12.06.2008 - 5 Luftreinhalteplan Hagen 2008
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Sitzung:
-
Sitzung des Umweltausschusses
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Do., 12.06.2008
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- VB4 Vorstandsbereich für Recht, Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Bürgerdienste und Umwelt
- Bearbeitung:
- Fred Weber
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Dr. Bleicher erläutert auf die Anfrage von Herrn Warmeling, die
Arbeitsgruppe sei von der Bezirksregierung eingesetzt worden, alle wesentlichen
Eckpunkte seien in der Vorlage enthalten und dargestellt. Die Ergebnisse aus
den Messungen und der Machbarkeitsstudie seien eingeflossen. Frau
Kuschel-Eisermann begrüßt ausdrücklich die Vorlage, weist darauf hin, dass eine
Umweltzone nicht möglich sei und erwartet 2010 einen Bericht zur Lage. Frau
Kuschel-Eisermann bezieht sich auf den Luftreinhalteplan Hagen 2008 (LRP) und
fragt zu Punkt 12, ob und wann eine Beratung stattfinde. Darüber hinaus sollen
den Bürgern weitergehende Infos zu energiesparendem Verhalten zugänglich
gemacht werden und der Punkt 18 solle möglichst durchgeführt werden.
Herr Warmeling kritisiert die fehlende Möglichkeit der Befragung der
Gutachter. Die Messungen seien als Fehlweg und Verzögerung zu sehen. Der LRP
enthalte außer der dynamischen Verkehrslenkung und des LKW-Vorrangnetzes
–mit dem Problem des Befolgungsgrades- wenig Neues. Es finde keine
Entlastung der Wehringhauser Straße statt, darüber hinaus verlasse man sich auf
die Bahnhofshinterfahrung. Herr Warmeling ist mit der Vorlage nicht
einverstanden und spricht den Konflikt Angebotserweiterung des ÖPNV (Punkt 16)
und Sparvorschläge des Mentors an. Herr Grzeschista empfindet die Einrichtung
einer Umweltzone als einfachere Lösung und beantragt, den Beschlusszusatz der
BV Eilpe/Dahl zu übernehmen. Herr Pieper erachtet die Vorlage derzeit als
ausreichend, beklagt jedoch, dass die Umsetzung von EU-Recht nicht durch den
Bund übernommen werde. Grundsätzlich könne auch aus Fehlern anderer Gemeinden gelernt
werden. Die Hoffnung dürfe nicht nur auf die Bahnhofshinterfahrung gesetzt
werden. Das LKW-Vorrangnetz bringe Störungen in andere Bereiche. Eine
Umweltzone sehe er aus Gründen der Kosten, der Befolgungsrate und möglicher
Ausnahmeregelungen skeptisch. Herr Schumacher erläutert, die IHK organisiere im
August und September Informationstermine. Hinsichtlich der
Bahnhofshinterfahrung werden die Ratsbeschlüsse Bestandteil der Planungen sein,
die Wehringhauser Straße werde entschärft, wenn mindestens ein Abschnitt gebaut
werde. Ansatz sei, dem Fremdverkehr/Güterverkehr andere Wegeführungen
anzubieten, damit die jeweils nächste Autobahnabfahrt genutzt werde. Auch die
Wirtschaft wolle sich dafür einsetzen, Problem sei jedoch die Ausschilderung an
den Autobahnen. Hinsichtlich der Einsparungen beim ÖPNV sei noch nichts
beschlossen. Herr Schumacher betont, keine Einzelmaßnahmen sondern Maßnahmenbündel
durchführen und die Maßnahmen fortschreiben zu müssen. Herr Breddermann spricht
Grenzwertverschärfungen und Hintergrundbelastungen an. Herr Breddermann fragt
nach der rechtlichen Bedeutung, den Beschlussvorschlag zur Kenntnis zu nehmen. Herr
Dr. Bleicher erläutert, die Ergebnisse der Messungen seien wesentlicher Bestandteil
des Konzepts. Die begrenzt möglichen Maßnahmen seien nur in einem Maßnahmenbündel
erfolgreich. Es sei daran zu arbeiten, dass der
ÖPNV in der Innenstadt attraktiv bleibe. Da die Bezirksregierung den LRP
aufstelle, bleibe hier nur die Kenntnisnahme. Herr Flack spricht das Problem
der geringen Befolgungsrate an, so dass es keine Minderungseffekte gebe, die
Königsmaßnahme sei die Umweltzone. Ein langfristiger Misserfolg sei bereits
jetzt absehbar. Frau Kuschel-Eisermann beantragt folgende Beschlussergänzung: der
Umweltausschuss beschließt, dass die 18 Punkte des Luftreinhalteplans zügig
umgesetzt werden und die erforderlichen Gelder dafür freigegeben werden. Herr
Dr. Bleicher äußert keine Bedenken, die beiden Zusatzbeschlüsse umzusetzen. Herr
Warmeling spricht die Problematik der Sperrung von Bedarfsumleitungen an. Herr
Schumacher führt aus, die Bedarfsumleitung der A 1 sei geändert worden. Durch
die Bahnhofshinterfahrung und die Minimierung des LKW-Verkehrs werde der
Graf-v.-Galen-Ring um 40% entlastet.
Frau Priester-Büdenbender lässt über den Beschlussvorschlag
einschließlich der beiden Ergänzungsanträge abstimmen.
Beschluss:
Der Umweltausschuss
empfiehlt dem Rat, folgenden Beschluss zu fassen:
Der Rat nimmt die Vorlage der Verwaltung zur Kenntnis.
Der Rat beauftragt die Verwaltung im Hinblick auf die verkehrlichen
Maßnahmen das Einvernehmen i.S.d. § 47 Abs. 2 BImSchG zu erklären.
Zusatz:
Der Umweltausschuss stimmt der Vorlage nur unter der Prämisse zu, dass
die Bahnhofshinterfahrung gebaut wird, da ansonsten der Luftreinhalteplan ad
absurdum geführt würde.
Der Umweltausschuss beschließt, dass die 18 Punkte des
Luftreinhalteplans zügig umgesetzt werden und die erforderlichen Gelder dafür
freigegeben werden.
Anlagen zur Vorlage
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