.
Es gehe also nicht um das Wollen, sondern durch die Sparzwänge seien dem
Museum auch sehr stark Grenzen gesetzt.
Mit Herrn Thormählen habe das Museum bereits erfolgreich zusammen
gearbeitet und einer weiteren Kooperation stehe überhaupt nichts entgegen,
allerdings sei das in diesem Jahr nicht zu schaffen.
Frau Kramps fasst
zusammen, man wolle also nun der Beschlusslage des HFA folgen, mit dem Zusatz,
dass Gespräche mit Herrn Thormählen und den Schulen aufgenommen werden sollen.
Beschluss:
Der Rat der Stadt Hagen stellt fest, dass bei 45 / Osthaus Museum Hagen keine finanziellen und personellen Ressourcen zur Inventarisierung von Kunstwerken im öffentlichen Raum zur Verfügung stehen und deshalb für bilanzielle Zwecke auf Grundlage der beim ehemaligen Hochbauamt geführten Listen und sonstigen Unterlagen nach alternativen Erfassungs- und Bewertungsmöglichkeiten gesucht wird.
Der Kultur- und
Weiterbildungsausschuss schlägt vor, dass 45/ Osthaus Museum mit Herrn
Thormählen und möglicherweise auch mit Schulen Kontakt aufnimmt, um deren
Mithilfe bei der Inventarisierung der Kunstwerke zu diskutieren.
