10.12.2008 - 5 Ablehnung eines Angebots der Übernahme von zwei...

Beschluss:
vertagt
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Wortprotokoll

Zu diesem Tagesordnungspunkt berichtet Frau Kramps, sie habe Anrufe des Bezirksvorstehers Herrn Wölm  und von der HGW erhalten. In den Gesprächen wurde darum gebeten, der KWA möge den Beschluss heute noch einmal verschieben. Man habe eventuell eine Verwendung gefunden und könne möglicherweise auch die finanziellen Mittel bereitstellen.

 

Frau Dr. Schulte hat zum besseren Verständnis Ausdrucke von Fotos der beiden Plastiken mitgebracht.

 

Herr Millhoff würde es begrüßen, wenn man diese beiden Skulpturen in der Stadt präsentieren könnte. Es gebe immer noch die Idee der Skulpturenallee in der Bahnhofstraße, man solle sich die Zeit nehmen zu untersuchen, ob diese Skulpturen möglicherweise doch dort gezeigt werden könnten.

 

In der Fraktion der GRÜNEN habe diese Vorlage für ziemliche Aufregung gesorgt, berichtet Herr Fritzsche. Er sei froh, dass es nun vielleicht eine Möglichkeit gebe, diese Steinplatten entgegenzunehmen. Er bittet für den Fall, dass es mit der HGW nicht klappen sollte, einmal bis zur nächsten Sitzung die Reinigungskosten zu beziffern. Parallel dazu sollte das Liegenschaftsamt vielleicht ein paar Vorschläge machen, wo denn diese Steinplatten aufgestellt werden könnten, er könne sich nicht vorstellen, dass es gar keinen Platz für diese Steinplastiken in Hagen geben solle.

 

Herr Gerbersmann gibt zu bedenken, man könne sicher sein, dass sich das KEOM sehr gut überlegt habe, ob man eine solche Schenkung ablehnen könne oder nicht. Es gehe dabei auch nicht nur um den richtigen Ort, sondern auch um die Anbringung der sehr schweren Steinplastiken. Sie seien so konzipiert, dass sie an einer Wand hängen müssten. Hinsichtlich des Vorschlags von Herrn Millhoff stellt Herr Gerbersmann klar, dass es sich dabei um Maßnahmen handele, die man im Augenblick bei der derzeitigen Haushaltslage einfach nicht vertreten könne. Die Anbringung der Skulpturen werde mit Sicherheit auch weiteren finanziellen Aufwand nach sich ziehen.

Er würde es sehr begrüßen, wenn es mit der HGW gelingen könnte, einen geeigneten Ort zu finden. Damit müsse aber auch die Stifterin einverstanden sein.

 

Auch Frau Kramps hält eine Lösung mit der HGW für eine gute Möglichkeit. Sollte eine solche Lösung nicht möglich sein, wäre es schön, wenn die Verwaltung einmal kurz die Kosten darstellen würde, die entstehen könnten.

 

Frau Dr. Schulte möchte hierzu ergänzen, dass die Nachlassverwalterin alles Verkäufliche aus „Haus Busch“ ausgeräumt habe und die Stadt dann gefragt habe, ob sie sich des Restes annehmen wolle. Es handele sich dabei um ein großes Konvolut, das sich in einem desolaten Zustand befinde und zur Zeit im Keller der Hochstr. 71 lagere. Diese Dinge seien  schlichtweg nur gerettet worden, es gebe auch kein Geld für die Restaurierung. Es würde also einen großen finanziellen Aufwand bedeuten, auch die Dinge, die man schon habe, zu retten.

 

Frau Kramps fragt, ob die Stadt denn diese gerade angesprochenen Dinge seinerzeit so angenommen habe.

 

Frau Dr. Schulte bestätigt, diese Werke seien bereits im November 2004 angenommen worden.

 

Herr Meier zeigt sich über diese Situation betroffen. Es sei ohne Frage, dass alle diese Dinge einen künstlerischen Wert haben.

 

Frau Dr. Schulte gibt zu bedenken, man müsse aber den Wert der Aufwendungen, die man für die Restaurierung hätte, gegenrechnen. Im Moment verwalte und beherberge man Totalschäden.

 

Auch die CDU-Fraktion war zunächst bestürzt über diese Vorlage, berichtet Herr Hartmann. Man sei aber nun sehr froh, dass sich die Bezirksvertretung Eilpe/ Dahl und die HGW eingebracht haben.

Sollte sich dort doch keine Lösung finden lassen, schlägt er wie Herr Fritzsche vor, dass die Verwaltung kurz darstellt, wie hoch die Kosten für die Aufstellung und die Reinigung der Plastiken sein würden. Möglicherweise ließen sich auch Sponsoren finden.

Es gehe nicht nur um den künstlerischen Wert, sondern auch um die Tatsache, dass Frau Niestrath-Berger über 40 Jahre in Hagen gelebt und  gearbeitet habe, insofern sei es schade, wenn diese Dinge verloren gingen.

 

Frau Suda möchte nicht verschweigen, dass man sich bereits vor 10 Jahren mit dem Niestrath-Atelier beschäftigt habe, damals war man nicht bereit, tätig zu werden. Man hätte diese Werke auch schon vor zehn Jahren in einem besseren Zustand bekommen können. Grundsätzlich könne man es sich nicht leisten, Werke von Hagener Künstlern abzulehnen.

 

Dem widerspricht Herr Gerbersmann sehr deutlich, die Stadt Hagen könne es sich eben nicht leisten, diese Dinge anzunehmen. Als Kämmerer sage er ganz klar, dass er nicht zustimmen werde, wenn die Stadt Hagen dauerhaft den Unterhalt einer solchen Plastik übernehmen solle. Die Option, dass sich möglicherweise eine Lösung mit der HGW finden lasse, bewertet er sehr positiv.

 

Frau Kramps hält fest, die Verwaltung möge kurz zusammenstellen, wie hoch die Folgekosten für diese Werke sein würden, das werde eine Entscheidung erleichtern.

Die Beschlussfassung dieser Vorlage soll auf die nächste KWA-Sitzung verschoben werden.

 

 

 

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Beschluss:

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss vertagt den Beratungsgegenstand und betrachtet die Beratung als 1. Lesung.

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Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 16

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 0

 

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