28.10.2008 - 2 Bericht des Betriebsleiters
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Sitzung:
-
Sitzung des Betriebsausschusses GWH
- Gremium:
- Fachausschuss Gebäudewirtschaft
- Datum:
- Di., 28.10.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Weber eröffnet die Sitzung und begrüßt
alle Anwesenden.
Herr Kliewe berichtet, dass es nach den
Renovierungsarbeiten, die im Zuge des Brandes der Realschule Heinrich Heine
notwendig gewesen seien, seitens der Schule zu Beschwerden wegen
Geruchsbelästigungen gekommen sei. Messungen von Gutachtern hätten keine
Belastung durch Schadstoffe ergeben. Die Geruchsbelästigung ist auf Ausdünstungen
des Bodenbelages zurückzuführen. Die Ursache liegt produktbedingt beim
Hersteller des Bodens, der somit auch für die entstehenden Kosten aufkommen
muss. Die Empfehlung des eingeschalteten Gutachters lautet, diese leicht
flüchtigen Stoffe durch Beheizen der Räume und durch intensives Querlüften in
ihrer Konzentration abzusenken. Nach heutigem Stand ist zwar die Konzentration
allgemein zurückgegangen, hält sich aber vereinzelt noch über dem Grenzwert. Sollte
innerhalb eines Zeitfensters die Konzentration nicht abgesenkt werden können,
muss gegebenenfalls der Boden getauscht werde.
Frau Rachor-Ebbinghaus ergänzt hierzu, dass
es sich hierbei um VOC handele. VOC umschreibe gas- und dampfförmige Stoffe, hierzu
gehören unter anderem auch Lösemittel, Flüssigkeitsbrennstoffe und synthetisch
hergestellte Stoffe. Der ausgelegte Kautschukboden sei aus synthetischen
Stoffen hergestellt. Die ausführende Firma habe zum Zeitpunkt der Ausschreibung
die Datensicherheitsblätter vorweisen können. Dies belägen auch Messungen, da
die Werte nicht in jedem Raum die Grenzwerte erreichen würden. Der Gutachter
weise in seinem Gutachten darauf hin, dass die gas- und dampfförmigen Stoffe
durch starkes und intensives Lüften beseitigt werden könnten jedoch nicht
nachzuweisen sei, in welchem Zeitraum.
Frau Rachor-Ebbinghaus informiert, dass die
GWH noch am
Frau Priester-Büdenbender macht an dieser Stelle
darauf aufmerksam, dass die erhöhten Energiekosten auch dem Lieferanten in
Rechnung gestellt werden sollen.
Auf Frage von Herrn Weber, ob bei
Grenzwerten, die um ein doppeltes überschritten seien, der Verdacht bestünde,
dass diese Stoffe krebserregend seien, antwortet Frau Rachor-Ebbinghaus,
dass diese Frage bereits an das Gesundheitsamt weitergeleitet worden sei.
Herr Weber möchte an dieser Stelle noch einmal darauf
hinweisen, dass falls die Grenzwerte mehr als das doppelte überschritte worden
seien, sei es dringend notwendig, einen „Notfallplan“ aufzustellen
und die Kinder für eine Übergangszeit in einem anderen Gebäude unterzubringen.
Frau Rachor-Ebbinghaus ergänzt hier, dass die
GWH im engen Kontakt zur Schule stünde. Hier seien Sofortmaßnahmen ergriffen
worden und man habe sich geeinigt, Räume, in denen die Grenzwerte überschritten
seien, für den Schulunterricht zu schließen.
An der darauffolgenden Diskussion beteiligten
sich Frau Neuhaus, Herr Romberg, Frau Priester-Büdenbender,
Frau Kramps und Frau Kurte.
Herr Kliewe berichtet, dass die Gemeindeprüfanstalt
(GPA) in Hagen 8 Verwaltungsgebäude, 68 Schulen untersucht habe. Hierzu
erläutert Herr Kliewe anhand einer Powerpoint Präsentation Auszüge aus
den Originalprüfbericht der GPA NRW 2008.
Herr Kliewe präsentiert anhand von Balkendiagrammen die
Personalausgaben GW je m² Bruttogeschossflächen (BGF), die Ausgaben der
Bauunterhaltung je m² BGF, die Wärmeenergie und den Verbrauch in KWh je m² BGF,
die Stromenergie in KWh je m² BGF, Wasser/Abwasser – in m³ je m² BGF, die
Ausgaben der Eigenreinigung je m² Reinigungsfläche (RF), die
Potenzialberechnung Gebäudereinigung, Eigen- und Fremdreinigung je m² RF, die
Ausgaben Hausmeisterdienste je m² RF, die Bewirtschaftungsausgaben je m² BGF,
das Flächenmanagement m² BGF VG je Verwaltungsmitarbeiter, Flächenmanagement m²
BGF Schule je Schüler (Grundschulen), Flächenmanagement m² BGF Schule je
Schüler (weiterführende Schulen), Potenzialberechnung zum Flächenverbrauch und
das GWH Potenzial (Flächenverbrauch + Bewirtschaftung). Zu den einzelnen Diagrammen
erläutert Herr Kiewe zu jedem einzelnen Punkt die Klassifizierung.
Insgesamt seien es ca. 75 % der sogenannten
Bereitstellungsimmobilen, die untersucht worden seien.
Auf Fragen von Herrn Lange, ob es zwischen
den Vergleichen der Kommunen gleiche Leistungen gäbe, antwortet Herr Kliewe,
dass es tendenziell möglich sei, aber man nie 1:1 vergleichen könne. Hagen läge
bei der Eigenreinigung unter den TOP 3, bei Eigen- und Fremdreinigung aber in der Reinigung pro m² der Berechnung im 3.
Segment.
Auf Frage von Herr Weber, ob die Beschlüsse
des Rates zur Optimierung der Gebäudewirtschaft die Zahlen des Berichtes der
GPA nicht mit eingeflossen seien, antwortet Herr Kliewe, dass dies
korrekt sei.
