10.09.2009 - 5.12 Neubau eines Tierheims an der Hasselstraße
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.12
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 10.09.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
- Bearbeitung:
- Holger Klinkmann
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Oberbürgermeister Demnitz verweist auf den als Tischvorlage ausliegenden Beschlussvorschlag
der Fraktionen von CDU, FDP und Bündnis 90/ Die Grünen, welcher als Anlage 3 Gegenstand der Niederschrift
ist.
Herr Jochen Weber teilt für die SPD-Fraktion mit, dass diese dem
Beschlussvorschlag beitreten werden.
Herr Hammer erklärt für die Fraktion Bürger für Hagen, dass diese dem Beschlussvorschlag
ebenfalls beitreten werden.
Herr Röspel geht davon aus, dass der Rat dem vorliegenden Beschlussvorschlag mit
großer Mehrheit folgen werde und den Weg für ein neues Tierheim endgültig frei
mache. Durch die Mittel des Konjunkturpaketes II sei es nun möglich die
notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen. Trotz des großen
ehrenamtlichen, individuellen und finanziellen Einsatzes des Tierschutzvereins,
hätte die Stadt aus eigener finanzieller Kraft den Neubau des Tierheims nicht
realisieren können. Aus diesem Grund gelte der besondere Dank dem
Tierschutzverein, der mit seinem unermüdlichen Einsatz die Verwirklichung des
Tierheimneubaus an der Hasselstraße auf den Weg gebracht habe.
Herr Dücker schließt sich
den Worten von Herrn Röspel an und hofft, dass die vorhandenen Flächen
am neuen Tierheim auch für weitere naturnahe Eigenschaften zur Verfügung
stehen.
Herrn Dr. Bücker fragt
nach, ob das zukünftige Tierheim aufgrund einer erfolgreichen
Immissionsschutzklage stillgelegt werden könnte. Darüber hinaus bezieht sich
Herr Dr. Bücker auf die zunächst geplante rechtwinklige Bauweise, die
von der Verwaltung nicht weiter verfolgt wurde. Im Anschluss habe die
Verwaltung eine runde Bauweise favorisiert. Es stelle sich die Frage, ob die
rechtwinklige Bauweise kostengünstiger gewesen wäre.
Herr Grothe führt hierzu
aus, dass im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens und des Bauantrages ein
Lärmgutachten erstellt wurde. Sollte es zu weiteren Klagen kommen, so müssten
zusätzliche Maßnahmen durchgeführt werden. Mit der Überdachung und
Schallisolierung der Hundeboxen sei schon ein Teil solcher weiterer Maßnahmen
vorgesehen. Die Verwaltung bevorzuge weiterhin die runde Bauweise, die in
Gesprächen mit dem Tierschutzverein und der Verwaltung optimiert wurde. Größere
finanzielle Aufwendungen gegenüber der rechtwinkligen Bauweise seien der
Verwaltung durch die runde Bauweise nicht entstanden. Ergänzend verweist Herr
Grothe auf ein 10-prozentiges Schwankungsrisiko bei den erforderlichen
Ausschreibungen, so dass sich die Kosten ggf. erhöhen könnten. Darüber hinaus
bezieht sich Herr Grothe auf den
Absatz 2 des gemeinsamen Beschlussvorschlages und erinnert daran, dass es
keine Haushaltsstelle für die Sicherung eines brachliegenden eigenen Geländes
geben würde.
Um das Votum der Bezirksvertetung Eilpe/ Dahl in dieser Angelegenheit zu
berücksichtigen, so Frau Grebe, sollte das Umsetzungsdatum im
Beschlussvorschlag auf den 25.09.09 gesetzt werden.
Herr Sondermeyer erklärt
für die Fraktion Die Linke., dass diese dem Vorschlag beitreten werde.
Herr Jochen Weber schlägt
vor, den Punkt 8 der Verwaltungsvorlage in dem Beschlussvorschlag zu übernehmen
und das darin stehende Datum durch das Wort „umgehend“ zu ersetzen.
Damit habe die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl genügend Zeit über die Angelegenheit
zu beraten.
Dagegen bestehen keine Bedenken.
Frau Kramps bedankt sich
bei allen Beteiligten für Ihren Einsatz und Engagement.
Herr Oberbürgermeister Demnitz lässt über den fraktionsübergreifenden Beschlussvorschlag und der Ergänzung
von Herrn Jochen Weber wie folgt abstimmen.
Beschluss:
1. Die
Verwaltung wird beauftragt, mit dem Tierschutzverein Hagen und
Umgebung
e.V. einen Vertrag über die finanzielle Beteiligung des
Vereins an
den Baukosten des neuen Tierheims an der Hasselstraße in
Höhe von
2.025.000 € zu den in den weiteren Punkten des Beschlusses
und in der
Begründung genannten Rahmenbedingungen zu schließen.
Die
Beteiligung des Vereins beträgt 525.000 €. Der städtische Eigenanteil
in Höhe von
1,5 Mio €. entspricht der Summe, die der Rat im Rahmen
des
Beschlusses zur Mittelverwendung aus dem Konjunkturpaket am
14.05.2009
festgeschrieben hat.
2. Die
Kosten für den zusätzlichen Lärmschutz sowie die vorgezogene
Herrichtung
und Einzäunung der Tierheim-Erweiterungsfläche sowie
einer
Teilfläche des Hundeplatzes werden finanziert mit 100.000 € aus
der
Sparkassenspende sowie den Mitteln, die die Stadt im Rahmen ihrer
Verkehrssicherungspflicht
ohnehin für die Sicherung eines
brachliegenden
eigenen Geländes aufwenden müsste.
3. Das am 14.06.2007 vom Rat beschlossene
Raumprogramm wird um einen vom Tierschutzverein gewünschten, gemeinsam zu
nutzenden Gruppenraum (40 m²) erweitert. Die bebaute Fläche erhöht sich
gegenüber dem Stand vom 14.06.2007 (958 m²) auf jetzt rd. 1.000 m².
4.
Der
Ratsbeschluss vom 06.03.2008 bezüglich der Verrechnung möglicher
Kosteneinsparungen wird aufgehoben (Vorlage 0144/2008). Gleiches gilt für die
Festschreibung des städtischen Eigenanteils auf 1,2 Mio. € (Beschluss vom
14.06.2007, Vorlage 0551/2007). Der städtische Eigenanteil wird entsprechend
dem Beschluss zur Mittelverwendung aus dem Konjunkturpaket vom 14.05.2009 auf
1, 5 Mio. Euro festgeschrieben.
5. Das
im Stadterneuerungskonzept ‚Stadtumbau West –
Oberhagen/Eilpe’
beschlossene Maßnahmenkonzept wird in dem Punkt
8 b
„Volmepark Hasselstraße“ dahingehend modifiziert, dass die
geplanten
Spielangebote für junge Menschen an dieser Stelle entfallen.
Ersatzangebote
sind an anderer Stelle im Projektgebiet „Stadtumbau
West“
zu schaffen. Dies steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der
BV
Eilpe/Dahl. Der endgültige Verzicht auf Lärm emittierende neue Nutzungen im unmittelbaren
Tierheim-Umfeld ist im Vertrag mit dem Tierschutzverein festzuschreiben.“
6. Der Beschluss ist umgehend umzusetzen.
Sollte der unter Ziffer 1 genannte Vertrag bis zu diesem Termin nicht
geschlossen sein, ist die Verwaltung gefordert, alternative Vorgehensweisen
aufzuzeigen.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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470,4 kB
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Anlagen
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