25.08.2009 - 2 Mitteilungen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 25.08.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Steuber teilt mit, dass wegen der Neubildung des JHA die Wohlfahrtsverbände und freien Träger angeschrieben worden seien, die Neubildung werde wie immer vom Fachbereich organisiert.
Weiter informiert Herr Steuber über die Betriebserlaubnis des Bildungs- und Kulturvereins (BKV) im Gebäude des Verbands islamischer Kulturzentren (VIKZ). Es solle ein Wochenend- und Ferienbetrieb für insgesamt 40 Jungen und Mädchen stattfinden. Ein Gespräch mit dem Landesjugendamt habe im Juni bereits stattgefunden. Der Eindruck von der Einrichtung und den Vorbereitungen sei durchaus positiv gewesen, allerdings habe der Träger noch eine Reihe von Punkten nachzuarbeiten, insbesondere die Kooperationen, die der Integration dienen sollten. Der Verein sei daran interessiert, mit Hagener Trägern der Jugendhilfe und insbesondere den Vertretern der Kinder- und Jugendarbeit zusammen zu arbeiten. Aktivitäten mit der Luther-Kirche würden bereits gelebt. Es gebe bereits jetzt für 50 Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 14 Jahren Schularbeitshilfe, die zu messbaren schulischen Erfolgen geführt habe. Die Erlaubnis werde wohl erteilt werden.
Herr Strüwer bittet um Auskunft, wie man sich den Betrieb vorzustellen habe, internatsmäßig oder mit ständig wechselnden Gruppen.
Herr Steuber führt aus, dass es einen Wochenend- und Ferienbetrieb geben werde und es im wesentlichen um Religionseinweisungen gehe, die von Lehramtsanwärtern der Universität Dortmund, die als Imam qualifiziert seien, organisiert werden sollten.
Weiter teilt Herr Steuber mit, dass ab nächster Woche die Kinderfrüherkennungsuntersuchungen starten würden. Nach der entsprechenden Verordnung seien die Kinderärzte und Ärzte, die Früherkennungsuntersuchungen durchführten, verpflichtet, dem Institut LIGA (Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit) Meldung zu machen über die Teilnahme an den Untersuchungen. Danach werde ein Abgleich mit den Meldedaten erfolgen. Sollten Kinder im Bereich der U 5 bis U 9 (6 Monate bis 5 Jahre) an diesen Untersuchungen nicht teilgenommen haben, erhalte das Jugendamt eine entsprechende Information. Diese würden in der nächsten Woche erstmalig erwartet. Mit dem Landesjugendamt sei bereits eine Arbeitshilfe organisiert worden, um daraus ableiten zu können, welche Aktivitäten durch das Jugendamt erforderlich würden.
So würden z. B. Eltern aufgefordert, die Untersuchungen nachzuweisen. Sollten die entsprechenden Belege nicht vorgelegt werden können, werde ein Hausbesuch durchgeführt, um Hilfen anbieten und feststellen zu können, ob ein Hilfebedarf bestehe. Ziel sei es, die Eltern zu motivieren, an den Untersuchungen teilzunehmen. Daher sei auch die Presse eingeschaltet und neben den bereits ausgewählten 13 Kitas weitere 5 ausgewählt worden, um gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu motivieren, an diesen Untersuchungen teilzunehmen.
Herr Dr. Brauers berichtet, unter der Überschrift soziales Frühwarnsystem aber auch kinderfreundliches Hagen habe der Kinderschutzbund seit Anfang 2008 sog. Welcome – Besuche durchgeführt. Diese seien anfangs durch das Land finanziert worden. Die Förderung sei nun ausgelaufen. Die Sparkasse habe 10.000,- EUR zur Verfügung gestellt, damit das Projekt in diesem Jahr weiterlaufen könne. Im nächsten Jahr müsse man dann sehen.
Herr Goebels gibt einen Zwischenbericht zur Entwicklung der Kinderschutzambulanz in Hagen. Es sei ein Finanzierungskonzept erstellt und mit dem Träger, dem Diakonischen Werk, seien Gespräche geführt worden. Das Diakonische Werk habe bereits eine Mitarbeiterin eingestellt und mit dem AKH hätten Gespräche stattgefunden, so dass er von einer guten Kooperation ausgehe. Der Träger (DW) habe vor, die Kinderschutzambulanz im Oktober zu eröffnen, allerdings sei weitere Begleitung und Hilfe durch die Kinderschutzambulanz in Remscheid nötig. Mit der eigentlichen Arbeitsaufnahme könne gegen Ende des Jahres gerechnet werden.
