26.03.2009 - 4.4 Kinder- und Jugendbüro/ VerbraucherberatungVors...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.4
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 26.03.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Hoffmann weist vor Eintritt in die Diskussion darauf hin, dass unter Punkt 4 des
Beschlussvorschlages der CDU-Fraktion, der als Tischvorlage ausgelegt wurde und
als Anlage 4 Gegenstand der
Niederschrift ist, ein Verstoß gegen die Gemeindordnung, hier Eingriff in die
Organisationsgewalt des Oberbürgermeisters, vorliegen würde, wenn der Rat
anstelle des Oberbürgermeisters über die weitere Unterbringung des Kinder- und
Jugendbüros und des Gesamtjugendrates entscheiden möchte. Dies sollte bei der
Beschlussfassung bedacht werden.
Herr Strüwer kritisiert die Vorgehensweise der Verwaltung in dieser Angelegenheit dahingehend,
dass die betroffenen Personen im Vorfeld an der Diskussion hätten beteiligt werden
sollen. Dabei merkt Herr Strüwer an, dass sich die Kinder und
Jugendlichen des Jugendbüros und des Jugendrates intensiv für Ihre Belange in
dieser Stadt einsetzen würden. Die Vielzahl der im Vorfeld diskutierten
Standorte trage zu keiner klaren Sichtweise in dieser Angelegenheit bei. Aus
Kostengründen sollte die Verbraucherberatung zwar zentral in einer günstigen
Lage der Stadt untergebracht werden, aber die genauen Einsparungen anhand von
Zahlenwerten würden bis heute fehlen. Herr Strüwer bittet den Rat darum,
keine voreiligen Entscheidungen zu treffen und objektiv die Möglichkeit in
Erwägung zu ziehen, das Kinder- und Jugendbüro an bestehender Örtlichkeit zu belassen.
Es stelle sich zusätzlich die Frage, inwieweit bei einer Unterbringung des
Kinder- und Jugendbüros und des Jugendrates im Kultopia, das vom Rat beschlossene
Konzeptions- und Raumprogramm auch weiterhin umsetzbar sei. Darüber hinaus gehe
es um die Unterbringung einer nicht städtischen Einrichtung in ein städtisches
Gebäude, bei der auch die Politik mitzureden habe.
Herr Jochen Weber macht darauf aufmerksam, dass es in der
Entscheidung des Oberbürgermeisters liegen würde, an welchen Standort er seine
Verwaltung, hier das Kinder- und Jugendbüro, unterbringe und ob er den Pavillon
im Volkspark frei ziehe. Inwieweit der Rat über die Frage einer weiteren
Nutzung des Pavillons zu entscheiden habe müsste noch geklärt werden. Weiter
verweist Herr Jochen Weber auf den bestehenden Ratsauftrag, wonach die
Verbraucherberatung innerhalb der städtischen Gebäude unterzubringen sei. Dazu
gäbe es eine bestehende Entscheidung des Oberbürgermeisters, die allerdings zu recht
auf Unverständnis bei den betroffenen Kinder und Jugendlichen stoße, weil diese
im Vorfeld nicht an der Diskussion beteiligt wurden. Innerhalb des
Verwaltungsvorstandes hätte die Art der Einbindung der Kinder und Jugendlichen
diskutiert werden müssen. Nach Auskunft der Verwaltung bestehe die Möglichkeit,
die jungen Leute in geeignete Räume zentrumsnah unterzubringen. Der Rat sollte Herrn
Oberbürgermeister diesbezüglich eine Empfehlung geben. Den Vorschlag zur
Unterbringung des Kinder- und Jugendbüros im Rathaus II ziehe die SPD-Fraktion
zurück. Die Verbraucherberatung soll aufgrund des Zeitdrucks im Volksparkpavillon
untergebracht werden.
Herr Riechel schließt sich den Ausführungen von Herrn Jochen Weber an und
ergänzt den von ihm gestellten Antrag dahingehend, dass die
Organisationseinheiten Kinder- und Jugendbüro, Jugendrat und Spielmobil in
einer Organisationseinheit gebündelt werden.
Herr Manfred Weber vermag nicht einzusehen, warum das Kinder- und
Jugendbüro die Büroräume wechseln sollte, zumal sich die Einrichtung an dieser
zentralen Stelle bewährt habe. Ein möglicher Standort für die
Verbraucherberatung wäre seiner Auffassung nach die städtische Immobilie
Hochstr. 74.
Herr Thielmann bestätigt der Verwaltung wenig Fingerspitzengefühl im Umgang mit den
Kindern und Jugendlichen in dieser Angelegenheit. Im Kultopia gäbe es
ausreichend Platz, um die Jugendräte tagen zu lassen. Darüber hinaus bestehe
ebenfalls die Möglichkeit, eine Büroeinheit dort unterzubringen. Kultopia und
Kinder- und Jugendbüro müssten in dieser Angelegenheit zukünftig
zusammenrücken. Die Unterbringung der Verbraucherberatung im Volkspark sei
ideal. Hinzu kämen die idealen Öffnungszeiten des Kultopia von denen das
Kinder- und Jugendbüro bei einer gemeinsamen Unterbringung ebenfalls
profitieren könnte. Es mache Sinn, die Mitarbeiter des Spielmobils ebenfalls
organisatorisch im Kultopia unterzubringen.
Herr Hammer erklärt für die Fraktion Bürger für Hagen, dass diese die Umgangsweise
mit dem Jugendrat ausdrücklich kritisiere, aber den Vorschlag der SPD-Fraktion
mittragen werde.
