10.04.2008 - 6 Altenhagen - Programmgebiet Soziale Stadthier: ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Do., 10.04.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Beate Westermann
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Pape-Laschat
erläutert die Vorlage.
Herr Rubis fragt nach der
Höhe der entstandenen Kosten.
Frau Pape-Laschat erklärt,
dass sie dazu nichts sagen könne, da Auftraggeber des Projektes das
Städtenetzwerk gewesen sei. Es handele sich sowohl um eine qualitative als auch
um eine quantitative Analyse. Sie könne versuchen, die Kosten in Erfahrung zu
bringen.
Herr Mervelskemper möchte
wissen, ob das Projekt jetzt in dieser Form weiterlaufe.
Existiere das Stadtteilbüro über das Projekt hinaus?
Frau Pape-Laschat
antwortet, dass die Finanzierung des Stadtteilbüros bis zum Ende des Jahres
sichergestellt sei. Eine weitere Finanzierung sei nicht möglich. Es habe entsprechende
Forderungen gegeben. Im nächsten Sozialausschuss werde es eine Vorlage dazu
geben. Sicher weiterlaufen werde das Bürgerengagement und das der Multiplikatoren
in Form des Stadtteilforums. Das Stadtteilforum habe es bereits gegeben, bevor
der Stadtteil Altenhagen in das
Landesprogramm gekommen sei. Sie habe den Auftrag, zu schauen, inwieweit
das Stadtteilforum seitens der Verwaltung betreut werden könne.
Es gebe die Idee, das im Bereich der Jugendpflege anzusiedeln. Man sei
seit 2008 in die EU-Förderung
„Ziel II“ aufgenommen worden.
Aus diesem Topf könnten Fördermittel beantragt werden. Hier werde es
eine politische Entscheidung geben müssen.
Herr Dücker bedankt sich
bei der Verwaltung für die umfangreiche Vorlage. Es wäre schade, wenn diese nur
im Sozialausschuss behandelt würde, da sie sicher auch für die Stadtentwicklung
interessant wäre. Ihm sei die immer wieder auftauchende Nennung von
Multiplikatoren aufgefallen, die in diesem Stadtteil wirkten. Er sehe dabei die
Gefahr, dass diese Multiplikatoren normale Bürger gar nicht mehr zu Wort kommen
ließen.
Es gebe Forderungen, auf deren Verwirklichung man gar keinen Einfluss habe. Man könne nur
entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Diese Problematik käme in dem Bericht
zu wenig raus. Klar müsse sein, dass man durch ein solches Projekt keine
soziale Umschichtung in diesem Stadtteil erreichen könne.
Dazu sei auch die Politik nicht in der Lage. Es handele sich hier um
einen ganz langwierigen Prozess. Das müsse dem Bürger deutlich gemacht werden,
damit die Enttäuschung nicht zu groß sei.
Wichtig sei, dass man bei der Verstetigung „auf dem Teppich“
bleibe und nur das anvisiere, was man auch wirklich könne. Dazu gehöre sicher
auch die EU-Ziel II Projektion. Er fragt, ob die Verwaltung wisse, wie diese
Ziel II – Förderung ablaufe? Sei man darauf vorbereitet? Könne man diese
Ziel II – Förderung überhaupt leisten? Die Stadt Hagen müsse dabei in
Vorleistung treten. Sei das bei dieser Haushaltslage überhaupt möglich?
Herr Grothe erläutert,
dass es bei den Programmen, die das Land
aufgelegt habe, darum gehe, für einen gewissen Zeitraum eine besondere
Betreuung eines Stadtteils vorzunehmen. Es gehe darum, Akteure im
Stadtteil zu finden, die das normale
gesellschaftliche Leben wieder mit aktivierten. Die Frage stelle sich, wie man
diese längerfristig binden könne.
Zum Thema Fördermittel könne er sagen, dass in den Ziel II Töpfen die
Projekte seien, die bisher angemeldet worden seien, bereits gesetzt. Des
Weiteren habe man sich für weitere Antragsstellungen mit zehn anderen
Ruhrgebietskommunen in eine regionale Kooperation begeben. Es werde eine
spannende Frage werden, wie man hierfür die Eigenmittel akquiriere. Hier
stünden Entscheidungen an, was in der Prioritätenliste
priorisiert würde.
Herr Dücker weist darauf
hin, dass die Tatsache, dass die Kommune bei einer solchen Förderung in Vorlage
treten müsse, ein verwaltungsmäßiger Aufwand und ein Zinsnachteil mit sich
brächten.
Herr Grothe entgegnet,
dass dies üblich sei bei Maßnahmen, die aus städtebaulicher Förderung bedient
worden seien.
Frau Buchholz schließt
sich den Ausführungen von Herrn Dücker an. Wie sinnvoll solche Projekte seien,
sehe man daran, wie viel erreicht worden sei. Das mache Mut für den Stadtteil
Wehringhausen.
Herr Halbeisen spricht
Frau Pape-Laschat Hochachtung für ihre Arbeit aus.
Ihn würde interessieren, was die wissenschaftliche Begleitforschung daran
verdient habe. Ärgerlich habe er empfunden, dass die Wirtschaftsförderung des
Beigeordneten kritisiert worden sei. Ihn interessierten die Gründe, die die
Wirtschaftsförderung habe, sich zurückzuhalten.
Irritiert habe ihn die große
Anzahl von Programmträgern. Da stelle sich die Frage, ob das effektiv sei. Er
sei nachdenklich, ob das die richtigen Mittel seien, um die ursprünglichen
Anliegen anzugehen.
Herr Steuber berichtet,
dass in der heutigen Sitzung eine weitere Vorlage zu der Verstetigung
vorgestellt werden sollte. Dies sei nicht gelungen, weil die Frage des eigenen
Finanzierungsanteils nicht geklärt sei. Der Eigenanteil werde bei 8.700 €
liegen, um die Aufgabenstellung fortzuführen. Man werde dem Land die Frage
stellen, wie viel das Projekt gekostet habe. Aus dem Bericht gehe hervor, dass
sich die Leute in ihrem Quartier wohl fühlten.
Herr Grothe ergänzt seine
Ausführungen dahingehend, dass man mit Altenhagen einen Stadtteil gehabt habe,
der keine großen Potentiale biete. Es gebe bereits erste Signale von
Investoren. So käme auch nachträglich ein bisschen Wirtschaftsförderung.
Frau Pape-Laschat erklärt,
dass sich die soziale Situation natürlich in den Jahren nicht gravierend verbessert
habe. Eine Stadt müsse sich genau um diese Stadtteile kümmern.
Frau
Herr Dücker möchte klar
stellen, dass Stadtteile sozial gemischt sein müssten. Wichtig sei, dass man
bei dem Verstetigungsprozess darauf achte, dass das nicht wieder absacke. Man
habe gute Chancen in Hagen.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
368,8 kB
|
|||
|
2
|
(wie Dokument)
|
78,4 kB
|
|||
|
3
|
(wie Dokument)
|
2,5 MB
|
|||
|
4
|
(wie Dokument)
|
9,5 MB
|
