14.10.2008 - 2 Stadtumbau West - Bericht der Verwaltung -
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Di., 14.10.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Grothe verweist nochmals auf das bereits
unter Mitteilungen erwähnte Schreiben der Bezirksregierung, auf welches die
Stadt nun seit ca. viereinhalb Monaten warte. Zu einigen der genannten
Maßnahmen lägen Bewilligungsbescheide vor und könnten auch durchgeführt werden.
Hinsichtlich der Maßnahmen Frankfurter Straße 24 sowie der Volmekniebrücke sei
jedoch darum gebeten worden, diese zurückzustellen, da noch weitere
Überprüfungen erforderlich seien. Zur Volmekniebrücke sei sogar eine Alternativlösung
angesprochen worden, die aber in Hagen nicht bekannt sei. Auch auf die Herrichtung
des Grünstreifens rechts der Volme solle verzichtet werden und wird auch als
überflüssig bezeichnet. Dieses Schreiben habe man mit Verwunderung zur Kenntnis
genommen und nach Abstimmung mit dem Rechtsamt habe man diesem informellen
jedoch keinen Bescheidcharakter zugebilligt. Es müsse nun überlegt werden, wie
mit diesem Schreiben umzugehen sei. Er habe mit den beiden
Bezirksbürgermeistern Mitte und Eilpe/Dahl abgestimmt, von dieser Seite
nochmals ein Schreiben an die Bezirksregierung zu richten, um zu klären, was
jetzt mit den einzelnen Maßnahmen in ihren Stadtbezirken passiere. Es müsse
sichergestellt werden, dass durch die jetzt auftretende Verzögerung nicht der
Fall eintrete, dass die bereits bewilligten Zuschüsse verloren gingen. Auch
sollte Klarheit geschaffen werden, dass es entweder weiter gehe oder alles
beendet würde. Leider würde von Seiten der Bezirksregierung auf Nachfragen der
Stadt keine Stellung genommen.
Herr Meier hält die gesamte Vorgehensweise der
Bezirksregierung auch auf Grund der vorliegenden Bescheide für überraschend und
kaum mehr nachvollziehbar. Er bitte die Verwaltung in Gesprächen mit Arnsberg
darauf zu drängen, dass die Mittel nicht in diesem Jahr verfielen und evtl.
sogar auf das nächste Jahr übertragen werden müssten. Er sehe die Haltung der
Bezirksregierung als Versuch an, die Projekte verfahrenstechnisch zu verhindern.
Herr Wölm berichtet über eine durchgeführte
Begehung der leerstehenden Gebäude der Firma Wippermann im September dieses
Jahres. Hier seien auch Vertreter der Bezirksregierung anwesend gewesen. Es sei
ausschließlich über die Gebäude gesprochen worden und in keiner Weise über die
geplante Brücke. Dies sei bei allen anderen Beteiligten an diesem Termin, auch
Mitgliedern der Bürgerstiftung auf Unverständnis und Verärgerung gestoßen. Aus
diesem Kreis sei ein Schreiben an Arnsberg gerichtet worden, um den Sachverhalt
aus der Begehung richtig zu stellen und der Verärgerung Ausdruck zu geben.
Herr Oberste-Berghaus hält es für eine Zumutung,
dass die Stadt hier Jahre lang plane und dann würde alles in Frage gestellt.
Hier müsse jetzt entsprechend reagiert und um eindeutige Bestätigung der
weiteren Vorgehensweise gebeten werden.
Herr Dr. Ramrath rät davon ab, zusätzliche
Schärfe in die Auseinandersetzung zu bringen. Derzeit seien zu viele Dinge mit
der Bezirksregierung abzuarbeiten. Der Stadtumbau sei nicht das wichtigste
Projekt. Was die Frankfurter Straße 24 und die Volmekniebrücke beträfe, sollte
in Ruhe ausdiskutiert werden.
Herr Schäfer möchte eine der letzten Chancen
ergriffen wissen, dass in diesem Bereich beider Stadtteile noch etwas passiere,
solange es Bewilligungen gebe. Er halte wie viele Beteiligte die Reaktion der
Bezirksregierung für nicht mehr nachvollziehbar.
Frau Suda spricht den Bereich Frankfurter Straße
24 an, für den ihrer Ansicht nach Straßenfläche, Spiel- und Bolzplatz sowie
jetzt ein Aldi-Markt geplant sei und
dies obwohl dort ein Wohnhaus, zwar entmietet aber noch in Takt, bestehe. Sie frage sich, was dort trotz aller Einwände
geschehe.
