06.11.2008 - 4 Sachstandsbericht Sanierung der Heinrich-Heine-...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Sitzung:
-
Sitzung des Umweltausschusses
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Do., 06.11.2008
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Elfi Paech
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Herr Dr. Bleicher erläutert, in der AG Schadstoff seien verschiedene
Probleme diskutiert und aufgrund des
Gutachtens von Herrn Dr. Kieper entschieden worden, dass keine besonderen
Maßnahmen vorzunehmen seien.
Herr Dr. Kieper erläutert die zeitlichen Abläufe der Untersuchungen
aufgrund der Geruchsbelästigungen im naturwissenschaftlichen Bereich der
Schule. Die Werte seien direkt nach der Renovierung jedoch im eher positiven
Bereich. Aufgrund auffälliger Styrolwerte sei eine intensive Lüftung im Sommer
empfohlen worden. Die Styrolwerte seien immer im Bereich der Vorsorge
angesiedelt, weder PCB- noch Formaldehydwerte seien festgestellt worden. Herr
Böhm vertritt die Auffassung, dass die Werte im absoluten Vorsorgebereich
liegen und außer einer regelmäßigen Lüftung kein weiterer Handlungsbedarf
bestehe. Auf die Frage von Herrn Erlmann, ob die Nutzung der Schule derzeit gefährlich
sei, antwortet Frau Dr. Sommer, die geschilderten gesundheitlichen Probleme
können nicht zugeordnet werden, zumal die Werte sich nicht von Messwerten in
Privathaushalten abheben. Frau
Rachor-Ebbinghaus führt aus, die verarbeiteten Materialien seien für alle
Gewerke wie vergeben eingesetzt worden. Frau Priester-Büdenbender sieht
grundsätzlich eine positivere Einschätzung als im Werksausschuss GWH, hinterfragt jedoch die im Sekretariatsbereich
auftretenden erheblichen Probleme. Herr Dr. Kieper erläutert, das Sekretariat
sei anders ausgestattet, leicht erhöhte Werte könnten möglicherweise durch
Mobiliar oder Boden verursacht sein. Auf die Frage von Frau Kuschel-Eisermann
erläutert Frau Dr. Sommer, die dargestellten gesundheitlichen Beschwerden wie
Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Nierenschmerzen könne sie sich nicht
erklären, ggf. könne ein toxikologisch geschulter Fachmann eher eine Bewertung
durchführen. Frau Priester-Büdenbender
erklärt daraufhin, sie erwarte, aus Gründen der
Gesundheitsprävention, einen Toxikologen
anzufordern. Herr Dr. Kieper betont nochmals, man bewege sich im Bereich einer hygienischen Betrachtung, im Sekretariat
liegen die Bereiche über den Geruchsschwellen. Herr Warmeling hinterfragt
Messbedingungen, Kontrollmessungen, den Sammelparameter VOC und Erkenntnisse
der Wirkung von Styrol. Frau Dr. Sommer erläutert, in den hier gemessenen
Werten seien keine Wirkungen bekannt. Herr Dr. Kieper erklärt die Messbedingungen.
Frau Rachor-Ebbinghaus erläutert aufgrund des von Frau Kuschel-Eisermann
angesprochenen Vergleiches zur Wesselbachschule, dass ein Vergleich nicht
gezogen werden könne und erklärt
ausführlich die vom Hausmeister täglich durchzuführenden Lüftungen. Frau Dr.
Sommer und Herr Dr. Kieper halten einen Einsatz eines Toxikologen nicht für
sinnvoll und erforderlich. Daraufhin stellt Herr Erlmann dem Gremium die Frage,
ob diese Antwort ausreichend sei. Frau Dr. Sommer bietet an, mit jedem
Einzelfall zu sprechen. Frau Rachor-Ebbinghaus führt aus, die Schulleitung sei
vertreten, alle Betroffenen seien stetig eingebunden worden. Herr Dr. Kieper vertritt die Ansicht, mit einer
weiteren Messung eher 4 Wochen warten zu wollen, um Veränderungen
festzustellen. Herr Erlmann bittet die Verwaltung, die Probleme auch im
Sekretariatsbereich weiter nachzuhalten und Ergebnisse dem Ausschuss
vorzulegen. Herr Dr. Bleicher bekräftigt, dass unmittelbar gehandelt werde,
sofern Verschlechterungen auftreten, um Gesundheitsprobleme auszuschließen.
Eine Vertreterin der Schulleitung erhält die Gelegenheit, den Mitgliedern
des Umweltausschusses die Problematik und Beschwerden zu schildern und bittet,
aufgrund der trotz ständiger Lüftung zunehmenden Beschwerden, eine Kernbohrung
und toxische Untersuchungen durchzuführen.
Herr Erlmann schlägt vor, dem Schulverwaltungsamt zu empfehlen, einen
Toxikologen einzuschalten und zu beauftragen. Frau Rachor-Ebbinghaus muss sich
dazu mit dem Hausherrenamt kurzschließen. Auf Bitte von Herrn Erlmann nimmt
Frau Rachor-Ebbinghaus direkt Kontakt zu Herrn Dr. Schmidt auf und teilt mit, Herr Dr. Schmidt stimme einer
Kernbohrung zu, Herr Dr. Kieper werde die Analyse vornehmen, die Ergebnisse
werden in den nächsten Sitzungen des UWA
und des Schulausschusses vorgestellt.
Gegen diese Vorgehensweise bestehen keine Bedenken.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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25,4 kB
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