28.04.2009 - 3 Erarbeitung von Zukunftsoptionen Theater Hagen ...

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Wortprotokoll

Herr Dr. Roy von der Firma Actori wird nun herzlich von Frau Kramps begrüßt. Sie bittet ihn, das Gutachten vorzustellen.

 

Herr Dr. Roy begrüßt alle Anwesenden und möchte nun die Fakten des Gutachtens vortragen.

Seine Präsentation gliedere sich in drei Bereiche. Im ersten Schritt werde die Ausgangssituation behandelt, im zweiten Schritt komme er dann zu den Szenarien, die gemeinsam mit dem Theater und der Stadt Hagen erarbeitet worden seien. Im dritten Teil  werde man sich einige Details zu ausgewählten Szenarien anschauen, um ein besseres Verständnis für Effekte und Auswirkungen dieser Zukunftsoptionen zu schaffen.

 

Frau Kramps bittet auf Wunsch der Anwesenden, noch einmal darzustellen, aus welchen Gründen dieses Gutachten erstellt werden sollte.

 

Herr Dr. Roy antwortet, dass er genau diese Hintergründe als Einleitung für die Ausgangssituation beleuchten wolle.

Er erinnert, dass Actori bereits vor zweieinhalb Jahren ein erstes gemeinsames Gutachten absolviert habe. Darin sei es darum gegangen, Optimierungsmöglichkeiten aus dem laufenden Betrieb des Theaters aufzuzeigen und Zukunftsvarianten zu entwickeln.

Diese betrieblichen Optimierungen seien bereits erfolgreich umgesetzt worden.

Hintergrund des zweiten Gutachtens sei die Finanzsituation der Stadt Hagen und der Spardruck, der insbesondere auf dem Theater laste. Actori habe die Aufgabe gehabt, zu bewerten, wie die Zukunft des Theaters unter noch höheren Einsparvorgaben einzuschätzen sei und welches Theater in den verschiedenen Zuschussvarianten überhaupt noch möglich ist.

 

Herr Dr. Roy präsentiert nun das 40-seitige Gutachten der Fa. Actori.

Die komprimierte Zusammenfassung der Projektergebnisse wurde von Herrn Schöne an alle Kulturausschussmitglieder ausgehändigt und ist als Anlage dieser Niederschrift beigefügt.

 

Im Anschluss an die Präsentation gibt Frau Kramps zu, dass sie das Ergebnis der Untersuchung dieser Szenarien erschreckt hat.

Sie verweist auf die vorausgegangene Aussage von Herrn Gerbersmann, dass der KWA heute das erste Mal mit diesem Gutachten konfrontiert wird.

Sie könne aber jetzt schon sagen, dass bereits bei Szenario A die Vielfalt des Theaters stark eingeschränkt werde. Dadurch werde klar, wie wenig Spielraum überhaupt bleibe. Schon bei Szenario B gebe es das Theater in seiner gewohnten Form gar nicht mehr.

 

Der KWA werde sich mit diesem Papier in den nächsten Sitzungen sehr ausführlich beschäftigen müssen.

Sie verweist auf die Geschäftsordnung und bittet die Zuhörer um Verständnis, dass sie an dieser Stelle nur Fragen der Mitglieder des Kulturausschusses zum Gutachten zulassen kann.

 

Herr Sondermeyer fragt, ob er richtig verstanden hat, dass der Zuschussbedarf unabhängig von eventuellen Inflationssteigerungen oder Tarifsteigerungen bleibe.

Herr Dr. Roy antwortet, man habe in die Zuschussentwicklung bis 2014 die Entwicklung von Inflation- und Tarifkosten einkalkuliert.

 

Frau Kramps hält fest, man habe nun gehört, dass Szenario B nur über betriebsbedingte Kündigungen und Abfindungen realisierbar sei. Szenario C sei im Endeffekt nur über betriebsbedingte Kündigungen zu erreichen. Die Fraktionen haben aber vorhin klar gesagt, dass betriebsbedingte Beendigungskündigungen für sie nicht infrage kommen. Sie fragt, ob diese Vorschläge dann nicht eigentlich null und nichtig seien.

 

Herr Dr. Roy bestätigt, dass der allergrößte Teil der Einsparungen in der Tat nur über betriebsbedingte Kündigungen erreicht werden kann. Wenn man die vorgegebenen Zuschussgrößen annähernd realisieren wolle, führe kein Weg an betriebsbedingten Kündigungen vorbei. Andersherum formuliert, wenn man nur über Fluktuation sprechen wolle, machen diese Szenarien keinen Sinn. Allein wegen des Abbaus von einzelnen Mitarbeitern, die im Laufe der Jahre ausscheiden, werde man nicht eine Sparte komplett aufgeben oder das Musiktheater fremd bespielen und dennoch die Mitarbeiter weiterbeschäftigen. Dies wäre ein wirtschaftlich absolut unsinniges Vorgehen. Eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung sei gefragt.

 

Da keine weiteren Fragen vorliegen, bedankt sich Frau Kramps bei den Gästen und den zahlreichen Mitarbeitern des Theaters und verspricht, dass der Kulturausschuss auch kämpferisch weiterarbeiten wird. Man werde sich auch weiterhin für das Theater und die Kultur einsetzen.

 

Die Sitzung wird für 10 Minuten unterbrochen, um der überwiegenden Zahl der Gäste die Gelegenheit  zu geben, die Sitzung zu verlassen. Frau Kramps bietet an, dass Interessierte selbstverständlich am weiteren Verlauf der Sitzung teilnehmen können.

 

 

 

 

 

 

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Beschluss:

 

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Anlagen

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