25.08.2009 - 7 Zuschüsse an Wohlfahrtsverbände/Freie Träger de...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 25.08.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Strüwer teilt mit, dass auf ausdrücklichen Wunsch aus dem JHA die Verbände über ihre Arbeit berichten würden. Zunächst werde Herr Laschat über die Arbeit der Falken berichten.
Herr Laschat verweist zunächst auf die Grundsätze der Falken, nämlich Freiheit, Gleichheit und Solidarität. Er nennt die 5 Arbeitsfelder der Falken:
· Gruppenstunden für Kinder und Jugendliche während der Woche (in deren Freizeit)
· Wochenendseminare für Jugendliche und Fortbildungsseminare für MitarbeiterInnen
· Ferienfreizeiten
· Feste und Aktionen mit politisch pädagogischem Inhalt
· Interessenvertretung für und mit Kindern und Jugendlichen.
Sodann gibt Herr Laschat einen Überblick über die Vergangenheit der Falken. Er erklärt, die frühere Form der ehrenamtlichen Helfer gebe es heute nicht mehr, sondern es gebe eine Aufgabenverteilung auf 3 verschiedene Organisationsebenen in Hagen. So sei der Ortsverband Hagen im Wesentlichen zuständig für die Organisation und Pflege von Mitgliedern und jugendpolitischen Vertretungen. Der Unterbezirk, der zuständig für den Bereich Hagen sei, organisiere die Bildungsarbeit und die Ferienfreizeiten und einen Großteil der überregionalen Feste und Aktionen. Für die früheren Gruppenstunden sei nun ein Verein gegründet worden, der auch Träger von Einrichtungen sei. Hier werde die Erziehung von Kindern und Jugendlichen in ihrer Freizeit während der Woche geleistet.
Weiter erläutert Herr Laschat die angebotenen Aktivitäten und welche Räumlichkeiten hierfür zur Verfügung stünden. Abschließend verweist er auf die Inhalte der Arbeit der Falken:
· außerschulische Jugendbildung
· Identifikation der Kinder und Jugendlichen mit sich selbst, ihren Familien, ihrem Dasein und Integration in die Gesellschaft
· Demokratie und Toleranz
· soziale Kompetenz
· Persönlichkeitsstärkung.
Zielgruppe der Falken sie von jeher die Arbeiterjugend gewesen, die heute zu 80 % Migrationshintergrund habe.
Herr Decker führt aus, dass im Jahresbericht für 2008 dem hohen Finanzvolumen der Falken eine geringe Teilnehmerzahl gegenüberstehe, insbesondere falle dies beim Vergleich mit anderen Trägern auf.
Herr Laschat weist darauf hin, dass die Berichte früher besser gewesen seien, man sich aber auf dieses Schema geeinigt habe. Mehr finde sich im Bericht der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Hagen.
Herr Decker erklärt, ihm sei bewusst, dass es diese andere Dokumentation gebe, aber der Jahresbericht sei auch eine Dokumentation und diese sei wenig transparent. Der Vortrag habe diesen Bericht jedoch jetzt mit Leben gefüllt.
Herr Schledorn erläutert, dass er die Einrichtungen in Altenhagen kenne und dass er wisse, dass das Friedenshaus ein sehr wichtiger Bestandteil dort sei. Zum Vergleich könne man nicht jede andere Einrichtung heranziehen, sondern vielleicht eher einen Vergleich mit Jugendzentren herstellen. Insgesamt müsse man froh über die Arbeit der Falken sein und man könne sich zur Beurteilung nicht allein auf den Jahresbericht stützen, sondern müsse die Entwicklung über einen längeren Zeitraum beobachten. Wichtig sei aber auch, die Einrichtung mal selbst zu besuchen und sich selbst vor Ort zu informieren.
Herr Dücker bittet um Auskunft, ob er aufgrund des Hinweises, dass die Arbeiten für die Aktionen zum 1. Mai ohne Honorar geleistet würden, für bestimmte Gruppenarbeiten davon ausgehen könne, dass ein Honorar gezahlt werde.
Herr Laschat verweist auf seinen Vortrag, dass es wesentlich weniger ehrenamtliche Mitarbeiter gebe und gute Kräfte seien in Honorarjobs auch bei anderen Trägern. Der Zuschuss für das Jugendzentrum werde aufgeteilt auf verschiedene Stellen und Kräfte. Insgesamt würden 40 bis 50 Menschen über verschiedenste Bezahlungen beschäftigt, die selbstverständlich Teile ihrer Arbeit zu geringen Pauschalen oder ehrenamtlich verrichteten.
