28.04.2009 - 5 Haushaltsplanentwurf 2009- Anlage -und ergänzen...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Di., 28.04.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Da eine Nachricht vorliegt, dass sich Herr
Gregull möglicherweise etwas verspäten wird, fragt Frau Kramps, wer
stattdessen zu diesem Punkt berichten kann.
Herr Gerbersmann verweist auf die
Mitarbeiterinnen der Kämmerei, die Fragen zum Haushalt beantworten werden. Zu
den Kennzahlen könne er selbst versuchen Auskunft zu geben, allerdings sei er
bei den Gesprächen nicht dabei gewesen.
Er schlägt nun vor, seiten – oder
abschnittsweise vorzugehen und Fragen zu stellen, die er gemeinsam mit Frau Wehner und Frau Walter
beantworten wird.
Frau Kramps fragt, ob es keine Einführung gebe.
Dazu bezieht sich Herr Gerbersmann auf
die generellen Daten des Haushaltsplanes, die sich auch auf Seite 11
zusammengefasst finden. Das Jahresergebnis für 2009 liege bei 129,2 Mio. Euro.
In dem Vorbericht werde auch durch einige
Grafiken noch verdeutlicht, wie sich der Haushalt entwickelt habe und wie er
sich zukünftig entwickeln wird. Der Jahresfehlbedarf werde bis 2012 auf 95,6
Mio. Euro sinken. Im Jahr 2010 werde nach dieser Finanzplanung der Fehlbedarf
bei den liquiden Mitteln die Grenze von einer Milliarde Euro durchbrechen.
Diese Zahlen machen deutlich, wie dringend das Thema Sparen und Konsolidieren
geworden ist.
Er schlägt vor, nun die einzelnen Ämter
nacheinander durchzugehen und die Fragen zu stellen.
Frau Suda möchte wissen, wie man bei den
Teilfinanzplänen die Zahlen errechnet habe, wenn die erste Spalte
„Ergebnis 2007“ jeweils leer bleibe und keine Zahlen enthalte.
Dies erklärt Herr Gerbersmann damit,
dass im Jahr 2008 erstmals ein NKF-Haushalt vorgelegt worden sei. Diese
Strukturen seien mit dem bisherigen kameralen Haushalt in keiner Weise zu
vergleichen. Man könne daher nicht auf die Jahresergebnisse von 2007 zurückgreifen,
um den Ansatz für 2008 oder 2009 zu kalkulieren. Man befinde sich auch mit der
Rechnungsprüfung zum Thema Eröffnungsbilanz noch in der Diskussion und solange
die wegen der Sonderposten nicht abgeschlossen sei, könne auch keine Jahresrechnung
2008 erfolgen.
Herrn Millhoff fehlt für einen
Gesamtüberblick eine generelle städtische Bilanzübersicht. Man könne als Bürger
der Stadt den Eindruck gewinnen, dass sich andere Bereiche im Gegensatz zur
Kultur nicht mit wirtschaftlichen Sparmaßnahmen beschäftigen.
Dazu verweist Herr Gerbersmann auf die
Tatsache, dass man seit Jahren so verfahre. Es gebe den HFA und den Rat, die
sich mit dem Gesamthaushalt befassen. Soweit man Ratsmitglied sei, verfüge man
über die gesamten Haushaltsunterlagen. Die allgemeinen Zahlen seien dem
Vorbericht zu entnehmen. Man könne nicht allen Fachausschüssen zusätzlich den
gesamten Haushaltsplan zukommen lassen. Insgesamt gebe es genügend
Möglichkeiten, sich mit diesen Unterlagen zu beschäftigen.
Herr Dr. Fischer möchte eine Frage
stellen, die sich grundsätzlich auf alle Teilhaushalte bezieht. In den
Vorjahren sei es einfacher gewesen, weil die Positionen genau gekennzeichnet
waren. Hier werde nun vieles zusammengefasst. Ihn interessiere besonders, wie
viel Geld beispielsweise beim Osthaus Museum für Anschaffungen und Ausstellungen
bereit stehe. Er bittet um Hilfestellung, denn er könne diese Zahlen nicht finden.
