15.04.2008 - 4 NKF-Haushaltsplanentwurf 2008 mit Haushaltssich...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Gremium:
- Sport- und Freizeitausschuss
- Datum:
- Di., 15.04.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Die Vorbereitungen auf die Haushaltsplanberatungen seien schwierig
gewesen, so Herr Dr. Fischer. Es
fehlt das Verständnis für diese neue Aufstellung. Eine kurze Einführung in den
neuen Haushalt wäre heute sinnvoll. Dabei ist es nicht erforderlich, auf alle
Positionen einzugehen. Aber einige wichtige Punkte, mit höheren Beträgen, wie z.
B für die Sportstättensanierung und Förderung des Breitensports müssten
angesprochen werden. Es ist nun nicht mehr sofort ersichtlich, wo sich diese
Ansätze verbergen.
Auch Herr Tenne betont, dass dieser Haushaltsplan schwierig zu
lesen ist. Der Politik fehlt der Überblick. Die Politik muss die Maßnahmen, die
sich aus dem Haushalt ergeben, nach außen vertreten und beschließen. Es kann
nicht sein, dass eine derartige Umstellung dazu führt, dass nur noch
„Eingeweihte“ einen solchen Plan lesen können, so Herr Tenne
weiter. Die SPD-Fraktion wird heute die Informationen von 20 abwarten, um dann
zu entscheiden, ob heute schon ein Beschluss möglich ist.
Frau Neuhaus erläutert, dass sie zwar Vorkenntnisse mit doppelter Buchführung hat,
der Hagener Plan aber auch für sie nicht übersichtlich ist. Es fehlt die
Beschreibung der Produkte und Kostenstellen.
Bei verständlichen Erläuterungen
könne man dem Entwurf aber heute zustimmen.
Der Bürger hat ein Recht auf Einsicht des Haushaltsplanes, wird diesen
aber wohl kaum verstehen, so Herr Tenne.
Auch Herr Oberste-Berghaus unterstreicht diese Meinung. In anderen
Städten sei der Haushaltsplan übersichtlicher, man hätte sich daran orientieren
können.
Frau Schmitz -20- erläutert, dass dem vorliegenden Haushaltsplanentwurf ein mehrjähriger
Prozess vorausgegangen ist. Der vorliegende Plan ist das 1. Ergebnis nach intensiver
Projektphase. Er wurde gerade im Zeitlimit erstellt und ist sicherlich noch
verbesserungswürdig.
Frau Schmitz erläutert
einige Eckpunkte zum Produktbereich Sport. Der Bereich „1.42 –
Sportförderung“ setzt sich zusammen aus den Teilplänen „1.42.10
– allg. Verwaltung und Förderung des Sports“ und „1.42.40
– Sportstätten und Bäder“. Diese Teilpläne beinhalten das Budget
von knapp 7 Mio. Euro, was der Sport- und Freizeitausschuss zu beraten hat.
Frau Schmitz verteilt zum
einfacheren Verständnis eine Aufstellung mit Erklärung der einzelnen Aufwands-
und Ertragsarten.
Frau Schmitz erklärt, wo
u. a. die Positionen Zuschüsse vom Land, Eintrittsgelder für Veranstaltungen,
Personalaufwendungen (Sportkurse für jedermann, Entschädigung für Sportlehrer)
zu finden sind.
Aufgrund von Rückfragen von Herrn Dr. Fischer erläutert Frau
Schmitz, dass die Nummerierungen und Strukturen in den einzelnen Plänen
gesetzlich vorgegeben sind.
Herr Tenne möchte wissen,
was die Sportkurse für jedermann für Ausgaben erfordern und was für Einnahmen
sie erzielen. Herr Tenne möchte wissen, warum dies Im Gegensatz zum
alten Haushaltsplan nicht sofort ersichtlich ist. Herr Wischnewski
erläutert hierzu ergänzend, dass es im letzen Jahr eine Ausgabe-Haushaltsstelle
i. H. v. 5.000,- € und eine Einnahme-Haushaltsstelle i. H. v. 8.500,-
€ gegeben hat.
Frau Schmitz erläutert,
dass solche genauen Zahlen über ein Produkt erst angegeben werden können, wenn
über einen längeren Zeitraum gebucht worden ist.
Die Einnahmen der Sportkurse für jedermann beinhaltet die Zeile 5 auf Seite 12, so Herr
Wischnewski. Die Ausgaben sind in Zeile 11 enthalten.
Zur Seite 12, Zeile 15: Transferaufwendungen erläutert Frau Schmitz,
dass hier u. a. die wichtigen Positionen Zuschüsse für vereinseigene Anlagen
(63.000,- €), Zuschuss an den SSB (17.900,- €), Zuschuss für
Sondersportveranstaltungen (9.000,- €), Förderung des Breitensports
(65.000,- €), Förderung des Schulsports (4.200,- €) enthalten sind.
Die Ansätze der Zuschüsse für vereinseigene Anlage sind im Vergleich zum
Vorjahr um 8.000,- € gekürzt, so Herr Tenne. Für die Politik ist
dies aus den Plänen nicht ersichtlich.
Auch Frau Opitz und Frau Neuhaus betonen, dass etwaige
Abweichungen zum Vorjahr nicht ersichtlich sind, die Zahlen sind nicht
transparent. Es hätte besser hinterlegt werden müssen, wie sich die Positionen
zusammensetzen und welche Veränderungen es zum Vorjahr gibt, so Frau Neuhaus
weiter.
