17.12.2009 - 6.34 Bahnhofshinterfahrung-Sachstandsbericht der Ver...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.34
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 17.12.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Oberbürgermeister Dehm
berichtet vom gestrigen Gespräch im Ministerium für Bauen und Verkehr mit Herrn
Minister Lienenkämper unter Beteiligung des Regierungspräsidenten. Das Land NRW
hat sehr deutlich gemacht, dass sie diese Maßnahme sachlich-inhaltlich für
absolut notwendig hält und auch hinter der Realisierung steht. Allerdings hat
das Land genauso klar deutlich gemacht hat, dass die Förderbeantragung und
Bewilligung in einem Schritt erfolgen muss und nicht auf die einzelnen
Bauabschnitte aufgeteilt werden soll. Außerdem wird gefordert, dass die
Realisierung mit dem zweiten Bauabschnitt heute beginnen soll - vorrangig mit
der Hinterfahrung des Bahnhofes. Hintergrund ist, dass das Land generell um die
Mitfinanzierung des Bundes bei Förderprojekten für die Jahre 2014 ff. in
Verhandlungen steht. Das Projekt Bahnhofshinterfahrung wird als Vorzeigeprojekt
genutzt, um den Bund davon zu überzeugen, dass die Mitfinanzierung in diesen
entsprechenden Vorhaben auch über diese Zeit hinaus zwingend erforderlich ist.
Es besteht anderseits immer ein theoretisches Restrisiko, ausgehend von der
Haushaltsentwicklung in Land, Bund und Europa, da über eine so lange Förderschiene
die jeweiligen Bewilligungen immer unter dem jeweiligen Haushaltsvorbehalt stehen.
Es ist zugesichert worden, dass aufgrund des dadurch eintretenden Zeitverlustes
die Prüfung des Förderantrages beschleunigt durchgeführt wird. Daher wird parallel eine Prüfung bei der Bezirksregierung
und beim Ministerium erfolgen. Es ist geplant, dass der entsprechende Antrag im
Sommer des Jahres 2010 in die entsprechende Einplanung für das Jahr 2011 erfolgt
und die Bewilligung in der ersten Jahreshälfte 2011 ermöglicht wird. Damit dann
die Maßnahmen real in der zweiten Jahreshälfte 2011 begonnen werden können.
Herr Dücker bedankt sich
beim Oberbürgermeister, dass er das Gespräch mit dem Minister geführt hat. Er erinnert,
dass der erste Bauabschnitt auf Drängen, der damaligen rot-grünen
Landesregierung vorgezogen worden ist, da diese die Aussage getroffen hat, dass
die Stadt Hagen damit den Einstieg für eine Wohnumfeldverbesserung gewichtigen
Ausmaßes schaffe und danach weiter planen könne. Diese Einschätzung hat sich
nach Wechsel der Regierung geändert. Wenn dieses eher mitgeteilt worden wäre,
hätte die Verwaltung entsprechend reagieren können. Er hofft, dass der Rat noch
bis zum 09.05.2010 eine schriftliche Bestätigung der Landesregierung erhält,
welche die Angaben fixiert, für den Fall, dass es erneut einen Regierungswechsel
geben sollte.
Herr Dr. Geiersbach bezieht
sich auf die Ausführungen des Oberbürgermeisters bezüglich der Mitfinanzierung
des Bundes. Er hinterfragt, ob die Mitfinanzierung des Bundes den Eigenanteil
der Stadt Hagen verringern würde. Seiner Ansicht nach sei für ein solches
Projekt der städtische Eigenanteil von 25 Prozent bei der finanziellen Situation
der Stadt Hagen zu hoch, da es sich um eine Ersatzbundesstraße handelt. Daher
halte er die Mitfinanzierung des Bundes
grundsätzlich für angezeigt. Er bittet darum, dass in Zukunft bei Vorlagen
bezüglich der Bahnhofshinterfahrung die Pläne ausgelegt werden, damit
ersichtlich ist, wie die Planung aussieht und welches Stadium das Projekt bereits
erreicht hat.
Herr Oberbürgermeister Dehm
informiert daraufhin, dass es sich bei den Fördermitteln des Bundes um ein
Generalproblem handelt. Die 75 Prozent Fördermittel setzen sich aus
Bundesmitteln, Landesmitteln und zum Teil aus Mitteln der europäischen Union zusammen.
Generell hat der Bund über die Weiterfinanzierung in diesen Feldern noch keine
verbindliche Zusage vor dem Hintergrund der Verhandlungssituation über den Bundes-
und Landeshaushalt getroffen.
Herr Grothe sieht eine
mögliche Entscheidungsänderung der Landesregierung nicht als kritisch an, da
der erste Bauabschnitt bereits komplett geplant ist und jederzeit mit der
Umsetzung begonnen werden kann. Des Weiteren geht er auf die Ausführungen von
Herrn Dr. Geiersbach bezüglich des Eigenanteils ein. Der Eigenanteil von 25 Prozent
ist bereits eine Bevorzugung der finanziellen Situation der Stadt, da andere
Städte im Bereich der Verkehrsförderung nur 70 Prozent Mittel erhalten. Die
Bahnhofshinterfahrung ist vor Jahren bewusst als städtische Maßnahme
beschlossen worden, da diese schneller realisierbar ist, als der Bau einer
Bundesstraße.
Herr Dr. Ramrath fragt
nach, ob eine schriftliche Dokumentation dieser Ergebnisse folgen wird.
Herr Oberbürgermeister Dehm
weist darauf hin, dass lediglich sein heutiger Bericht in der Niederschrift zur
heutigen Sitzung dokumentiert wird. Die schriftliche Positionierung des Landes ist
der Bewilligungsbescheid und vorab wird es keine schriftliche Zusage geben. Er
weist aber nochmals darauf hin, dass zu diesem Zeitpunkt nicht mehr erreicht
werden kann, dass aber die Zusage der Fachebene und die deutliche persönliche Zusage
des Ministers ausreichend sein sollte.
Herr Oberbürgermeister Dehm
unterbricht die Sitzung für eine Pause von 18:20 bis 18:30 Uhr.
