29.04.2009 - 5.9 Programm Stadtumbau West- Oberhagen/Eilpe - mdl...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.9
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Mi., 29.04.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Vogeler berichtet zunächst über das im März stattgefundene Gespräch mit
der
Vize-Regierungspräsidentin in Arnsberg, um die Perspektive für den
Stadtumbau in Hagen abzuklären. Seitens der Vertreter der Stadt wurde gesagt,
dass man sich um Konsenslösungen für die Weiterführung der Stadtumbauprojekte
bemühen wolle. Gleichwohl werde man jedoch im Falle der Rücknahme des
Bewilligungsbescheides der Maßnahme „Volmeblick“ den Klageweg
bestreiten.
Inhaltlich halte man den Maßnahmebereich „Volmeblick“ mit dem
Brückenschlag, die Wegeführung am Ufer für eine städtebauliche sinnvolle
Maßnahme, insbesondere im Zusammenhang mit dem Neubau des Tierheimes.
Die Ankündigung der Rücknahme des Bescheides beruhe darauf, dass die
Stadt Hagen einen extrem eingeschränkten Kreditrahmen für Investitionsprojekte
habe.
So werde erwartet, dass die Stadt eine gesamtstädtische
Dringlichkeitsliste für alle Investitionsprojekte vorlege, dabei nicht pauschal
den Stadtumbau abhandelt, sondern den Eigenmittelbedarf für dieses ganz
konkrete Stadtumbauprojekt mit auflistet. Sollte der Kreditrahmen dabei nicht
überzogen werden, wolle man kurzfristig zu einer Entscheidung gelangen. In
diesem Fall wurde eine erneute Inaugenscheinnahme durch Herrn Diegel
angekündigt.
Des Weiteren wurde die Antragstellung zum Thema Eigenmittelersatz durch Drittmittel
erörtert.
So fordere die Bezirksregierung dass dieser Antrag nachgebessert werde,
wünsche sich mehr Durchschlagskraft bei den Argumenten, um auch die anderen
mitentscheidenden Landesministerien überzeugen zu können.
Seitens der städtischen Vertreter wurde nochmals darauf hingewiesen, dass
man zwischen den Gebieten Wehringhausen und Oberhagen/Eilpe deutlich
unterscheiden
müsse aufgrund der unterschiedlichen Ausprägung dieser Stadtteile.
Auf die weitere Nachfrage, wie Arnsberg die Perspektive für Hagen
bezüglich des Stadterneuerungsprogramms für 2009 und Folgejahre sehe, wurde
mitgeteilt, dass die Antragstellung für den Bauabschnitt für 2009 in die
Reserveförderliste, Kategorie B aufgenommen wurde. Wenn also Rückflüsse an
Mitteln erfolgen, die nicht verausgabt wurden oder sich Bewilligungsreserven
ergeben, können diese Projekte nachrücken. Gleichzeitig wurde auf die
Programmanmeldung für Stadterneuerungsmittel 2010 hingewiesen. Hier sei als
Stichtag der 31.08.2009 einzuhalten.
Zum Punkt Eigenmittelersatz durch Drittmittel sei auch das Schreiben des
Eigentümers des Kopfgrundstücks der Wippermanninsel zur Überlassung des
Grundstücks – bei Umsetzung der Planung Fußgängerbrücke überreicht
worden, was durchaus positiv aufgenommen wurde.
Zur Maßnahme B.3 „Eilper Tor“ teilt Frau Vogeler mit, dass
zurzeit die Ausschreibungen der einzelnen Gewerke vorbereitet werden. Es gebe
einen Konsens mit den privaten Grundstückseigentümern zur Durchführung der
Maßnahmen als auch Möglichkeiten von Sponsoring, was Pflege und Wartung von
Flächen angehe oder die Übernahme von Folgekosten von Beleuchtung. Die
Reinigung und der Sanierungsanstrich am Brückebauwerk sollen nach Möglichkeit in
der Zeit der Sommerferien stattfinden, weil dafür die Fahrbahnen halbseitig
gesperrt werden müssen.
Zum Maßnahmebereich „Eilper Höfe“ gebe es inzwischen den
Konsens mit den Schlüsseleigentümern, dass dort weitergemacht werden soll.
Die Planungsleistung PASD sei damit erbracht. Das Projekt als solches ist
im Netzwerk Demenz mittlerweile auch vorgestellt worden und mit Interesse zu
Kenntnis genommen worden.
In diesem Zusammenhang verweist Frau Vogeler auf eine interessante
Studie. Diese wurde von Studenten der Technischen Universität Dortmund erstellt,
die den Stadtteil Eilpe auf Seniorengerechtigkeit untersucht haben. Dabei sind
interessante Ergebnisse
herausgekommen. Insbesondere der Bereich „Eilper Höfe“
schneide in der Standortgunst sehr positiv ab, was spezielle, seniorengerechte
Angebote betreffen. Frau Vogeler empfiehlt, die Studie in der nächsten Sitzung
der Bezirksvertretung zur Kenntnis zu nehmen und bietet an, sich um die
Organisation zu kümmern.
Herr Wölm bedankt sich für den ausführlichen Sachstandsbericht.
Herr Neuhaus vermisst die Zügigkeit von der Planung bis zur Umsetzung von
Baumaßnahmen etwas, freut sich aber über die Berichterstattung zu den positiven
Gesprächen mit Arnsberg.
Frau Ellner hat den Eindruck, dass Maßnahmen, die Eilpe betreffen
stiefmütterlich gegenüber denen, die Stadtmitte betreffen, behandelt werden.
Es ergibt sich keine Diskussion, sodass der Tagesordnungspunkt verlassen
wird.