Sodann verweist Herr Goebels auf die steigende Tendenz der Hilfen im Bereich der Eingliederungshilfe und der Hilfe zur Erziehung. Die Zahl der Meldungen sei nach wie vor sehr hoch und ca. 2/3 der Meldungen kämen aus dem professionellen Bereich (Schulen, Kindergärten etc.) In den meisten Fällen seien weitere Hilfen und Unterstützung notwendig, daher steige die Fallzahl extrem.
Herr Strüwer merkt an, dass dieser Bereich nicht nur unter dem Punkt Mitteilungen abgehandelt werden könne. In der September – Sitzung solle dieses Thema konkreter behandelt werden, und zwar in Verbindung mit der vorliegenden Dokumentation. Er bittet die Verwaltung, maßnahmebezogene Ansätze aufzuzeigen, wie mit der Situation umzugehen sei und wie gesteuert werden könne, und zwar nicht nur unter finanziellen, sondern auch unter fachlichen Gesichtspunkten.
Herr Dr. Schmidt verweist auf die erste Mitteilung von Herrn Goebels als einen der fachlichen Ansätze und schlägt vor, in der nächsten Sitzung zusammen mit der Untersuchung Kinderschutz in Hagen detaillierte Zahlen zu präsentieren. Er teilt mit, dass die Vorgabe, 3 Mill. EUR einsparen zu müssen, unter den gegebenen Umständen nicht möglich sei. Er erklärt, dass der Punkt Kinderschutz in Hagen auch in den Bezirksvertretungen diskutiert werden müsse.
Herr Haensel ergänzt die Mitteilung von Herrn Steuber zur Zusammenarbeit mit dem VIKZ, dass die gemeinsamen Aktivitäten in der Vermietung des alten Gemeindesaals für Feste bestünden. Die Tür zwischen Moschee und Kirche sei verschlossen. Auch beim geplanten interkulturellen Fest habe der Verein nicht mitgemacht.
Herr Reinke verweist auf seine Mitteilung in der Juni-Sitzung, dass er eine Stiftung angeschrieben habe. Inzwischen sei der Zuwendungsbescheid eingegangen, und zwar direkt an das Diakonische Werk. Es würden von der Stiftung 12.500,- EUR als Spendenverdoppelung zur Verfügung gestellt. In naher Zukunft werde ein Spendenaufruf gestartet und Spenden bis zu 12.500,- EUR würden dann von der Stiftung verdoppelt.
Frau Versteeg-Schulte berichtet, dass sie aus der AG 3 den Auftrag erhalten habe mitzuteilen, dass es nun eine Empfehlung zur Standardbeschreibung zur Ernährung in den Kitas gebe. Dies sei vor dem Hintergrund zu sehen, dass das KiBiz Aussagen zur gesundheitlichen Vorsorge und gesundheitlichen Entwicklung für die Kinder mache.
Herr Goldbach teilt mit, dass am 24.07.2009 ein Ortstermin am Bolzplatz Eschenweg/Helfe stattgefunden habe. Als Ergebnis sei festzuhalten, dass das Gericht die Bemühungen im Vorfeld (Platz verändert, Platz verkleinert, Ballfangzaun) gewürdigt habe und dem Kläger nun offen gehalten worden sei, selbst eine Lärmschutzmessung durchführen zu lassen. Herr Goldbach schätzt das Prozessrisiko als nicht mehr sehr hoch ein.
Herr Fischer möchte auf das am kommenden Wochenende stattfindende zweite Vielfalt tut gut – Festival hinweisen, welches im letzten Jahr ca.3.500 Besucher zu verzeichnen hatte. Er hofft, in diesem Jahr daran anknüpfen zu können. Beteiligt seien Allerwelt-Haus, Jugendring und der Fachbereich. Auf dem Festival werde die letzte Aktion „sei wählerisch“ durchgeführt.
