28.04.2009 - 2 Berichterstattung der heimischen Presse

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Wortprotokoll

 

Herr Gerbersmann  berichtet, im Vorfeld sei zwischen Frau Kramps und ihm eine Verabredung getroffen worden, auf welche Weise in diesem Ausschuss über das Actori-Gutachten beraten werden soll. Es sei klar gewesen, dass das Papier im Vorfeld nicht den Ausschussmitgliedern übersandt wird. Er könne hier auch noch einmal bestätigen, dass der Kultur- und Weiterbildungsausschuss das Gutachten bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht kenne.

Es sei verabredet worden, dass die Firma Actori das Gutachten hier und heute vorstellt und es dann anschließend den Ausschussmitgliedern übergeben wird.

Natürlich habe man die Zwischenfassungen als Arbeitsfassungen mit zur Grundlage der Beratungen in der Zukunftskommission verwendet. Das Papier der Zukunftskommission wird der Politik in der nächsten Woche zugehen.

 

Bedauerlicherweise sei es dann durch irgendeine Person zu einer Indiskretion gegenüber der Presse gekommen, die sowohl im Theater als auch in der Verwaltung zu Irritationen geführt habe. Er bedauere das sehr und wolle heute vorschlagen, sich das Actori-Gutachten vorstellen zu lassen, um es anschließend mit in die Fraktionen zu nehmen.

 

Was die Zukunftskommission betreffe, werde er sich auch weiterhin an die Verabredungen halten und nicht aus diesen Gesprächen berichten, die zum Thema „Kultur“ auch noch nicht beendet seien.

 

Frau Kramps hält fest, dass man sich nun innerhalb der Tagesordnung befinde. Sie möchte jetzt alle Fraktionen fragen, wie sie zu betriebsbedingten Kündigungen und zum Erhalt des Theaters stehen.

 

Frau Suda schickt stellvertretend für die CDU-Fraktion voraus, dass die CDU sich immer für das Theater eingesetzt habe. Außerdem gebe es einen Beschluss des Rates der Stadt Hagen, keine betriebsbedingten Kündigungen vorzunehmen. Dies gelte für die gesamte Verwaltung, denn es gebe keine Personen erster oder zweiter Klasse, daher werde es auch keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Die CDU habe sich in den letzten Jahren vehement für das Theater eingesetzt, daher brauche sie nicht noch einmal zu betonen, dass ihre Fraktion natürlich für den Erhalt des Theaters sei. Das Theater habe in den letzen Jahren bereits sehr hohe Summen eingespart. Sie sehe überhaupt keine Veranlassung, am Erhalt des Theaters zu zweifeln.

 

Herr Jobst betont, an der Haltung der SPD-Fraktion, 1. Erhalt des Theaters, 2. keine betriebsbedingten Kündigungen, habe sich nichts geändert.

 

Herr Klippert bestätigt stellvertretend für die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, auch für seine Fraktion habe sich nichts geändert. Darüber sei man sich hier im Kultur- und Weiterbildungsausschuss immer einig gewesen. Er sage ein klares „Ja“ zum Kulturerhalt, er sage auch ein ganz klares „Ja“ zum Theater. Ebenso klar sage er auch, dass betriebsbedingte Kündigungen in der Stadt Hagen mit Den Grünen nicht zu machen seien.

Herr Klippert würde sich freuen, wenn demnächst  alle wirklich gemeinsam an den richtigen Stellen organisiert dagegen vorgehen, wenn solche Vorschläge von Arnsberg oder von anderer Stelle kommen sollten.

 

Frau Kramps versichert Herrn Klippert, dass man natürlich die Aussagen, die man hier mache, vorher innerhalb der Fraktionen besprochen habe. Sie verweist auch auf eine Veranstaltung im Sparkassenkarree, dort habe es ebenfalls ein eindeutiges Bekenntnis zum Theater gegeben, dies sei auch die Meinung der Fraktionen.

 

Herr Millhoff hält für die FDP-Fraktion fest, auch für seine Fraktion gebe es die klare Aussage, in allen Bereichen komplett zum Theater zu stehen. Kündigungen solle es nicht geben. Der Betrieb müsse sachlich, eigenständig und wirtschaftlich geführt werden. Weitere Einschnitte solle es nicht geben. Man habe eine Tradition und eine Verpflichtung aus vielen Jahrzehnten übernommen und dürfe das Theater nicht zusammen brechen lassen, sondern müsse es für die Stadt und auch für die Region erhalten.

 

Herr Tappenhölter betont, auch die Fraktion Bürger für Hagen sei immer für den Erhalt des Theaters gewesen, daran habe sich nichts geändert. Wenn man die große Resonanz der Bürger heute sehe, könne man dies nur unterstützen. Seine Fraktion sei für den Erhalt des Theaters, das hervorragende Arbeit leiste und sei in diesem Fall auch gegen betriebsbedingte Kündigungen.

 

Herr Sondermeyer möchte für die Fraktion Die Linke. an dieser Stelle auch noch einmal wiederholen, dass das Theater in seiner jetzigen Form ohne Wenn und Aber erhalten bleiben soll. Er schließt aber auch die freie Kulturszene mit ein, sie bleibe seiner Fraktion sehr wichtig und man werde darum kämpfen, dass sie erhalten bleibt.

Betriebsbedingte Kündigungen bleiben für seine Fraktion das absolute Tabu -Thema.

 

Diese klaren Worte hat Frau Kramps nicht anders erwartet, sie freut sich dennoch über das deutliche Votum aller Fraktionen. Man stehe erst am Anfang der Diskussionen und werde sich noch intensiv mit diesem Thema beschäftigen müssen.

 

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Beschluss:

 

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