16.06.2009 - 11 Personalwirtschaftliche Situation in der Kinder...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 11
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 16.06.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Goldbach informiert
darüber, dass mittlerweile in drei kommunalen Jugendeinrichtungen jeweils eine
Fachkraftstelle nicht besetzt sei. Es handele sich um die Einrichtungen in
Vorhalle, Boele und Hohenlimburg. Man habe zwar die Genehmigung zur internen
Besetzung dieser Stellen, es gebe aber keine internen Sozialarbeiter mit einem
unbefristeten Arbeitsvertrag, die sich
auf eine Stelle im Jugendzentrum bewerben. Diese Tatsache sei nicht neu.
Die Situation werde sich mit Sicherheit noch verschärfen da zurzeit werde
daneben noch an ein Personalkonzept erarbeitet werde, um vorrangig den allgemeinen
Sozialdienst mit internen Sozialarbeitern sicherzustellen. Die Situation in den
Jugendzentren werde sich daher auf Dauer noch zuspitzen. Es sei gelungen, einen
unbefristeten Arbeitsvertrag im Kinder- und Jugendpark Emst für ein weiteres
Jahr zu verlängern. Die gesamte Situation stelle die Verwaltung vor große
Probleme. Die Zielvereinbarungen könnten so nicht erreicht werden. Es gebe
einen Kinder- und Jugendförderplan, der in diesem Jahr noch gelte, in dem die
Budgets vorgegeben seien. Man stelle jetzt fest, dass dieser Plan
Jugendeinrichtungen freier Träger schütze. Dies gelte leider nicht für die
kommunalen Angebote, weil man durch die Rahmenrichtlinien die Stellen nicht besetzen
könne.
Er macht deutlich, dass er sich unter den jetzigen Rahmenbedingungen
nicht imstande sähe, einen Entwurf auch mit finanziellen Aussagen zum
Jugendförderplan für die Periode 2010 bis 2014 zu vorzulegen. Es mache keinen
Sinn, einen Jugendförderplan mit dem Status Quo vorzulegen. Man wolle ein Stück
Veränderung an die sich wandelnden Bedarfe. Dazu brauche man ein Planungsbudget
und eine Planungssicherheit.
Er schlägt vor, nach der Sommerpause in einer Vorlage zu dem Thema
“Rahmenbedingungen Jugendförderplan“ zu informieren. Weiterhin
solle in dieser Vorlage der Status Quo mit kleinen Veränderungen für das Jahr
2010 zu beschließen, um den freien Trägern Planungssicherheit zu geben.
Herr Fischer ist der
Meinung, dass man mit denjenigen, die die
Finanzverantwortung innehätten, Gespräche über die Gesamtsituation
führen müsse. Da könne man auf die Unterstützung der freien Träger bauen. Die
Fachlichkeit dürfe nicht durch eine Kommission ausgehebelt werden. Zur Not
müsse das zum Wahlkampfthema gemacht werden.
Herr Strüwer stellt fest,
dass der Jugendförderplan Verbindlichkeiten für das kommunale Handeln
festsetze. Wäre es denkbar, dass sich in diesem Bereich auch Rückzahlungen von
Mitteln an das Land ergeben könnten, wenn die von der Verwaltung
zugesagten personellen Leistungen nicht erfüllt würden?
Herr Goldbach antwortet,
dass Voraussetzung sei, dass die Kommune zwei Drittel dessen, was das Land an
Fördermitteln gewähre, investiere. Das sei derzeit noch der Fall. Falls das nicht mehr der Fall sei, komme es
zu Rückforderungen.
Herr Strüwer fasst
zusammen, dass man auf politischem Weg agieren müsse. Die Anliegen müssten zu
einem geeigneten Zeitpunkt thematisiert werden.
Herr Fischer bittet, den
Tagesordnungspunkt als Standardtop auf die Tagesordnung zu setzen, um als
Ausschuss immer über dieses Thema informiert zu sein.
Herr Steuber beschreibt
abschließend noch einmal die Brisanz der jetzigen Personalsituation und deren
mögliche Auswirkungen.