Frau Kramps bittet Herrn Dr. Fischer und Herrn
Jobst, alle Fragen anschließend zu den einzelnen Ämtern zu stellen.
Frau Suda fragt an Herrn Gregull gerichtet, ob
man denn in Zukunft erfahren könnte, was unter „Leistungen für die
GWH“ zu verstehen sei. Sie fordere schon seit Jahren eine differenzierte
Aufstellung der Bauunterhaltung, der Energie und der Reinigung usw., damit
ersichtlich wird, welche Kosten tatsächlich anfallen.
Dazu antwortet Herr Gregull, dies sei
eine Frage der inneren Verrechnung. Es sei schwierig, diese Frage jetzt so zu
beantworten, da diese Positionen quer über alle Produkte laufen. Intern sei
noch mit der Kämmerei zu klären, wie man dieses Problem angehen wolle.
Herr Gerbersmann ergänzt, man finde in
den Erläuterungen durchaus die Gesamtsummen zum Thema GWH. Es könne nicht
gelingen, mit vertretbarem Aufwand jede einzelne Position im Haushaltsplan
darzulegen. Wenn es eine konkrete Frage gebe, werde man sie gerne mitnehmen,
doch werde es auch in Zukunft nicht möglich sein, jede Position der GWH
darzustellen.
Frau Suda hält es unter dem Aspekt sparen zu wollen natürlich
für erforderlich, bestimmte Positionen herauszuziehen, das sei auch möglich.
Diese Positionen herauszuziehen, sei natürlich
möglich, antwortet Herr Gerbersmann. Wenn man all dies abdrucken wolle, sei
man aber schnell bei einem Haushaltsplan von einigen Tausend Seiten Umfang.
Herr Schellhorn möchte grundsätzlich
eine Lanze für den neuen Haushalt brechen. Sicher gebe es Schwierigkeiten, von
dem alten in das neue System zu wechseln, aber grundsätzlich erhalte man über
die Produktbeschreibungen und die Kennzahlen eine vernünftige Grundlage für die
zukünftige Arbeit. Das Problem sei, dass man in diesem Jahr keinen Vergleich
habe. Dennoch werde das neue System für die Zukunft eine Erleichterung bringen.
Auch die hinzukommenden Erläuterungen seien in vielen Fällen ausreichend.
Insgesamt sei die Systemumstellung sehr sinnvoll.
Herr Millhoff fragt, ob denn die einzelnen Bereiche und
Ämter die Zahlen bekommen, damit sie daran arbeiten können.
Herr Gerbersmann berichtet, es gebe die
Dezernatsbetriebswirte, die die Ämter dabei unterstützen, aus dem SAP-System
Berichte zu fertigen.
Nun möchte Frau Kramps die einzelnen
Seiten der Ämter durchgehen und bittet, dazu Fragen zu stellen.
Herr Klippert möchte zu Seite 33 wissen, wie die Planzahl
der Besucher des Osthaus Museums zustande gekommen ist, er halte eine
Besucherzahl von 10.000 für sehr niedrig.
Herr Dr. Belgin antwortet, er rechne
schon damit, dass man ab September, wenn das Museumsquartier eröffnet wird,
höhere Besucherzahlen erzielen wird. Zu den Ausstellungen und zur Museumspädagogik
werde er gleich unter TOP 4 noch mehr sagen.
Da nun die Dinge ein wenig miteinander vermengt
werden, bittet Frau Kramps zunächst
Herrn Gregull um Erläuterung der Kennzahlen.
Herr Gregull schickt voraus, dass man sich, gerade was
Kennzahlen und Ziele anbelange, am Beginn einer längeren Entwicklung befinde. Er
habe Kontakt zum politischen Raum gehabt und dort sei der Wunsch geäußert
worden, die Ziele und Kennzahlen noch einmal herauszuziehen. Dazu habe man auch
eine Verwaltungsvorlage erstellt. Dennoch habe man auch dem Wunsch Rechnung
getragen, auch in den einzelnen Ausschüssen darüber zu diskutieren. Daher habe
man jedem Fachausschuss noch einmal eigenes Zahlenwerk über Ziele und
Kennzahlen zur Verfügung gestellt.
