29.01.2009 - 3 Mündlicher Bericht zur Haushaltslage
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 29.01.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:08
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Koch gibt den Bericht zur Haushaltslage (Anlage
1 der Niederschrift) ab und korrigiert, dass der Kassenkreditbedarf aktuell
bei 811 Mio. € liegt.
Herr Dr. Ramrath möchte wissen, ob man aufgrund des "relativ
niedrigen Standes des Kassenkredites" davon ausgehen kann, dass der
Jahresabschluss besser ausfallen wird, als dies der Haushaltsplan vorsah.
Dies ist so ohne Weiteres nicht zu beantworten,
teilt Herr Koch mit. Es gibt zwei verschiedene Aspekte, indem es nicht
mehr eine reine Einnahme- und Ausgabebetrachtung wie beim kameralen Haushalt
gibt, sondern auch Aufwände und Erträge zu betrachten sind. Ferner sind Dinge,
die nicht kassenwirksam werden, ebenfalls zu berücksichtigen. Hierzu zählt Herr
Koch die Abschreibungen und Rückstellungen. Darüber hinaus gibt es die
Finanzrechnung, in der sich die reinen Einzahlungen und Auszahlungen in der
alten Form wiederfinden. Hat man die Zahlen aus dem Haushaltsplan noch vor
Augen, so gibt es eine Differenz zwischen dem Ergebnis der Ergebnisplanung und
der Finanzplanung in zweistelliger Millionenhöhe. Die Finanzrechnung ist dabei
deutlich schlechter, als die Ergebnisrechnung, weil Rückstellungen gebildet
wurde, die keinen Aufwand in der Abwicklung mehr darstellen, jedoch einen
Geldfluss nach sich ziehen. Über das Ergebnis der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
lässt sich daher augenblicklich noch nichts sagen, weil sich nicht
herausfiltern lässt, was auf zahlungswirksame Dinge und was auf Aufwand und
Ertrag entfällt. Herr Koch kann jedoch jetzt bereits mitteilen, dass das
Finanzergebnis besser, als in der Planung vorausgesehen, ausfallen wird, was seiner
Auffassung nach auch damit zusammen hängt, dass Rückstellungen für Hoch- und
Tiefbaumaßnahmen nicht abgeflossen sind.
Herr Thielmann möchte wissen, warum die Eröffnungsbilanz 2008 noch nicht steht.
Herr Koch erklärt, dass die Eröffnungsbilanz 2008 im Mai 2008 eingebracht wurde,
was bereits ein halbes Jahr nach dem Stichtag war. Nachdem dies geschehen war,
hat das Rechnungsprüfungsamt sich mit der Prüfung der Einzelpositionen befasst,
wobei sich viele "Macken" aufgetan haben, die nachzubessern sind. Diese
Nachbesserung ist nicht mit der nötigen Energie und Zeitnähe angegangen worden,
so dass man derzeit noch nicht weiter ist, als man zum Zeitpunkt der
Einbringung war. Viele Dinge, die nicht richtig sind und nachgebessert werden
müssen, sind bekannt und man wartet auf Verschiedenes, wie z. B. Gebäude- und
Grundstücksbewertungen. Diese benötigt man, um überhaupt mit der
Eröffnungsbilanz vorankommen zu können, weil sie den Schwerpunkt der kritischen
Positionen darstellen.
Herr Dr. Ramrath stellt weiter die Frage, ob dieser Rückstand für
die Erstellung der Eröffnungsbilanz 2008 und somit auch des Jahresabschlusses
2008 die Haushaltsplanung 2009 gefährdet, weil der Jahresabschluss 2008 die
Basis hierfür darstellt.
Dies ist nie - auch rein rechtlich nicht - der
Fall gewesen, teilt Herr Koch mit. Hielte man sich an die rechtlichen
Rahmenbedingungen, so wäre Ende 2008 der Plan für 2009 zu beschließen gewesen,
damit dieser hätte am 01.01.2009 in Kraft treten können. Zu diesem Zeitpunkt
ist es jedoch nicht möglich, dass die Ergebnisse aus 2008 vorliegen, weil das
Jahr noch nicht einmal beendet ist. Er führt weiter aus, dass man diese
Situation immer schon gehabt habe.
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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49,7 kB
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