04.06.2009 - 6.11 Landesfonds „Kein Kind ohne Mahlzeit“
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.11
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 04.06.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:10
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB40 - Schule
- Bearbeitung:
- Sabrina Spannaus
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Strüwer möchte von der Verwaltung wissen, wie hoch die Kosten für den Eigenanteil
in 2008 waren. Er verweist darauf, dass das Programm "Kein Kind ohne
Mahlzeit" leider notwendig ist, um bedürftige Kinder im offenen Ganztag
mit einer warmen Mahlzeit zu versorgen. Er ist froh, dass die Sparkasse Hagen
die Stadt bei der Erbringung des Eigenanteils unterstützt sowie die
evangelische und katholische Kirche mit ihren Jugendverbänden weitere Mittel
einwerben. Herr Strüwer weist darauf hin, dass im Haupt- und Finanzausschuss
und in anderen Ausschüssen der Wunsch bestanden hat, auch die Kinder in den 5.
und 6. Klassen sowie die Kinder in den Gesamtschulen, die sich im
Übermittagbetrieb befinden, mit einzubeziehen. Dazu wurde die Verwaltung gebeten
zu prüfen, wie eine zusätzliche Bezuschussung erfolgen kann, was jedoch nicht
gelungen ist. Er bittet um Bereitstellung der Information zum durch die Stadt
und die Sparkasse eingebrachten Eigenanteil in 2008 für die
Jugendhilfeausschuss- und die Ratssitzung. Der Liste über die Ausschüttung der
Sparkasse 2008 hat Herr Strüwer entnehmen können, dass für 2009 rd. 121.000
€ zur Verfügung stehen. Sofern die Sparkasse größere Zuschüsse, als
abfließen, gibt, könnte die Überlegung angestellt werden, an der einen oder
anderen Schule eine Ausweitung des Projektes vorzunehmen, so seine Anregung.
Herr Oberbürgermeister Demnitz erklärt, dass diese Frage nicht aus dem Stand
beantwortet werden kann. Er schlägt vor, die Beantwortung für die Sitzungen des
Jugendhilfe- und des Schulausschusses einzuspeisen.
Herr Sondermeyer möchte wissen, was geschieht, wenn der Eigenanteil
von der Stadt und mittels Sparkassenausschüttung nicht erbracht werden kann. Er
bittet, diese Information ebenfalls in den weiteren Beratungsgang mit
einzuspeisen.
Herr Dr. Schmidt erklärt, dass der Eigenanteil für das Schuljahr
2009 / 2010 für den bisher versorgten Schülerkreis ausreicht. Wie es sich im
Schuljahr 2010 / 2011 verhalten wird, ist derzeit nicht bekannt, da die Höhe
der Sparkassenausschüttung 2009 nicht bekannt ist. Sofern das Programm
ausgeweitet wird, sind Eigenanteile verpflichtend. Die Ausweitung wurde hier
mit 36.000 € kalkuliert, und der Verwaltungsvorstand hat sich
entschlossen, dies der Politik nicht vorzuschlagen, da es sich um eine klare
Ausweitung der Eigenmittel handelt.
Aus der Verwaltungsvorlage geht hervor, dass aus Mitteln
der Sparkasse in Höhe von rd. 200.000 € drei Schuljahre abgedeckt werden
konnten, teilt Herr Strüwer mit. Er möchte wissen, ob die Summe von rd.
121.000 € aus der Sparkassenausschüttung in voller Höhe in das von der
Politik mitgetragene Programm (Grundschulen zu Förderschulen) fließen oder ein
Teil dessen, was die Sparkasse zur Verfügung stellt, gar nicht abgerufen wird.
In diesem Fall hätte er Diskussionsbedarf, ob für das Schuljahr 2009 / 2010 und
ggf. auch für 2010 / 2011 eine Erweiterung vorgenommen werden kann. Es leuchtet
ihm nicht ein, dass das Bedürfnis von Kindern nach einer warmen Mahlzeit nach
dem 4. Schuljahr endet.
Als Beigeordneter für den Sozialbereich teilt Herr
Dr. Schmidt die Auffassung von Herrn Strüwer. Es wurden umfangreiche Diskussionen
über die Ausweitung des Personenkreises geführt. Es steht hier jedoch zu
befürchten, dass dann die Sparkassenausschüttung nicht mehr für das Schuljahr
2009 / 2010 ausreicht. Hält man hier Mittel übrig, kann damit die
Anfinanzierung des Schuljahres 2010 / 2011 vorgenommen werden. Herr Dr. Schmidt
sichert zu, dass die Zahlen für die Beratung in den Fachausschüssen zur Verfügung
gestellt werden.
Herr Oberbürgermeister Demnitz erklärt, dass der Haupt- und Finanzausschuss die
Beschlussfassung auf die Ratssitzung am 25.06.2009 verschiebt und für die
Vorberatung im Schul- und Jugendhilfeausschuss die entsprechenden Zahlen
vorgelegt werden.
Bedenken, so zu verfahren, bestehen nicht.
Beschluss:
1. Die Stadt Hagen nimmt mit den Offenen Ganztagsgrundschulen und der Förderschule (Emotionale und soziale Entwicklung) Wilhelm-Busch im Schuljahr 2009/2010 an dem Landesprogramm „Kein Kind ohne Mahlzeit“ teil. Die Finanzierung des städtischen Eigenanteils erfolgt aus Mitteln der Sparkassenspende des Jahres 2008.
2. Die Fortsetzung der Teilnahme gemäß Ziffer 1 im Schuljahr 2010/2011 erfolgt unter der Voraussetzung, dass im Jahr 2010 zur Finanzierung des städtischen Eigenanteils wiederum eine Sparkassenspende oder sonstige Drittmittel zur Verfügung stehen.
Die Vorlage wird bis zum 01.08.2009 umgesetzt.