Im Gegensatz zu den Vorjahren reagiere man nun
beim NKF output-orientiert, das heiße, man beschäftige sich direkt mit den
Produkten und könne dann versuchen, dieses Produkt zu beeinflussen. Die
politische Steuerung, die dahinter stecke, müsse sowohl die Politik als auch
die Verwaltung erst lernen. Man müsse versuchen, sich über Ziele und Kennzahlen
einer Steuerung der Verwaltung zu nähern.
An der konkreten Fragestellung an Herrn Dr.
Belgin habe man sehr gut sehen können,
dass man sich erst beim Einstieg in die Problematik befinde. Man verfüge noch
nicht über Einschätzungen über Größen und Mengen, um diese Kennzahlen
vernünftig abzubilden. Für 2009 habe man sich erst einen Teilbereich
vorgenommen, für 2010 wolle man dann versuchen, flächendeckend vorzugehen.
Frau Kramps bedankt sich für diese Erläuterungen und
schlägt vor, nun den Haushaltsplan durchzugehen.
Frau Suda fragt zu Seite 34, Osthaus Museum,
Sachaufwand, warum die Kosten für die Versicherungen, die man doch gestrichen
habe, ab 2010 wieder aufgeführt worden sind.
Frau Walter stellt die Strukturen, die man den Zahlen
vorausgestellt habe, noch einmal vor. Die Lesart unter dem Stichwort „Versicherungen“ sei so, dass man
unter dem Effekt die Größenordnung darstelle, die tatsächlich für den Zeitraum
dieses Haushaltes umgesetzt werden konnte. Man sage also, ab 2010 greife diese
Kürzung der Versicherung und dann sei sie strukturell in jedem Jahr wieder da.
Es entsteht Unverständnis darüber, dass diese
Einsparsumme jedes Jahr erneut dargestellt wird.
Herr Gerbersmann versucht, dies weiter
zu erläutern.
Herr Millhoff meint, man habe sich jetzt auf den Begriff
„Haushaltsplan“ festgelegt, er würde lieber den Begriff
„Kennzahlenbericht“ wählen. Die Beträge, die gespart werden, seien
in einer Bilanz nicht mehr enthalten. Man wolle die Beträge aber wissen, wenn
man sie sauber nebeneinander stellen würde, wäre es vorteilhafter. Aus der
Wirtschaft sei man eine andere Lesart gewöhnt.
Das möchte Herr Gerbersmann so nicht
stehen lassen. Man habe hier eine ganz normale Bilanz bekommen, die den
Grundsätzen der ordnungsgemäßen Buchführung entspreche und wie sie der
Gesetzgeber auch vorgesehen habe. Zusätzlich liefere man die Informationen, was
man an Sparmaßnahmen umgesetzt habe. Er appelliert, diese Angaben einfach als
zusätzliche Informationen zu sehen.
Herr Jobst hat eine Frage
zu Seite 34, Osthaus Museum, Privatisierung der Aufsicht. Dort seien ab 2010
unter der Position „Personalkosten“ 24.000 € eingestellt. Er
möchte wissen, ob die Möglichkeit besteht, dass diese Summe nicht realisiert
werden könne, weil vom RP Arnsberg andere Vorgaben für die Weiterbeschäftigung
von Personal geplant sind und dann diese Kosten auf die Stadt Hagen zukommen.
Herr Gerbersmann
antwortet, diese Möglichkeit könne er nicht ausschließen, die Diskussion
darüber sei noch nicht abgeschlossen, von Seiten der Bezirksregierung sei
deutlich gemacht worden, dass bei einem konsequenten Personalabbau sicherlich
ausreichend interne Kräfte zur Verfügung stehen müssten. Wie es mit dieser
Maßnahme weitergehe, werde man sicher in einer der nächsten Sitzungen des KWA
berichten können.
Zusätzlich möchte Herr Jobst noch wissen, wie die Schulung dieser
Mitarbeiter sichergestellt werden soll, da sie sicher aus den verschiedensten
Bereichen kommen werden.
Herr Gerbersmann glaubt
nicht, dass man für dieses Personal umfangreiche Schulungen planen muss, denn
man werde vorher aus dem Personalpool Leute aussuchen, die für diese Aufgaben
geeignet sind.
