12.02.2009 - 5.9 Bericht des Mentors
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.9
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 12.02.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Prof. Dr. Bajohr bedankt sich beim Rat für die Zusammenarbeit und
bezieht sich auf die beiden von ihm vorgelegten Sparpakete in Höhe von rd. 130
Millionen Euro. Das inzwischen erstellte Berichtswesen mache deutlich, dass
sich einige Maßnahmen als realisierungsfähig und realistisch erwiesen haben.
Der Rat habe mehr als 37 Millionen Euro beschlossen und sollte auch weiterhin
den Mut haben, den Rest in Höhe von rd. 100 Millionen Euro einzusparen. Herr
Prof. Dr. Bahjohr macht deutlich, dass er sein Sparziel erreicht habe und
somit seine Aufgabe als Mentor erledigt sei. Der im zweiten Sparpaket
enthaltene Vorschlag zur Anhebung der Grundsteuer sei unumgänglich, es sei
denn, dass der Rat unverzüglich 47 Millionen Euro anderweitig einspare. Weiter
geht Herr Prof. Dr. Bajohr auf die Kassenwirksamkeit der beschlossenen
Maßnahmen und die damit im Zusammenhang stehende Zeitschiene sowie
Zinsentwicklung ein. Die Ursachen der negativen finanziellen Entwicklung von
Hagen und anderen Gemeinden hänge insbesondere mit dem Ausbau und der
Erweiterung von Infrastrukturen ohne Rücksicht auf die Einwohnerzahlen
zusammen. Die Mindereinnahmen bei den Steuern aufgrund der wenigen
Gewerbeunternehmen und den Mehrausgaben der Sozialleistungen durch
Arbeitsplatzverluste haben ebenfalls zur Haushaltslage beigetragen. Zusätzlich seien
die Aufgaben und Ausgaben der Stadt nicht an die Steuersenkungspolitik aus den
letzten Legislaturperioden angepasst worden.
Trotz des voraussichtlichen Zuflusses von
finanziellen Mittel aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung mahnt Herr
Prof. Dr. Bajohr zur Sparsamkeit und Konsolidierung. Der anstehende
Eigenanteil der Stadt Hagen bei der Umsetzung verschiedener Projekte betrage ab
2012 verteilt auf mehrere Jahre rd. 3 Millionen Euro und müsste im Rahmen des
Konsolidierungsprozesses berücksichtigt werden. Um die folgenden Generationen
finanziell weiter zu entlasten, müssten die Bürgerinnen und Bürger eine
Entscheidung dahingehend treffen, welche Aufgaben in welchem Umfang von der
Stadtverwaltung wahrgenommen werden sollen. Abschließend dankt Herr Prof.
Dr. Bajohr Herrn Oberbürgermeister Demnitz für die gute Zusammenarbeit.
Herr Oberbürgermeister Demnitz bedankt sich ebenfalls im Namen des Rates und der
Verwaltung für die Zusammenarbeit und wünscht Herrn Prof. Dr. Bajohr für
seine weitere Zukunft alles Gute.
