10.12.2008 - 5 Ablehnung eines Angebots der Übernahme von zwei...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 10.12.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 45 Osthaus Museum Hagen
- Bearbeitung:
- Gabriele Knust
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Zu diesem Tagesordnungspunkt berichtet Frau Kramps, sie habe Anrufe
des Bezirksvorstehers Herrn Wölm und von
der HGW erhalten. In den Gesprächen wurde darum gebeten, der KWA möge den
Beschluss heute noch einmal verschieben. Man habe eventuell eine Verwendung
gefunden und könne möglicherweise auch die finanziellen Mittel bereitstellen.
Frau Dr. Schulte hat zum besseren Verständnis Ausdrucke von Fotos der beiden Plastiken
mitgebracht.
Herr Millhoff würde es begrüßen, wenn man diese beiden Skulpturen in der Stadt präsentieren
könnte. Es gebe immer noch die Idee der Skulpturenallee in der Bahnhofstraße,
man solle sich die Zeit nehmen zu untersuchen, ob diese Skulpturen
möglicherweise doch dort gezeigt werden könnten.
In der Fraktion der GRÜNEN habe diese Vorlage für ziemliche Aufregung
gesorgt, berichtet Herr Fritzsche. Er sei froh, dass es nun vielleicht
eine Möglichkeit gebe, diese Steinplatten entgegenzunehmen. Er bittet für den
Fall, dass es mit der HGW nicht klappen sollte, einmal bis zur nächsten Sitzung
die Reinigungskosten zu beziffern. Parallel dazu sollte das Liegenschaftsamt
vielleicht ein paar Vorschläge machen, wo denn diese Steinplatten aufgestellt
werden könnten, er könne sich nicht vorstellen, dass es gar keinen Platz für
diese Steinplastiken in Hagen geben solle.
Herr Gerbersmann gibt zu bedenken, man könne sicher sein, dass sich das KEOM sehr gut
überlegt habe, ob man eine solche Schenkung ablehnen könne oder nicht. Es gehe
dabei auch nicht nur um den richtigen Ort, sondern auch um die Anbringung der
sehr schweren Steinplastiken. Sie seien so konzipiert, dass sie an einer Wand
hängen müssten. Hinsichtlich des Vorschlags von Herrn Millhoff stellt Herr
Gerbersmann klar, dass es sich dabei um Maßnahmen handele, die man im
Augenblick bei der derzeitigen Haushaltslage einfach nicht vertreten könne. Die
Anbringung der Skulpturen werde mit Sicherheit auch weiteren finanziellen
Aufwand nach sich ziehen.
Er würde es sehr begrüßen, wenn es mit der HGW gelingen könnte, einen
geeigneten Ort zu finden. Damit müsse aber auch die Stifterin einverstanden
sein.
Auch Frau Kramps hält eine Lösung mit der HGW für eine gute
Möglichkeit. Sollte eine solche Lösung nicht möglich sein, wäre es schön, wenn
die Verwaltung einmal kurz die Kosten darstellen würde, die entstehen könnten.
Frau Dr. Schulte möchte hierzu ergänzen, dass die Nachlassverwalterin alles Verkäufliche
aus „Haus Busch“ ausgeräumt habe und die Stadt dann gefragt habe, ob sie sich des Restes annehmen wolle. Es
handele sich dabei um ein großes Konvolut, das sich in einem desolaten Zustand
befinde und zur Zeit im Keller der Hochstr. 71 lagere. Diese Dinge seien schlichtweg nur gerettet worden, es gebe auch
kein Geld für die Restaurierung. Es würde also einen großen finanziellen
Aufwand bedeuten, auch die Dinge, die man schon habe, zu retten.
Frau Kramps fragt, ob die Stadt denn diese gerade
angesprochenen Dinge seinerzeit so angenommen habe.
Frau Dr. Schulte bestätigt, diese Werke seien bereits im November
2004 angenommen worden.
Herr Meier zeigt sich über diese Situation betroffen. Es
sei ohne Frage, dass alle diese Dinge einen künstlerischen Wert haben.
Frau Dr. Schulte gibt zu bedenken, man müsse aber den Wert der
Aufwendungen, die man für die Restaurierung hätte, gegenrechnen. Im Moment
verwalte und beherberge man Totalschäden.
Auch die CDU-Fraktion
war zunächst bestürzt über diese Vorlage, berichtet Herr Hartmann. Man
sei aber nun sehr froh, dass sich die Bezirksvertretung Eilpe/ Dahl und die HGW
eingebracht haben.
Sollte sich dort doch
keine Lösung finden lassen, schlägt er wie Herr Fritzsche vor, dass die Verwaltung
kurz darstellt, wie hoch die Kosten für die Aufstellung und die Reinigung der
Plastiken sein würden. Möglicherweise ließen sich auch Sponsoren finden.
Es gehe nicht nur um den
künstlerischen Wert, sondern auch um die Tatsache, dass Frau Niestrath-Berger
über 40 Jahre in Hagen gelebt und
gearbeitet habe, insofern sei es schade, wenn diese Dinge verloren
gingen.
Frau Suda möchte nicht verschweigen, dass man sich bereits
vor 10 Jahren mit dem Niestrath-Atelier beschäftigt habe, damals war man nicht
bereit, tätig zu werden. Man hätte diese Werke auch schon vor zehn Jahren in
einem besseren Zustand bekommen können. Grundsätzlich könne man es sich nicht
leisten, Werke von Hagener Künstlern abzulehnen.
Dem widerspricht Herr
Gerbersmann sehr deutlich, die Stadt Hagen könne es sich eben nicht
leisten, diese Dinge anzunehmen. Als Kämmerer sage er ganz klar, dass er nicht
zustimmen werde, wenn die Stadt Hagen dauerhaft den Unterhalt einer solchen
Plastik übernehmen solle. Die Option, dass sich möglicherweise eine Lösung mit
der HGW finden lasse, bewertet er sehr positiv.
Frau Kramps hält fest, die Verwaltung möge kurz
zusammenstellen, wie hoch die Folgekosten für diese Werke sein würden, das
werde eine Entscheidung erleichtern.
Die Beschlussfassung
dieser Vorlage soll auf die nächste KWA-Sitzung verschoben werden.
