01.07.2004 - 15 Strukturreform WFG
Grunddaten
- TOP:
- Ö 15
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 01.07.2004
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Vorlage:
-
0320/2004 Strukturreform WFG
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
- Bearbeitung:
- Jürgen Reiß
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung
des Diskussionsergebnisses:
Herr
Thielmann
regt an, den Beschluss unter Punkt 2 im ersten Satz um die Worte für das Jahr
2005 mit 1 Mio. Euro und am Ende um den Satz Diese Zuschußhöhe wird jährlich
um 50.000 Euro abgesenkt zu ergänzen. Man könne sich in diesem Umfang eine
Bezuschussung nicht leisten und hierdurch werde der Konsolidierungsdruck
aufrecht erhalten.
Herr Riechel hält die
Strukturreform der WFG für eine gelungene Sache. Einzige Ausnahme sei die
Konstellation in der Haftungsfrage. Es könne nicht sein, dass die privaten
Anteilseigner nicht entsprechend ihrer Anteile in die Haftung genommen werden
können.
Herr Dr.
Schmidt entgegnet zu dem angesprochenen Webfehler, dass es schwierig sei,
überhaupt entsprechende Gesellschafter zu finden, die bereit seien,
Verantwortung zu übernehmen.
In
einem zweiten Punkt spricht er die finanzielle Ausstattung an. Vor vier Wochen
habe die FDP-Fraktion eine erste Lesung beantragt und jetzt höre er zum ersten
Mal davon, dass hier ein Konsolidierungsbetrag festgeschrieben werden solle. Er
sei gerne bereit und habe dies für die Vergangenheit ja wohl auch bewiesen
Konsolidierungsbeiträge zu leisten. Diese müssen jedoch seriös ermittelt
werden. Mit dem Beschlussvorschlag werde erreicht, dass ein jährlicher Zuschuss
durch Vorlage des Wirtschaftsplanes mit der Stadt zu verhandeln sei. Für das
Jahr 2005 könne man die entsprechende Ausgangsbasis und die Zielsetzung
festschreiben und im Rat beschließen lassen.
Herr
Dr. Schmidt
bittet um Einverständnis, so zu verfahren.
Zum
Thema Stadtmarketing äußert er der Auffassung, dass die Aussage, die
Herausnahme des Standortmarketings aus dem Stadtmarketing spare Kosten, nicht
zutreffend sei.
Herr
Gerbersmann weist darauf hin, dass derzeit viele Akteure Marketing
für die Stadt betreiben. Da man das Geld nicht vermehren könne, müsse man
zukünftig über eine effektivere Struktur nachdenken.
Sicherlich sei
dies kein Thema für die Kommunalwahl, aber nach der Wahl sollte hier eine
Bündelung initiiert werden.
Herr Demnitz möchte
wissen, ob die neuen Gesellschafter aufgrund der neuen Struktur auch
dabeibleiben werden. Darüber hinaus habe man seiner Ansicht nach die
Möglichkeit, private Gesellschafter mit hineinzunehmen. Dies gelte insbesondere
für den Fall einer sinnvollen Aufgabenerweiterung. Wenn Private bei neuen Ideen
auch gleich zur Kasse gebeten werden, werde es aus diesem Bereich wohl kaum
innovative Ideen geben. Deswegen sei es fraglich, ob eine solche Struktur immer
richtig sei.
Herr Dr.
Schmidt entgegnet, dass nur noch wenige Prozente zu vergeben seien, weil bereits
ein Querschnitt durch die Hauptbranchen Dienstleistung, industrielle Produktion
und Informationstechnologie innerhalb der Gesellschafterversammlung
festzustellen sei. Er wünsche sich noch ein Logistikunternehmen, das ebenfalls
eine Beraterfunktion habe solle.
Ein weiterer
Aufgabenschwerpunkt werde die Standortsuche für die Industrie sein.
Wünschenswert seien vor allem Weiterbildungsmodule im E-Learning-Bereich.
Konkrete Beispiele lassen sich zur Zeit nicht anführen.
Herr Demnitz fragt nach,
was passiert, wenn ein Gesellschafter eine neue Idee habe. Er möchte wissen, ob
dann alle Privaten zustimmen müssen.
Herr
Dr. Schmidt
entgegnet, dass gute Ideen meistens mehrheitsfähig seien.
Herr Horn ergänzt, dass
einfache Angelegenheiten von der Geschäftsführung entschieden werden. Derzeit
liege ein komplizierter Fall vor, der kritisch gesehen werde und deswegen tage
der Aufsichtsrat.
Herr Dr.
Ramrath meint, dass man zwischen Ideen unterscheiden muss, die die tagtägliche
Arbeit beeinflussen. Wenn solche Ideen vorliegen müssen diese auch
wirtschaftlich sein. In der Vergangenheit habe es oft Tätigkeitsfelder gegeben,
die leichtfertig hinzugefügt worden seien, ohne vorher auf ihre
Wirtschaftlichkeit überprüft zu werden. Deswegen habe man sich darauf
verständigt, dass die Eröffnung von neuen Geschäftsfeldern eine Rückkopplung
durch der Rat erforderlich mache.
Herr Thielmann hält die
Betreuung der Unternehmen am Standort für einen wesentlichen Teil der Arbeit
der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Deswegen bitte er Herrn Dr. Schmidt und
den hauptamtlichen Geschäftsführer sich dieser Aufgabe mit Nachdruck zu widmen,
damit die Unternehmen sich nicht den mit Gewerbeflächen gesegneten
Umlandgemeinden zuwenden.
Herr Dr.
Schmidt entgegnet, dass jeder anhand der halbstündlichen
Arbeitszeitaufschreibungen feststellen könne, wo die Geschäftsführer ihre
Aufgaben wahrnähmen.
Herr Riechel hält die
Konstruktion nach wie vor für etwas unglücklich, denn selbstverständlich
profitieren die einzelnen Gesellschafter z.B. an den ausgewiesenen Baugebieten,
so dass auch eine gemeinsame Verantwortung aller Gesellschafter übernommen
werden müsse.
Beschluss:
1.
Der
Rat nimmt den Bericht über die Entwicklung der Strukturreform der
Wirtschaftsförderung Hagen GmbH zur Kenntnis.
2.
Der
Rat beschließt, die Wirtschaftsförderung Hagen GmbH mit den in der Anlage 1
genannten Aufgaben zu betrauen und entsprechend dem dargestellten Gesamtumfang
kostendeckend zu bezuschussen. Gemäß § 4 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages der
WFG ist die Zusage der Stadt Hagen über den Zuschuss jeweils mit Vorlage eines
Wirtschaftsplanentwurfes einzuholen. Zur Erhöhung der Transparenz ist dieser
entsprechend aufgabenbezogen zu gliedern.
3.
Die
Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Wirtschaftsförderung Hagen GmbH auf
dem Gebiet der Flächenvermarktung und der allgemeinen Bau- und
Erweiterungsberatung für Gewerbe und Industrie erfolgt in der in der Anlage 2
dargestellten Form.
