29.04.2009 - 5.5 Maßnahme "Rückbau Wehranlage Delsterner Straße"...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.5
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Mi., 29.04.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Fleischmann von der Stadtentwässerung Hagen gibt einen umfangreichen
Sachstandsbericht zum Thema.
Aufgrund der Wehranlagen werden die Tiere in das Unterwasser verdriftet. Insgesamt
habe man 3 Varianten geprüft, die den Tieren das Erreichen des Oberwassers
ermöglichen sollen.
Der Abbau der Wehranlage, die erste Variante, komme nicht in Frage. Hier
sind die geschätzten Kosten in Höhe von 850.000 Euro als Hauptgrund genannt.
Bei Variante zwei werden sogenannte Fischaufstiegsrampen angebracht, die
jedoch an mindestens 300 Tagen im Jahr funktionieren müssen. Da dies nicht
sichergestellt werden kann, habe man sich im Hinblick auf die 3. Variante
dagegen entschieden.
Anhand einer planerischen Zeichnung beschreibt Herr Fleischmann Variante
3, die aus einer 75 m langen Rampe mit Rinne besteht. So werde der Niedrigwasserabfluss
in dieser Rinne abgeführt. Das Wasser werde so gestaut, dass die
typischen Fische sowohl hoch als auch runter schwimmen können.
Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf geschätzte 200.000 Euro,
wobei 80% vom Land getragen werden.
Diese Maßnahme soll möglichst zeitnah, beginnend mit dem Wehr bei
Becherau umgesetzt werden.
Planerisch nehme man sich in diesem Jahr das Wehr bei der Mark E vor. Anschließend
das Wehr bei Rafflenbeul, bei dem noch altes Wasserrecht vorliege.
Trotz des bestehenden Wasserrechtes werde das Ziel, die Volme in den
nächsten 15 Jahren durchgängig zu bekommen, optimistisch gesehen.
Die Wasserrahmenrichtlinie fordere, dass bis etwa 2015 alle Gewässer in
einem guten Zustand zu führen sind. Es habe sich gezeigt, dass gerade die
Wehranlagen ein großes Hindernis zur Erreichung dieses Zustandes darstellen. Auch
durch festgestellte hervorragende Fischbestände in der Volme lohnen sich diese
Maßnahmen in jedem Fall.
Herr Schulz (REP) hält diese Maßnahme, in der derzeitigen
Wirtschaftskrise, in absehbarer Zeit in keinem Fall für finanzierbar.
Herr Neuhaus begrüßt diese Maßnahmen grundsätzlich an den Stellen, an
denen keine Nutzung des Wassers zur Gewinnung von Energie möglich ist. An anderen
Stellen sei es erheblich besser, entsprechende Kombinationen zu finden, die zum
einen der Natur gerecht werden, andererseits der Energiegewinnung dienen.
Ferner wurden alle gestellten Fragen ausführlich durch Herrn Fleischmann
beantwortet, sodass der Tagesordnungspunkt verlassen werden kann.
