29.09.2009 - 6 Ausbauplanung Kinderspielplatz Dreieckstraße
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 29.09.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 66 Fachbereich Planen und Bauen für Grün, Straßen und Brücken
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Heckrodt erläutert
die Vorlage.
Er antworte auf eine
Frage von Frau Klos-Eckermann, an welcher Stelle die Bäume gefällt
würden. Der Einblick in den Kinderspielplatz solle gegeben sein, um ggf.
mißbräuliche Nutzung oder Zerstörung frühzeitig zu bemerken.
Frau Burghardt möchte wissen, inwieweit die Spielgeräte auf dem
Kinderspielplatz behindertengerecht seien.
Herr Heckrodt macht anhand eines Beispiels deutlich, dass es
auch Spielgeräte gebe, die auch von behinderten Kindern benutzt werden könnten.
Es gebe neue DIN - Normen, die zu erweiterten Schutzmaßnahmen führten.
Frau Burghardt bittet, Spielplätze konzeptionell so anzulegen,
dass unterschiedliche Behinderungen berücksichtigt werden könnten.
Herr Heckrodt weist darauf hin, dass bei Betrachtung aller
Spielgeräte mindestens eins für jede unterschiedliche Behinderung geeignet sei.
Man könne ja bei den kommenden Vorlagen bei jedem Spielgerät ergänzen, für
welche Behindertengruppe das geeignet sei.
Herr Decker fragt, ob die Ausschreibung für die Spielplätze
getrennt nach Geräten und Arbeiten erfolge.
Herr Heckrodt antwortet, dass der komplette Spielplatz
ausgeschrieben werde. Der Garten- und Landschaftsbau beschaffe sich dann von
den Herstellern die Spielgeräte und baue diese auf. Das sei der übliche Weg.
Herr Decker möchte wissen, ob die Verwaltung bei dieser
Summe auch eine beschränkte Ausschreibung machen dürfe.
Herr Heckrodt erklärt, dass dies möglich sei. In der
Vergangenheit seien jedoch die Hagener Unternehmen immer die teuersten gewesen.
Herr Dr. Schmidt ergänzt, dass der Betrag in Höhe von 100.000
Euro die Grenze für eine beschränkte Ausschreibung sei.
Herr Heckrodt schlägt vor, die Hagener Unternehmen auf solche
Ausschreibungen hinzuweisen.
Herr Strüwer befürwortet diesen Vorschlag.
Herr Feldhaus nimmt Bezug auf die Vorlage, in der darauf
hingewiesen worden sei, dass für den Ausbau der Kinderspielplatz Düppelstraße
aufgegeben werden und das Gründstück vermarktet werden solle. Da man sich in
Zukunft über Kürzungen im Jugendbereich in Höhe von 30.000 Euro befassen müsse,
wäre er der Meinung, dass das Geld aus dem Verkauf des Grundstücks nicht in den
allgemeinen Stadthaushalt fließen, sondern dazu dienen solle, mögliche
Kürzungsmaßnahmen aufzufangen.
Herr Heckrodt macht deutlich, dass sich die Verwaltung
zukünftig noch viel stärker mit dieser Problematik befassen müsse, da neben der
Unterhaltung des Spielplatzes zukünftig auch Abschreibung und Zinsen
berücksichtigt werden müssten.
Herr Dr. Schmidt ist der Meinung, dass ein solcher Vorschlag wie
von Herrn Feldhaus immer dann gut sei, wenn es gelte, Anreize zu schaffen und
den Sparwillen zu beschleunigen. Wenn man allerdings den Gedanken zu Ende
führe, würde dies aufgrund der Verschiedenheit der Ämter zu Ungerechtigkeiten
führen. Hier müsse die Solidarität der Verwaltung gelten. Es könne daher nur
die allgemeine Linie geben, dass Geld aus solchen Verkäufen dem allgemeinen
Haushalt zugute käme.
Herr Strüwer führt den Ausschussmitgliedern vor Augen, dass
die Stadt Hagen an jedem Tag 350.000 Euro neue Schulden aufbaue. Wenn man sich
vor Augen halte, dass das eine Summe sei, von der man 2,5 Spielplätze bauen
könnte, werde deutlich, wie wichtig es sei, endlich zu einem
Entschuldungsprozess zu kommen, um zukünftig wieder handlungsfähiger zu werden.
Herr Feldhaus hält es dennoch für sinnvoll und nötig,
gegenüber dem Kämmerer klar zu stellen, dass der Jugendbereich an verschiedenen
Stellen Einrichtungen aufgegeben habe und dass zu einer Vermögensbildung
geführt habe. Beiträge zur Haushaltssanierung im Jugendbereich dürften nicht
untergehen.
Herr Strüwer merkt an, dass ihm aufgefallen sei, dass der auf
der Prioriätenliste auf Stelle 1 genannte Spielplatz Drostenhof noch nicht zum
Tragen gekommen sei. Es seien Gespräche in dieser Angelegenheit mit dem
Kämmerer und der Verwaltung geführt worden. Der Ausbau dieses
Kinderspielplatzes solle im Rahmen des Konjunkturpaketes II erfolgen. Die
Kämmerei habe Zustimmung signalisiert. Es bedürfe jedoch noch der politischen
Zustimmung.
Herr Dr. Schmidt berichtet, dass er den Entwurf einer Ratsvorlage
für die Sitzung des Rates am 08.10.09 bei sich habe. Im Beschlussvorschlag
seien 130.000 Euro für den Ausbau des Kinderspielplatzes Drostenhof vorgesehen.
Er gehe davon aus, dass der Rat das so beschließen werde.
Herr Strüwer ist erfreut über diese Nachricht. Er erinnert
daran, dass die Einsparung in Höhe von 30.000 Euro nicht dem Landesjugendplan
zu entnehmen sei. Es handele sich um einen alten Beschluss dieses Gremiums im
Rahmen des Jugendförderplans (Sparpaktet I).
Er stellt den
Beschlussvorschlag zur Abstimmung.
