06.05.2008 - 5 Teiländerung Nr. 88 - Bahnhofshinterfahrung - 2...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Di., 06.05.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Zum aktuellen Planungsstand der
Bahnhofshinterfahrung führt Herr Grothe aus, dass in den letzten Wochen mit
Hochdruck die bautechnische Planung voran getrieben worden sei. Die
Förderanträge seien gestellt. Zu Irritationen hätten in den letzten Wochen Planungsvorstellungen
für eine geänderte Trassenführung durch die SIHK geführt, die jedoch in
Gesprächen weitest gehend hätten ausgeräumt werden können. Diese Alternativplanungen
hätten auch zu einer völligen Neuplanung und zu keinerlei Kosteneinsparungen
geführt. Er hoffe jetzt, dass es am 21.05.2008 zu einem klärenden und abschließenden
Spitzengespräch bei der Bezirksregierung über die Bahnhofshinterfahrung komme.
Sämtliche vorliegenden Informationen seien dort hin weiter gegeben worden.
Enthalten sei auch die Meldung über eine mögliche Kostenreduzierung von 17 %,
wobei für die ersten Abschnitt 2 Mio. € und für den 2. Bauabschnitt 12.
Mio. € eingespart werden könnten. Dies hätten die aktualisierten
Kostenschätzungen erbracht. Im Zeitplan befänden sich die Arbeiten zu den
beiden Bebauungsplanverfahren sowie die planerische Bearbeiten des
erforderlichen Gleisanschlusses der Spedition Schmitz.
Für Herrn Dr. Ramrath hört sich dieser Bereicht
doch positiver an als alles andere aus der letzten Zeit. Ihn
interessiere noch der angesprochene Abriss von Häusern an der Wehringhauser
Straße, der sicherlich eine Ausweitung des Finanzvolumens durch Erwerbsverhandlungen
und auch durch möglicherweise erforderliche Enteignungsverfahren Zeitverluste
mit sich brächte.
Herr Meier äußert sich ausgesprochen irritiert
und kritisch über die Vorgehensweise der SIHK, die hierdurch dass Verfahren
keineswegs beschleunigt sondern im Gegenteil gebremst habe. Dies könne nicht im
Sinne Hagens sein.
Für Herrn Oberste-Berghaus ist die Einmischung
der SIHK doch typisch für Hagen. Aber die handelnden Personen sollten in der
Lage sein, hierüber rasch und angemessen hinweg zu gehen.
Herr Grothe weist darauf hin, dass zwar im
Bereich der Wehringhauser Straße die Geschäftslokale leer stehen, jedoch in den
Obergeschossen weiterhin gewohnt würde. Die SIHK sei wohl von einem
weitgehenden Leerstand dieser Häuser ausgegangen. Es sei jedoch weiterhin
städtebauliche Zielsetzung, die Struktur im Bereich des Wilhelmsplatzes zu
erhalten. Ein Abriss der Häuser auf der Nordseite der Straße würde zwar einigermaßen
das Feinstaub- aber nicht das Lärmproblem lösen, da dann die Häuser auf der
Südseite der Wehringhauser Straße dem Lärm ausgesetzt seien. Im Sinne des Miteinanders
halte er das Vorgehen der SIHK nicht für in Ordnung und er habe darum gebeten,
ihn als Zuständigen im Zusammenhang mit städtischen Planung zunächst anzusprechen
und nicht zur Bezirksregierung zu laufen.
Auf Nachfrage von Frau Suda erläutert Herr
Hegerding die jetzt erzielten Einsparungen.
Die Aufstellung über die Kostenentwicklung der
Bahnhofshinterfahrung mit den wesentlichen Einsparungen aber auch zusätzlichen
neuen Kosten für die beiden Bauabschnitte ist als Anlage dieser Niederschrift
beigefügt.
In Bezug auf diese positiven Aspekte müsse lt.
Herrn Asbeck in Arnsberg und Düsseldorf deutlich gemacht werden, dass die
Bahnhofshinterfahrung das herausragende Projekt für Hagen sei.
Frau Grebe verweist darauf, dass die Ausgabe
weiterer Gelder dringend anstehe, wenn die Verfahren zeitig abgeschlossen
werden sollen. Daher müsse abgewogen werden, wie lange bestimmte Schritte
verzögert werden könnten, um nicht aus dem Zeitplan heraus zu kommen.
Auf Nachfrage von Herrn Oberste Berghaus nach
evtl. Altlasten im Bereich der Plessenstraße, erklären Frau Grebe und Herr
Hegerding, dass dies beim Umweltamt noch geprüft würde und für die Beseitigung
möglicherweise Landeszuschüsse erreicht werden könnten.
Beschluss:
Der Stadtentwicklungsausschuss empfiehlt dem
Rat der Stadt folgenden Beschluss zu fassen:
Zu a):
Der Rat der Stadt beschließt den im Sitzungssaal
ausgehängten und zu diesem Beschluss gehörenden Entwurf der Teiländerung Nr.
88 – Bahnhofshinterfahrung – 2. Teilabschnitt zum
Flächennutzungsplan der Stadt Hagen sowie die dazugehörige Begründung vom
26.03.2008 mit dem Umweltbericht nach § 3 (2) BauGB in der zuletzt gültigen
Fassung.
Die Verwaltung wird beauftragt, die Teiländerung
Nr. 88 – Bahnhofshinterfahrung – 2. Teilabschnitt des FNP der Stadt
Hagen mit der Begründung und dem Umweltbericht für 4 Wochen öffentlich
auszulegen.
Die Begründung vom 26.03.2008 wird Bestandteil
des Beschlusses und ist als Anlage Gegenstand der Niederschrift.
Zu b):
Der Rat der Stadt beschließt die Erweiterung des
Plangebietes
Geltungsbereich:
Das Plangebiet umfasst den Bereich der im
gültigen FNP dargestellten Bahnhofshinterfahrung westlich der Ennepe zwischen
der Weidestraße/Taubenstraße im Süden und dem Anschluss an die Altenhagener
Brücke/Eckeseyer Straße im Norden unter Einbeziehung des Teilabschnittes der
Sedanstraße, welcher im FNP dargestellt ist.
In Ost/West – Ausdehnung umfasst das
Plangebiet den Bereich zwischen dem Hauptbahnhof unter Ausschluss der DEW
(Deutsche Edelstahlwerke) im Osten und des Geländes oberhalb der Ennepe im
Westen.
Nächster Verfahrensschritt:
Der Verfahrensabschluss wird im 4. Quartal 2008
angestrebt. Danach wird der beschlossene Plan der Bezirksregierung zur
Genehmigung vorgelegt. Die Bezirksregierung hat 3 Monate Zeit zur Prüfung. Mit
der Bekanntmachung der Genehmigung wird die Teiländerung des FNP rechtswirksam.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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912,8 kB
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2
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2,9 MB
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1,3 MB
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