28.04.2009 - 4.3 Vorschlag der CDU-Fraktionhier: Jugendproblemat...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.3
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Mitte
- Datum:
- Di., 28.04.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- 31 Zentrales Bürgeramt
- Bearbeitung:
- Iris Kappel
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Glaeser begrüßt zunächst als Gäste den Polizeidirektor Herrn Liedtke und den neuen Chef der Polizeiwache Innenstadt, Herrn Jansen.
Herr Liedtke stellt Herrn Jansen der Bezirksvertretung vor. Herr Jansen bedankt sich für die Begrüßung und regt zu diesem Tagesordnungspunkt an, Probleme gemeinsam anzugehen und gemeinsam zu lösen.
Frau Purps geht kurz auf die Begründung der Vorlage ein.
Herr Goebels vom Jugendamt berichtet, dass es im Bereich des Kinderdorfes Weißenstein, insbesondere im Dezember 2008 und Januar 2009, mit ca. 20 „externen“ Jugendlichen massive Probleme gegeben habe. Auch mit vielen Polizeieinsätzen konnte die Situation nicht entschärft werden, da es sich insbesondere um nicht strafmündige Jugendliche gehandelt habe. Eine Unterstützung der Erziehungsberechtigten konnte nicht erreicht werden und das Vormundschaftsgericht habe eine unfreiwillige, geschlossene Unterbringung der Jugendlichen abgelehnt. In Zusammenarbeit mit der Einrichtung, der Polizei und dem Jugendamt wurde jedoch nun erreicht, drei dieser Jugendlichen, die man als Rädelsführer bezeichnen könne, in Einrichtungen außerhalb von Hagen unterzubringen. Hierdurch sei eine gewisse Entspannung der Situation eingetreten. Es handelt sich nicht um Jugendliche aus dem Stadtteil Kuhlerkamp, sondern aus Wehringhausen, Vorhalle und anderen Stadteilen.
Der Leiter der Diakonischen Erziehungshilfe Weißenstein, Herr Bärenfänger ergänzt, dass in dem besagten Zeitraum sogar ein privater Sicherheitsdienst beauftragt werden musste, um die Eskalationen zu entschärfen.
Zu der allgemeinen Problematik am Kuhlerkamp berichtet Herr Bärenfänger, dass dort wenige Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche vorhanden seien. Auch wegen der demographische Entwicklung und sozialen Unterschiede, sei ein gewisses Konfliktpotential zu erkennen. Dieses Problem sei jedoch nicht nur spezifisch am Kuhlerkamp, sondern auch in anderen Stadtteilen festzustellen.
An der anschließenden Aussprache beteiligen sich die Herren Tropitz, Löwenstein, Homm und Glaeser und Frau Richter sowie für die Verwaltung Herr Goebels und Herr Schmidt.
Von den Vertretern der Bezirksvertretung wird die Angelegenheit als ein gesamtgesellschaftliches Problem angesehen. Durch Erziehungsdefizite und soziale Unterschiede würden Gewalttätigkeiten bei Jugendlichen zunehmen. Frau Richter bittet die Verantwortlichen, wünschenswerte Maßnahmen zu benennen, die von der Politik ergriffen werden und zu einer Problemlösung beitragen können.
Herr Glaeser regt an, den Tagesordnungspunkt an den Jugendhilfeausschuss zu überweisen, da dieser der geeignete Fachausschuss sei.
Dieser Meinung schließt sich Herr Goebels an.
Über einen so formulierten Beschlussvorschlag lässt Herr Glaeser abstimmen.
Beschluss:
1. Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
2. Die Bezirksvertretung
Hagen-Mitte überweist den Beratungsgegenstand an den Jugendhilfeausschuss mit
der Bitte, gemeinsam mit der Verwaltung Lösungsansätze für die
Jugendproblematik am Kuhlerkamp zu erarbeiten und die Bezirksvertretung
Hagen-Mitte über das Ergebnis zu informieren.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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15,2 kB
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