17.04.2008 - 3 Berichte aus den Ausschüssen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Sitzung:
-
Sitzung des Integrationsrates
- Datum:
- Do., 17.04.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:30
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Kumas berichtet aus dem Sportausschuss, es sei bemängelt worden,
dass die Vorlage zum gesamtstädtischen Integrationskonzept nicht zur Diskussion
im Sportausschuss vorgesehen war. Sie werde nun auf die nächste Tagesordnung
gesetzt.
Herr Kilic berichtet über die gemeinsame Sitzung von Polizeibeirat und
Integrationsrat am 8. 4. 2008. Neue Erkenntnisse zum Fall Adem Özdamar, der im
Polizeigewahrsam ins Koma gefallen und dann verstorben ist, gab es nicht. Nach
Herrn Kilics Einschätzung hat die gemeinsame Sitzung und die daran
anschließende gemeinsame Presseerklärung aber geholfen, die Stimmung zu
bereinigen. Der Fall Özdamar wird von der Staatsanwaltschaft Dortmund
untersucht. Der Landesinnenausschuss hat sich mit der Angelegenheit befasst,
Amnesty International stelt Nachforschungen an. Herr Kilic ist sicher, dass die
Angelegenheit objektiv aufgeklärt wird.
Polizei und Migranten in Hagen sollten künftig mehr aufeinander zugehen.
In diesem Zusammenhang wurde auch die Einladung an den Integrationsrat
ausgesprochen, die Arbeit in der Leitstelle der Polizei einmal kennenzulernen
und in engeren Kontakt zu den Beamten zu kommen. Von den angebotenen Besuchsterminen
(siehe Mitteilungen!) wird der 7. 5. 2008 ausgewählt. Es ergeht eine gesonderte
Einladung.
Weiter berichtet Herr Kilic über die letzte Sitzung des
Sozialausschusses, in der über Liefersperren des Energieversorgers Mark E für
säumige Zahler, das Rückkehrmanagement für Asylbewerber sowie über das
gesamtstädtische Integrationskonzept diskutiert wurde. Die Einführung eines
Sozialtarifes wird von der Mark E abgelehnt, die Maßnahme des
Rückkehrmanagements soll auf Empfehlung des Sozialausschusses für 1 Jahr
fortgeführt werden und das gesamtstädtische Integrationskonzept wurde lediglich
als erste Lesung betrachtet.
Im Seniorenbeirat, so Herr Kilic weiter, wurde angeregt, dass ein
Seniorenkonzept für Migranten erarbeitet werden soll. Im Sportausschuss, an dem
Herr Kilic ebenfalls teilgenommen hat, wurde zum Einen vorgeschlagen, das
gesamtstädtische Integrationskonzept zu beraten, zum Anderen wurde bemängelt,
dass zur Ehrung durch den Stadtsportbund keine Sportler mit
Migrationshintergrund vorgeschlagen waren. Herr Kilic wünscht sich, dass
zukünftig von den Migrantensportvereinen mehr solche Sportler zur Ehrung
vorgeschlagen werden.
Herr Oberste – Berghaus stellt fest, dass Migrantenvereine kaum in
die Öffentlichkeit gehen und führt das darauf zurück, dass die
Vereinsmitglieder und die Vorstände nicht ausreichend geschult sind im Umgang
mit deutschen Verwaltungen, Selbstorganisationsgremien und der Presse; und dass
sie fast nichts unternehmen, um sich untereinander zu vernetzen. Allein die
Tatsache, dass eventuelle Schreiben des Sportamtes oft ungelesen und unbeantwortet
bleiben, zeige schon dass hier eine Hilfestellung in Form einer Schulung gegeben
werden müsse.
Herr Öztaskin nimmt Bezug auf die Sitzung mit dem Polizeibeirat und regt
an, dass künftig ein Mitglied des Integrationsrates in den Polizeibeirat
entsandt werden soll.
Herr Kühn stellt dar, dass zu Zeiten des Ausländerbeirates schon einmal
die Initiative im Hinblick auf Entsendung eines Mitgliedes in den Polizeibeirat
ergriffen wurde. Ergebnis damals war, dass dies aus satzungsrechtlichen Gründen
nicht möglich war.
Herr Oberste- Berghaus regt an, dass sich, sollte die Entsendung eines
Mitgliedes nicht möglich sein, eines der Ratsmitglieder, die im Integrationsrat
und im Polizeibeirat vertreten sind künftig als Mittler zwischen den Gremien
verstehen sollte. Dies erfordere Fingerspitzengefühl wegen der
„Nichtöffentlichkeit“ der Informationen, sei aber machbar.