Herr Wischnewski verteilt
eine kurz vor der Sitzung fertiggestellte Liste mit einer Gegenüberstellung der
alten Haushaltsstellen und der neuen Bezeichnungen. Gegenübergestellt sind die
Ansätze 2007 und 2008. Herr Wischnewski erläutert einige Zusammensetzungen
der einzelnen Beträge.
Durch diese Liste ist ein guter Vergleich zwischen 2007 und 2008 möglich,
so Herr Meier. Es ist ersichtlich, ob alles deckungsgleich vorhanden ist
oder wo es Veränderungen gegeben hat. Im nächsten Schritt wäre es wichtig,
diese Liste noch mit den genauen Produktbezeichnungen zu versehen.
Frau Neuhaus betont, wenn
ein Jahr gebucht wurde, kann ein Ergebnis- und Wirtschaftsplan mit
ausführlicheren Informationen vorgelegt werden.
Frau Schmitz erläutert,
dass die vom Fachbereich gebildeten Produkte auf Seite 9 des Haushaltsplanes
beschrieben sind.
Wenn nach der Sommerpause der neue Haushaltsplan beginnend aufgestellt
wird, liegt noch kein Rechnungsergebnis vor. Für den Haushaltsplan 2009 gibt es
dann noch keine gebuchten Zahlen eines ganzen Jahres.
Zusagen kann Frau Schmitz
für den nächsten Haushalt allerdings, dass einzelne Positionen aus den
Zeilen, die dem Ausschuss wichtig sind, von 20 in Fußzeilen näher beschreiben
und die Zahlen erläutert werden können.
Zur Instandsetzung der Sportanlagen nach Prioritätenliste erläutert Herr
Wischnewski, dass dieser Ansatz im
Haushaltsplan auf Seite 21 unter der Zeile 13 enthalten ist. Der dort
aufgeführte Ansatz von über 4 Mio. Euro beinhaltet mehrere wichtige Positionen.
Frau Schmitz ergänzt, dass
sich diese 4 Mio. € insbesondere zusammensetzen aus der Bauunterhaltung
der GWH (rd. 700.000,- €), Energiekostenabrechnung der GWH (rd. 1 Mio.
€), Objektbetreuung durch die GWH (rd. 1,5 Mio. €).
Man erkennt, dass enorme Kosten für die Sportobjekte von der GWH kommen,
Früher waren diese Ansätze in der Haushaltsstelle des Technischen Gebäudemanagements
zu finden.
Auf Rückfragen von Herrn Grzeschista, erläutert Frau Schmitz,
dass jedem Objekt eine Objektkostenstelle zugeordnet wurde. Die Zuordnung zum
Schul- oder Sportbereich erfolgte nach der jeweils überwiegenden Nutzung
entweder durch Vereine oder Schulen.
Frau Neuhaus betont, dass
die meisten Sporthallen, auch wenn sie an Schulen sind, sowohl von Vereinen als
auch von den Schulen genutzt werden. Sie möchte wissen, nach welchem Schlüssel
die Gebäudebetreuung zwischen Schule und Sport aufgeteilt wurde.
Frau Schmitz erläutert,
wenn eine Sporthalle als alleinstehendes Objekt klar identifiziert wurde, ist
sie einer Objektkostenstelle Sport zugeordnet.
Bei einem Anbau an eine Schule, ist die Halle einer Objektkostenstelle
Schule zugeordnet. Ebenfalls wurden die qm-Zahlen aufgenommen, sodass eine
genaue interne Verrechnung erfolgen kann.
Es sei wichtig, so Frau Neuhaus, abzuwägen, in welchem Verhältnis
der Schul- zu dem Vereinssport liegt um eine genaue Kostenverteilung
vorzunehmen.
Herr Meier möchte wissen,
wer festlegt, ob eine Halle beim Schul-
oder Sportamt angesiedelt wird.
Dies ist durch Bewerter erfolgt, so Frau Schmitz. Ebenfalls wurde vermerkt, wo eine bauliche
Trennung zwischen Schule und Halle vorliegt. Mit dem Schul- und Sportamt wurde
sich geeinigt, welche Hallen wie zugeordnet werden.
Auf Rückfrage von Herrn Dr. Fischer betont Herr Wischnewski,
dass es im Teilplan 1.42.40 keine Kürzungen gegeben hat.
Herr Tenne möchte wissen,
warum im letzten Jahr für die Unterhaltung / Erwerb von Geräten 110.000,-
€, im Jahr 2008 aber nur 6.000,- € zur Verfügung stehen.
Herr Wischnewski erklärt,
dass der hohe Ansatz in 2007 aufgrund der erforderlichen Sicherheitsüberprüfungen
in den Sporthallen so hoch war. Dies war jedoch ein Sonderfall.
Abschließend weist Frau Schmitz
noch darauf hin, dass der investive Teil auf Seite 23 des Haushaltsplanes
eingesehen werden kann.
Er legt Vertrauen in die Aussagen von 20 und dem Sportamt, dass es in den
wichtigen Bereichen keine Kürzungen gegeben hat, so Herr Dr. Fischer.
Auch Herr Tenne und Frau Neuhaus sprechen sich im Namen
ihrer Fraktionen für eine Zustimmung zum Haushaltsplan 2008 aus.
