26.02.2008 - 2 Bericht des Betriebsleiters
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Sitzung:
-
Sitzung des Betriebsausschusses GWH
- Gremium:
- Fachausschuss Gebäudewirtschaft
- Datum:
- Di., 26.02.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Kliewe erläutert
anhand einer Präsentation die Entwicklung der Energieverbräuche und deren
Kosten in den letzten 25 Jahren. Die Gemeindeprüfungsanstalt führe in den
kreisfreien Städten eine Überprüfung der Verbräuche durch; die Ergebnisse im
Städtevergleich lägen im März/ April vor.
Die Präsentation zeige die Verwendung von Energieträgern in ihrer
Entwicklung in den letzten 25 Jahren. Danach würden für den Energieverbrauch
Koks keine und Öl und Fernwärme nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Alternative Energieträger könnten noch nicht messbar dargestellt werden.
Hauptsächlich werde Gas in Hagen zur Erzeugung von Wärme genutzt.
Wenn man über alle Energieträger den Verbrauch der letzten Jahre
darstelle, so seien 1982 rd. 120 kwh und 2007 rd. 70 kwh/m² verbraucht worden.
Das bedeute eine Absenkung des Energieverbrauches um rd. 42 %. Herr Kliewe
führt aus, dass damit der Trend im Verbrauch eindeutig – trotz des
steigenden Flächenverbrauches – rückläufig sei. Das sei dadurch möglich gewesen, dass rd. 70
% der Immobilien auf die Gebäudeleittechnik der GWH aufgeschaltet seien und
einem strengen „Monitoring“ unterlägen. Weiterhin sei es wichtig,
nicht nur in die Bausubstanz zu investieren, sondern auch die technische
Gebäudeausstattung zur Überwachung der Energie mit zu berücksichtigen, damit
der Verbrauchstrend weiter anhalte. Wenn man in 2007 eine Heizfläche von rd.
500.000 m² unterstelle, läge der Verbrauch im Durchschnitt bei 140 kwh/m². Dies
sei eindeutig zu hoch. Herr Kliewe betont, dass mittelfristig die Marke
von 100 kwh/m² das Ziel sein müsse.
So erfreulich sich der Trend im Verbrauch darstellen ließe, umso
unerfreulicher sei die Entwicklung der Energiepreise. Für die Heizenergie habe
die Stadt Hagen in 2007 rd. 3,4 Mio. Euro ausgegeben.
Beim Wasser könne im Verbrauch ein ähnlicher Trend ausgemacht werden. Allerdings
sei in 2007 eine Leckage in einem Wasserrohr längere Zeit unbemerkt geblieben,
so dass 60.000 m³ mehr verbraucht worden seien. Unterstelle man einen
Wasserpreis incl. Abwasser von 4 €/m³, so läge die Mehrbelastung bei rd.
240.000 Euro. Herr Kliewe spreche sich dafür aus, diese sog. Schachtzähler, über die die
Hauptversorgung laufe, auf die Gebäudeleittechnik aufzuschalten. Der Stadt habe
man ein entsprechendes Angebot vorgelegt. Die Kosten für den Verbrauch an
Wasser hätten für die Stadt Hagen im Jahr 2007 bei 1.080.000 Euro gelegen.
Beim Stromverbrauch sei der Trend zu einem niedrigen Verbrauch am
wenigsten ausgeprägt. Da der Strom in erster Linie für Licht- und
Krafterzeugung eingesetzt werde, würde sich der Flächenzuwachs hier am
deutlichsten wiederspiegeln. Für den Verbrauch an Strom habe die Stadt Hagen
für das Jahr 2007 rd. 2,6 Mio. Euro aufgewendet.
Insgesamt hätten sich die Kosten für Energie einschließlich Wasser im
Jahr 2007 auf rd. 7 Mio. Euro belaufen. Das sei unter dem Niveau von 1982 und
somit ein positives Ergebnis. Alles in allem könne man feststellen, dass in
erster Linie kein „Verbrauchsproblem“ vorläge, sondern eher ein „Lieferantenproblem“.
Allerdings werde die Problematik dadurch verschärft, dass Energielieferverträge
in der Regel öffentliche Aufträge seien und in diesem Fall aufgrund der
Größenordnung sogar europaweit ausgeschrieben werden müssten.
Herr Weber regt an, dass
Energiecontracting, z. B. durch die GIV, Umweltabgaben einsparen könne. Herr
Kliewe nimmt die Anregung auf und teilt mit, er werde den Sachverhalt
prüfen.
Anlagen
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(wie Dokument)
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106,1 kB
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