28.04.2009 - 7 Haushaltsplanentwurf 2009- Ergänzung/Zusatz ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 28.04.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Koch weist daraufhin, dass man ein zweigeteiltes Verfahren abgesprochen habe.
Zum einen gehe es um den Haushaltsplan, für den 20 zuständig sei, und zum
anderen um Ziele und Kennzahlen, für die 19 zuständig sei.
Er schlägt vor, den Teil „Ziele und Kennzeichen“ vorzuziehen.
Herr Gregull erklärt, dass Ziele und Kennzahlen auch Bestandteil des Haushaltsplanes
seien. Man stehe am Beginn einer längeren Entwicklung. Man müsse völlig neue
Steuerungskriterien für NKF entwickeln, die für die Verwaltung relevant seien.
Man werde jetzt auf den Output achten. Mit den Zielen und Kennzahlen
werde der Ressourceneinsatz gesteuert. Die Verwaltungssteuerung werde ein
wesentlicher Bestandteil sein.
Herr Koch legt dar, dass man sich bei Aufstellung des Haushaltsplanes 2009 bemüht
habe, die Anregungen aus 2008 aufzunehmen und die Darstellung so zu verbessern.
Er weist auf den Vorbericht auf den Seiten 6 und 7 hin.
Bei der derzeitigen Planung erwarte man wie auf den Seiten 10 und 11
dargestellt, für das Jahr 2012 einen Verlust von über 95 Millionen Euro. Bei
Planung dieser Zahlen sei die Wirtschaftskrise noch nicht ansatzweise absehbar
gewesen. Es werde noch Korrekturen in den verschiedensten Bereichen geben.
Die einzig gute Nachricht sei, dass die Kassenkreditzinsen im Moment
sensationell günstig seien.
Auf die Frage von Herrn Haensel nach der Zinsentwicklung weist
Herr Koch auf die Ausführungen auf Seite 25 hin.
Für die Stadt Hagen mit einem negativen Eigenkapital in dieser Höhe
(siehe Seite 30) würden die strengsten Maßstäbe aus aufsichtsbehördlicher Sicht
gelten.
Herr Strüwer schlägt vor, die endgültige Beratung und Verabschiedung des Haushaltes
auf die Sondersitzung am 12.05.09 zu verschieben.
Frau Machatschek vermisst Vergleichszahlen zu den Zahlen des Haushaltes 2009.
Herr Koch kann das nachvollziehen, erklärt aber, dass man erst in zwei Jahren Vergleichszahlen
habe.
Herr Strüwer schlägt vor, die Teilpläne zur Diskussion zu stellen. Er möchte von der
Verwaltung wissen, in welchen Bereichen
es zu eklatanten Veränderungen zum vergangen Jahr gekommen sei.
Herr Reinke möchte wissen, warum es bei den Fördermaßnahmen für Schüler (Teilplan
1.21.42 auf Seite 34) bei Position 11 zu einem solchen Sprung gekommen sei. Bei
der Erläuterung sei ein Hinweis auf den Anteil für Honorarkräfte gegeben.
Handele es sich hier um eine stille Reserve?
Herr Goldbach erklärt, dass man früher Honorarkosten als Sachkosten gesehen habe. In
NKF würden Honorarkosten als Personalkosten ausgewiesen. Außerdem seien durch
den Honorareinsatz auch höhere Erträge zu erwarten.
Herr Strüwer macht deutlich, dass dann ja durch die Reduzierung der Sachkosten eine
neutrale Kostenentwicklung vorliege.
Frau Kurte fällt auf, dass bei verschiedenen Produkten wie zum Beispiel UVG oder Förderung
von Kindern in Tageseinrichtungen seien keine Personalkosten ausgewiesen. Warum
sei das so?
Herr Koch erinnert in diesem Zusammenhang an den kameralen Haushalt, in dem es
auch Unterabschnitte gegeben habe, in denen keine Personalkosten ausgewiesen worden
seien. Diese seien dann an anderer Stelle zentral gebündelt worden.
Er vermutet, dass dies in NKF auch so sei.
Herr Steuber schlägt vor, diese Zahlen für die nächste Sitzung zu liefern. Für den Geschäftsbericht
seien die Personalaufwendungen ganz transparent
ermittelt worden.
Herr Koch ist auch der Meinung, dass dies bis zum 12. Mai zur JHA-Sitzung geklärt
und dann vorgestellt werden solle.
Herr Dr. Schmidt weist auf die Gesamtzahl der Personalaufwendungen im Bereich Kinder-,
Jugend- und Familienhilfe hin.
Herr Feldhaus möchte wissen, ob die Zinsaufwendungen noch in die Produkte eingerechnet
würden.
Herr Koch antwortet, dass die konkrete Zinszuordnung auf verschiedene Bereiche
noch nicht realisiert habe. Die seien zurzeit zentral geplant.
Herr Goebels erläutert für den Teilplan 1.36.30 auf Seite 65, warum es bei den
Transferleistungen im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe erhebliche
Kostensteigerungen gegeben hat und weiterhin geben wird.
Herr Strüwer erklärt, dass es für den Jugendhilfeausschuss interessant sei, zu sehen,
wie sich die 16 Millionen auf die verschiedenen Hilfearten verteilten und zu
sehen, wie sich diese im Vergleich zum Vorjahr entwickelt hätten. Er bittet,
diese Information zum 12. Mai nachzureichen.
Herr Steuber sichert das zu.
Frau Versteeg-Schulte weist auf einen Anstieg der Aufwendungen im Bereich
der Tagespflege hin und erläutert die Hintergründe.
Herr Goldbach erläutert, dass man bei der Gemeindenahen Therapie bei einem Kostendeckungsgrad
von 100 % läge. Bei der Darstellung in NKF habe man jedoch eine Differenz in
Höhe von 100.00 Euro. Diese beruhe auf zwei verschiedenen Faktoren, die er
anschließend erläutert.
Herr Decker möchte wissen, ob es für die Ansätze im kameralen System einen Stichtag
gegeben habe, bis zu dem alle Buchungen abgeschlossen sein müssten. Gebe es diesen
Stichtag auch in NKF?
Herr Koch erwidert, dass es ein solches Datum, wie die Kameralistik es kannte,
nicht mehr gebe. Irgendwann müsse ein offizieller Buchungsschluss verkündet
werden. Für die NKF-Jahresrechnung 2008 habe man für den investiven Bereich den
Buchungsschluss auf Ende Februar und für den konsumtiven Bereich auf Ende
Januar gelegt. Es würden nur noch solche Dinge nachträglich gebucht, die im
Rahmen von Abschlussbuchungen noch erforderlich seien. Das Ergebnis werde im
Haushaltsplan für 2010 auftauchen.
Auf eine Frage von Herrn Decker erklärt Herr Koch, dass der
Gesetzgeber vorsehe, dass der Haushaltsplan verabschiedet und rechtzeitig in
Kraft treten müsse. Bei der Aufstellung eines Haushaltsplanentwurfes für 2010
könne nicht schon das Haushaltsplanergebnis für 2009 vorliegen.
Herr Strüwer erklärt abschließend, dass man am 12. Mai im JHA diesen Etatbereich
wieder zur Abstimmung stellen werde.