Herr Fischer fordert, dass noch einmal über die Berichtsform nachgedacht werden müsse. Die derzeitige Form reiche nicht aus, um qualifizierte Inhalte eindeutig vergleichbar machen zu können.
Herr Dücker teilt mit, dass er dem Jugendförderplan entnommen habe, dass die Kinder im Bereich der OGS nicht optimal betreut würden. Er bittet Herrn Laschat um Auskunft, was verbessert werden könne.
Herr Laschat erklärt, die OGS sei keine Ganztagsschule, die aber sinnvoller wäre. Die zur Verfügung gestellten mittel für die OGS reichten nicht aus, um die Betreuung gut organisieren zu können.
Herr Strüwer bittet um Auskunft, woraus sich die Mittel des Eigenanteils von 75.000,-EUR ergäben und ob Mitarbeiter und Angebote in Hagen und für Hagener seien.
Herr Laschat teilt mit, dass es sich ei den Eigenanteilen um ehrenamtliche Arbeit und Teilnehmerbeiträge handele, also um erwirtschaftete Mittel.
Lediglich der in Menden-Lendringsen stattfindende Schülerclub werde vom Büro Hagen aus mitverwaltet, der Rest finde in Hagener Einrichtungen für Hagener statt.
Herr Strüwer bedankt sich für den Bericht und die Diskussion.
Herr Peters, Jugendbildungsreferent beim BDKJ, erklärt, dass sich der BDKJ als Verband verstehe, in der Gruppenpädagogik konstituiert sei. Man baue auf verlässliche Gruppen.
Im ganzen Stadtgebiet gebe es Mitgliedsverbandsgruppen mit wöchentlichen Treffen, die ehrenamtlich geleitet würden. Die Gruppen seien auf Dauer angelegt, aber grundsätzlich offen. Wichtig seien auch die Maßnahmen am Wochenende und in den Sommerferien, bei denen Persönlichkeitsentwicklung, Lernen von Demokratie und der Umgang mit anderen Menschen verstärkt neben der Gruppenpädagogik näher gebracht würden.
Im BDKJ seien zusammengefasst Pfadfindergruppen, Maltesergruppen, eine Jung-Kolping-Gruppe, Pfarrjugenden und Messdienergruppen. Die ehrenamtlichen Helfer müssten aus- und fortgebildet werden und die Leiterrunde der Ehrenamtlichen werde begleitet. Dies sei Aufgabe des Jugendbildungsreferenten.
Der BDKJ plane Jahresaktionen, z. B. die 72 Stunden Aktion. Ein wichtiges Standbein sei der Marienhof. Hier sei der BDKJ als Gründungsmitglied weiterhin Mitglied. Dort werde für Schulen Umwelt- und Freizeitpädagogik und Erlebnispädagogik angeboten. Der Marienhof sei aber auch offen für die Jugendgruppen. Weiter teilt Herr Peters mit, dass es eine internationale Jugendbegegnung mit Weißrussland gebe. Derzeit seien Jugendliche aus Weißrussland in Hagen.
Herr Peters überreicht den Teilnehmern der Sitzung die Dokumentation über die 72 Stunden.
Herr Decker erläutert, dass ihm positiv aufgefallen sei, dass sehr viele Ehrenamtliche tätig seien und sehr viel bewegt werde.
Frau Klos-Eckermann möchte Herrn Decker entgegnen, dass der JHA glücklich sein müsse für alle Träger, die in der Jugendhilfe tätig seien, auch ohne auf ausreichend ehrenamtliche Mitarbeiter zurückgreifen zu können.
Herr Strüwer bedankt sich auch bei Herrn Peters für seinen Bericht und bittet die Verwaltung, künftig die Berichte auf Schlüssigkeit zu prüfen.
Herr Decker bittet um Mitteilung, ob der Budgetierungsvertrag noch bestehe oder ob er gekündigt werden müsse.
Herr Goldbach verweist auf die Vorlage Übergangsregelung zum Kinder- und Jugendförderplan. Alle Leistungen seien bis zum 31.12.2009 vereinbart, alte Regelungen seien gekündigt bzw. Richtlinien aufgehoben worden, daher werde die Vorlage als Auszahlungsgrundlage für das Jahr 2010 benötigt.
