10.12.2008 - 8 Bestandssituation des Schwarzwildes in Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Sitzung:
-
Sitzung des Landschaftsbeirates
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Mi., 10.12.2008
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Heicappell führt zu diesem Thema aus, der Klimawandel, einhergehend
mit guten Mastjahren und wenigen kalten Wintern, hätten die Populationsgrößen
des Schwarzwildes stetig anwachsen lassen. Da die Lebensräume bis in Stadtrandnähe
reichen, tauchen u.a. in Dauerkleingartenanlagen Wildschweine auf oder es entstehen
unfreiwillige Begegnungen mit Spaziergängern.Bejagungen würden vorgenommen,
seien aber nicht immer erfolgreich, da diese Tierart den Standort häufig
wechselt. Wildschweinrotten werden durch anführende Leitbachen zu
funktionierenden Sozialverbänden zusammengefügt, die sich erst nach Verlust dieser
Leittiere auflösen und so Schäden besonders in der Landwirtschaft anrichten. Schwarzwild
ziehe sich, wie auch anderes Wild, bei Störungen rechtzeitig zurück, so dass
von keiner Gefahr für Spaziergänger auszugehen
sei. Unangeleinte Hunde jedoch, die eine führende Bache „aufmischten“,
hätten in der Vergangenheit zu Konflikten geführt.
Herr Hilker ergänzt den Beitrag. Das Stadtgebiet Hagen mit 16.000 ha
Fläche habe 10.000 ha bejagdbares Gebiet wie Wald oder landwirtschaftliches
Nutzland. Die Flächen seien in 50 Jagdbezirke aufgeteilt, wovon die Hälfte
Eigenjagdbezirke seien. Insgesamt würden jährlich rd. 200 Sauen erlegt. Klagen
gäbe es zumeist in Flächen, wo nicht geschossen werden darf. Das Schwarzbild
sei hervorragend anpassungsfähig und würdedurch den Mehranbau von Energiemais
so gut ernährt, dass die Geschlechtsreife früher einsetze. Die Bestände verdreifachten.sich
in 1 Jahr.
In der folgenden Diskussion wird
über die von Menschen verursachten Gründe von Überpopulationen und das
Verhindern derselben gesprochen.