Frau Kingreen ergänzt die Ausführungen von Herrn Riechel in der Form, dass eine
getrennte Unterbringung zwischen dem Kinder- und Jugendbüro nicht zu vertreten
sei. Auch die getrennte Unterbringung des Spielmobils sei für die
Arbeitsabläufe behindernd.
Fraglich sei, inwieweit die anstehenden Projekte
des Kultopia bei einer organisatorischen Zusammenlegung noch durchgeführt
werden könnten.
Herr Ciupka geht auf die mögliche Zusammenlegung der Hagen Touristik mit dem Zentralen
Bürgeramt ein. Die im Zentralen Bürgeramt vorhandenen vielen Arbeitsplätze seien
nur selten mit Mitarbeitern besetzt. Die Idee der CDU-Fraktion sei es gewesen,
die Anzahl der Quadratmeter pro Mitarbeiter zu reduzieren. Die Arbeitsplätze,
die dann noch vorhanden wären, sollten auch zu den entsprechenden Zeiten voll
besetzt sein. Herr Ciupka habe sich selber mehrfach in die Wartezone des
Zentralen Bürgeramtes begeben und festgestellt, dass lediglich 4 bzw. 6 von 26
Arbeitsplätzen für die Bürger zur Verfügung standen. Es stelle sich in diesem
Zusammenhang die Frage, warum die anderen Arbeitsplätze nicht besetzt gewesen seien.
Die Hagen Touristik sollte deshalb dort sinnvoll integriert werden, um
gleichzeitig eine Einsparung durch eine Flächenreduzierung zu erreichen. Herr
Ciupka bittet Herrn Oberbürgermeister Demnitz diese Thematik neu zu
überdenken und mit Nachdruck daran zu arbeiten. In einer vorherigen Verwaltungsvorlage
habe die Verwaltung umfangreich erklärt, warum die Integration der Hagen Touristik
in das Zentrale Bürgeramt nicht zu realisieren sei, aber keine Ansätze einer
möglichen Umsetzung aufgezeigt.
Herr Dr. Schmidt antwortet gegenüber Frau Kingreen, dass
die Verwaltung zunächst prüfen müsste, inwieweit die Projekte des Kultopia
gefährdet seien.
Herr Oberbürgermeister Demnitz unterbricht die Ratssitzung für eine kurze
Besprechung der Fraktionen von 16.45 bis 16.58 Uhr.
Herr Röspel erklärt für die CDU-Fraktion, dass diese an Ihrem eingereichten Beschlussvorschlag
mit folgender Änderung festhalte. Als Einleitung werde dem Oberbürgermeister
empfohlen den noch folgenden Beschluss umzusetzen und im Punkt vier des Beschlussvorschlages
soll das Wort „alternativ“ durch das Wort
„Alternativen“ ersetzt und der Klammerzusatz
„(Beschluss-)“ sowie das anschließende Wort
„Vorschläge“ gestrichen werden. Über die einzelnen Punkte im
Beschlussvorschlag sollte getrennt abgestimmt werden.
Herr Jochen Weber erklärt für die SPD-Fraktion, dass diese
gemeinsam mit der Fraktion Bündnis 90 /Die Grünen folgenden Antrag zur
Abstimmung bringen werden:
Der Oberbürgermeister wird gebeten, dass Kinder-
und Jugendbüro sowie den Jugendrat organisatorisch in einer
Organisationseinheit zusammenzufassen und nach Möglichkeit, unter Einbeziehung
des Spielmobils, an einem zentralen Standort im Citybereich unterzubringen.
Herr Jochen Weber bittet zu protokollieren, dass in den weiteren
Gesprächen die Jugendlichen und Ehrenamtlichen des Jugendrates an der
Kommunikation beteiligt werden.
Herr Oberbürgermeister Demnitz lässt zunächst über die einzelnen Punkte im Beschlussvorschlag
mit jeweils folgenden Ergebnis abstimmen:
Dem Oberbürgermeister wird empfohlen:
- Der aus organisatorischen und fachlichen Gründen sinnvolle Verbund von Kinder- und Jugendbüro und Geschäftsstelle Jugendrat soll beibehalten werden; nach Möglichkeit im Pavillon am Volkspark.
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Mit Mehrheit abgelehnt |
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Dafür: |
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Dagegen: |
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Enthaltungen: |
- Verbraucherzentrale und Kinder- und Jugendbüro/GS Jugendrat erhalten zentrale, in der Innenstadt gelegene städtische Räumlichkeiten (ggf. Rathaus I, Rathaus an der Volme, Hochstraße 74, Kultopia, Böhmerstraße usw.).
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Mit Mehrheit abgelehnt |
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Dafür: |
25 |
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Dagegen: |
27 |
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Enthaltungen: |
0 |
- Die Verwaltung führt Gespräche mit Verbraucherberatung und den Jugendräten mit dem Ziel einer Flexibilisierung des Raumprogramms. Hierbei ist insbesondere der Umfang des Raumprogramms und die Möglichkeit zu prüfen, (Beratungs- und Besprechungs-) Räume gemeinsam mit städt. Dienststellen und Einrichtungen zu nutzen.
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Mit Mehrheit abgelehnt |
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Dafür: |
25 |
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Dagegen: |
27 |
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Enthaltungen: |
0 |
- Die Verwaltung legt dem Rat in seiner nächsten Sitzung Alternativen für die Unterbringung von Verbraucherberatung und Kinder- und Jugendbüro/GS Jugendrat inklusive Kostendarstellung und Wirtschaftlichkeitsberechnung vor.
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Mit Mehrheit abgelehnt |
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Dafür: |
25 |
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Dagegen: |
27 |
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Enthaltungen: |
0 |
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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77,6 kB
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(wie Dokument)
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82,3 kB
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Anlagen
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(wie Dokument)
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60,9 kB
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