Herr Gläser führt aus, dass dieses Haus auf Grund
vorhandener Beschlüsse entmietet worden sei. Dort sei ein Spiel- und Bolzplatz
geplant, der auch genau dort für Jugendliche sinnvoll sei. Falls dort wieder
Mieter einziehen würden, entständen Ansprüche, die möglicherweise einklagbar
seien. Dies könne nicht im Sinne der Stadt sein. Das Vorgehen der
Bezirksregierung halte auch er für nicht mehr nachvollziehbar.
Herr Grothe erläutert den derzeitigen
Planungsstand mit einem rechtsverbindlichen Bebauungsplan, der im Bereich der
Frankfurter Straße 24 eine Grünfläche ausweise. Hier solle auf Grundlage
gefasster Beschlüsse ein Spiel- und Bolzplatz untergebracht werden. Daher müsse
das dort befindliche Haus frei gezogen werden. In der Nähe von Spiel- und
Bolzplätzen sei Wohnen nicht mehr möglich. Er verweist in diesem Zusammenhang
auch auf das vorbildhafte Vorgehen und Planen mit Jugendlichen, wofür die Stadt
einen Preis bekommen habe. Er macht außerdem nochmals deutlich, dass er eine
Entscheidung aus Arnsberg haben möchte. Dies gestalte sich ausgesprochen
schwierig.
Herr Marscheider hält es für schwierig, dem
normalen Bürger begreiflich zu machen, hier sei ein abgebranntes Haus mit
mehreren Hunderttausend Euro saniert worden und solle dann doch abgerissen
werden.
Auch Herr Asbeck hält die Verärgerung gegenüber
Arnsberg für durchaus nachvollziehbar. Aber dort würden auch andere Projekte in
Hagen kritisch hinterfragt. Er denke hier z. B. an das Tierheim. Es würde auch
darauf geachtet, ob in Hagen wirtschaftlich gehandelt würde. Daher solle seiner
Ansicht nach besonnen reagiert werden.
Auch Herr Meier spricht sich dafür aus, nochmals
das Gespräch mit Arnsberg zu suchen. Jedoch sollte an den beschlossenen Rahmenbedingungen
festgehalten werden und dort darum gebeten werden, die bewilligten Gelder
notfalls auf das nächste Jahr zu übertragen, um sie nicht verfallen zu lassen.
Für Herrn Ludwig ist es auch sicherlich der
falsche Weg, die Bezirksregierung mit einer gewissen Schärfe zu verärgern. Was
ihm jedoch fehle, sei die nötige Transparenz für den Stadtbezirk. Den Bürgern
seien die Rahmenbedingungen und Planungen nicht in der notwendigen Tiefe klar
gemacht worden. Deshalb seien diese unzufrieden und würden sich auch wegen
möglicher Alternativplanungen direkt an Arnsberg werden.
Herr Schäfer verweist auf die Veranstaltung im
letzten Jahr, die von der dortigen Bevölkerung sehr positiv aufgenommen worden
sei. Natürlich gebe es Unzufriedene, die
sich dann schriftlich direkt an Arnsberg gewandt hätten. Es halte jedoch die
gesamte Planung für äußerst wichtig für den Stadtteil. Als positive Nachricht
gibt er bekannt, dass jetzt mit der Fassadensanierung der Tuchmacherstraße
begonnen werden könne.
Für Herrn Dr. Ramrath muss ein Ergebnis her.
Daher solle der kooperative Weg mit der Bezirksregierung fortgeführt werden. Evtl.
könnten schon in der nächsten Sitzung dieses Ausschusses Lösungsmöglichkeiten
aufgezeigt werden.
Herr Asbeck weist darauf hin, dass der Reaktion
der Bezirksregierung entnommen werden könne, dass auch bezuschusste Maßnahmen
im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit kritisch überprüft würden und dass man
auch selbstkritisch die beschlossenen Maßnahmen auf ihre Wirtschaftlichkeit hin
hinterfragen müsse.
Herr Grothe richtet seine Bitte speziell an die
CDU-Fraktion, auch von dort möglicherweise das Gespräch mit dem
Regierungspräsidenten zu suchen und
evtl. auch zu vermitteln.
