28.08.2008 - 7 Raumordnungsverfahren zur geplanten Erdgastrans...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Sitzung:
-
Sitzung des Umweltausschusses
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Do., 28.08.2008
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Martin Bleja
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Warmeling betont, es handele sich um einen gewaltigen Eingriff, bei
dem er Bedenken habe. Für Frau Priester-Büdenbender sind weitere Informationen
unabdingbar, daher könne sie den Punkten
1. und 2. des Landschaftsbeirates folgen. Herr Dr. Strähler erläutert, bei dem
Raumordnungsverfahren handele es sich um die Vorstufe zum
Planfeststellungsverfahren. Aufgrund der kurzen Fristsetzung durch die
Bezirksregierung sei die
Ratsentscheidung nicht mehr abzuwarten gewesen, so dass die Stellungnahme bereits
vorbehaltlich der Zustimmung des Rates abgegeben worden sei. Diese
Stellungnahme könne ggf. um mögliche Bedenken ergänzt werden. Herr Dr. Braun erläutert
die Intention des Landschaftsbeirates, mitdiskutieren zu wollen und landschaftsschonende
Möglichkeiten zu finden. Frau Priester-Büdenbender ist verärgert darüber, dass
die Verwaltung auf Nachfrage über die Ferngasleitung in der vorletzten Sitzung
der BV keine Information geben konnte. Es sei fraglich, ob das geplante
Feuerwehrgerätehaus in Dahl dann noch gebaut werden könne. Darüber hinaus sei
zu hinterfragen, Gasleitungen nebeneinander zu legen, um den Flächenverbrauch
zu minimieren. Herr Dr. Strähler betont,
in dem anstehenden Verfahren werde der
Korridor festgelegt, Detailfragen seien in diesem Stadium nicht beantwortbar.
Herr Dr. Bleicher betont, das Verfahren sei kurzfristig eingegangen, so dass
die Abfolge der politischen Beratungen nicht immer mit eingebunden werden
könnten. Herr Dr. Bleicher schlägt vor, den Vorhabenträger in eine der nächsten
Sitzungen einzuladen, um Fragestellungen zu diskutieren und Anregungen zu
machen. Herr Sondermann ist sichtlich erbost darüber, wie mit dem Umweltausschuss
umgegangen werde und stellt den Antrag auf Nichtbefassung. Herr Grzeschista stellt fest, bereits im November
2007 sei die Stadt Hagen zur Vorstellung des Verfahrens eingeladen worden.
Bereits im April d. J. seien bereits Grundeigentümer zwecks Zustimmung
angeschrieben worden, so auch die Stadt Hagen. Auch der Umweltausschuss müsse
die Möglichkeit haben, eine eigene Stellungnahme oder Vorschläge einzubringen.
Die geplante Trasse tangiere Gebiete, in denen Schlingnattervorkommen zu
schützen seien. Herrn Breddermann fehlt die Darstellung von Alternativen zur
Auswahl für die Politik. Herr Dr. Braun teilt auf Frage von Frau Neuhaus mit,
die Trasse verlaufe in Teilen parallel zu der WINGAS-Trasse; im FNP sei eine
Trasse für Gas eingearbeitet, diese verlaufe jedoch nicht so gradlinig.
Herr Erlmann fasst zusammen, die Stellungnahme der Stadt Hagen sei
bereits abgegeben. Der Umweltausschuss wolle deutlich machen, mit beteiligt
werden zu wollen. Die Punkte 1. und 2. des Landschaftsbeiratsbeschlusses werden
übernommen.
Beschluss:
Der Umweltausschuss nimmt zur Kenntnis, dass die Stellungnahme der Stadt
Hagen bereits abgegeben wurde.
Der Umweltausschuss macht deutlich, vor Abgabe von Stellungnahmen mit
beteiligt werden zu wollen.
1.
Der
Umweltausschuss empfindet es als Zumutung, dass innerhalb der kurzen Frist über
die Trassenvariante ohne ausreichende Detailinformationen entschieden werden
soll.
2.
Es ist näher
zu begründen, warum andere Trassenalternativen außerhalb und innerhalb von
Hagen nicht inhaltlich vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden.