Herr Dr. Fischer bezieht
sich auf die Seiten 37 und 38, Osthaus Museum und möchte Näheres zu Ankäufen
und Ausstellungen wissen.
Frau Walter verweist auf
die Seite 39, dort sei vom Fachamt ein Betrag von 10.000 € als
Ausstellungsetat angemeldet worden.
Herr Dr. Belgin ergänzt,
man finde dort auch den Betrag von 43.000 € für Miet- und
Pachtaufwendungen. Diese Summe sei für die eingeschränkten vier Monate im Jahr
2009 geplant. Für die geplanten Ausstellungen gebe es Miet- und Pachtaufwendungen,
weil es sich jeweils um Stiftungen handele, von denen man sich die Werke leihe.
Die 10.000 € seien für Honorare und anderes vorgesehen. Diese Beträge
werden sich ab 2010 natürlich erhöhen, denn jetzt gehe es nur um die Summen für
vier Monate.
Frau Kramps fährt nun
fort, alle weiteren Seiten bis Seite 100 aufzurufen.
Fragen dazu liegen nicht vor.
Sie fragt weiter, ob es noch Fragen zum Kennzahlenbericht an Herrn
Gregull gibt.
Herr Klippert begrüßt die
Einführung der neuen Steuerung und der Kennzahlen sehr und appelliert an alle,
die Dinge nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Man müsse sehen, dass die
Politik es nun in der Hand habe, über die Kennzahlen Aussagen über die Qualität
der erbrachten Leistungen zu erhalten. Daher schlägt er vor, die Dinge jetzt
schon durchzugehen und zu überlegen, ob der KWA die vorgeschlagenen Zahlen für
sinnvoll erachtet. Dann könne jeder für sich oder auch innerhalb der einzelnen
Fraktionen überlegen und versuchen, kreativ zu werden.
Herr Schellhorn wirft ein,
es seien doch bereits fast alle Daten dem Haushaltsplan und den Anlagen zu
entnehmen.
Dazu meint Herr Gerbersmann, es seien noch nicht alle Bereiche mit
Kennzahlen erfasst worden, weil die Beteiligten noch nicht fertig waren.
Herr Klippert spricht
Seite 8 der Anlagen an, es gehe um das Theater und das Philharmonische
Orchester Hagen. Es sei bekannt, dass alle Kennzahlen erst einmal exemplarisch
erhoben wurden, er frage sich aber, warum man hier keine Vorschläge zu den Besucherzahlen,
zur Auslastung oder zur Anzahl der Produktionen
finde. Er würde gerne wissen, wie es zur Auswahl der Ziele und der
dazugehörigen Kennzahlen gekommen ist.
Herr Gregull antwortet,
die Dinge seien noch unvollständig, weil man sich zunächst erst auf einen Teil
der Ziele und Kennzahlen verständigt habe.
Man habe exemplarisch pro Organisationseinheit ein Produkt herausgenommen
und es beschrieben. Um zu sagen, wie die Ressourcenziele des Theaters zustande
gekommen seien, müsse Herr Schöne ihm helfen.
Herr Schöne bestätigt, es
handele sich um einen Einstieg in den Bereich der Kennzahlen und man habe sich
auf die Beschreibung einiger Ziele geeinigt. Diese Ziele werden mit der Zeit
wesentlich umfangreicher und ausführlicher werden.
Herr Klippert ergänzt
noch, dass er genau das habe hören wollen, seine Fragen seien nicht als Kritik gemeint gewesen, sondern er habe deutlich machen wollen, dass die Politik
gefragt ist, die Angebote der Verwaltung zu prüfen und zu entscheiden, ob es
dann die Kennzahlen sind, die man haben wolle. Daher fordert er nochmals alle
auf, aktiv daran mitzuarbeiten und zu überlegen, mit welchen Zahlen man
sinnvoll arbeiten könne.
Frau Suda hat nun für
einige Minuten den Vorsitz der Sitzung übernommen.
Sie fragt, ob es noch Fragen dazu gebe. Das ist nicht der Fall.
