27.08.2008 - 5 Bericht des Intendanten Herrn Hilchenbach- münd...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 27.08.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Hilchenbach berichtet, das Theater
habe mit einer sehr beachteten und bejubelten Operngala einen schönen und
erfolgreichen Ausklang der vergangenen Spielzeit gehabt.
Sehr erfreulich seien auch mehrere
Kritikerumfragen gewesen, dabei habe eine landesweite NRW-Umfrage das Theater
Hagen sehr oft in verschiedenen Kategorien genannt, was dazu geführt habe, dass
Hagen landesweit im Musiktheaterbereich den Platz 2 hinter dem Aalto-Theater
erreicht habe. Auch in der Zeitschrift „Die deutsche Bühne“ sowie
in anderen bundesweiten Umfragen wurde das Theater Hagen in verschiedenen Kategorien herausragend genannt. Dies sei eine schöne
und auch überregionale Anerkennung dieser Arbeit.
Diese Spielzeit habe mit einem sehr gut
besuchten Eröffnungstag in sehr guter Atmosphäre und mit sehr guter Stimmung
begonnen. Auch das erste Konzert, das eine sehr gute Einstandsveranstaltung des
neuen GMD gewesen sei, habe man bereits hinter sich und es werde schon das
zweite Konzert vorbereitet.
Außerdem sei man verstärkt dabei, den Reigen
der ersten 20 Produktionen vorzubereiten, über einige der nächsten Aktivitäten
berichtet er kurz. Alles werde von einer intensiven Abo-Werbung begleitet, man
hoffe dabei, bis Oktober einen guten Stand erreicht zu haben.
Frau Kramps ist sehr erfreut über diese Aktivitäten und
beglückwünscht Herrn Hilchenbach besonders zum 2. Platz bei den landesweiten
Kritikerumfragen.
Sie merkt ergänzend an, es habe ein Gespräch
zur Gesellschaftsform Genossenschaft gegeben. Eingeladen hatte Herr Bajohr,
anwesend waren das Theater und die Sponsoren der Sparkasse und der Dörken-Stiftung.
In dieser Runde sei das Genossenschaftsmodell nicht favorisiert worden.
Sicherlich müsse man noch einmal über eine geeignete Gesellschaftsform
nachdenken.
Daher wäre es gut, heute einen Auftrag an die
Verwaltung zu formulieren, die Gesellschaftsformen in ihrer Gänze vorzustellen
und einen Vorschlag der Verwaltung zu bekommen, welche der Formen sie für die
richtige hält. Sie würde sich auch über einen Zeitplan freuen, aus dem ersichtlich
sei, wann man damit rechnen könne.
Sie fragt, ob jemand gegen einen solchen
Vorschlag sei. Das ist nicht der Fall.
Herr Gerbersmann stellt klar, dies sei
von der Theaterverwaltung natürlich alleine nicht zu bewältigen, da sie keine verkappte Unternehmensberatung sei. Die
künstlerische Leitung des Theaters stehe ja einer veränderten Betriebsform sehr
aufgeschlossen gegenüber. Welche Organisationsform es dann sein solle, müsse
man noch sehen. Er schlägt vor, man werde sich bemühen, einen solchen Zeitplan
bis zur nächsten Sitzung zu liefern. Man werde innerhalb der Verwaltung mit den
Dienststellen Kontakt aufnehmen, die bereits Erfahrungen damit haben, um erste
Gespräche zu führen.
Hilfreich wäre auch zu prüfen, ob es andere
Institutionen gibt, die möglicherweise die Verwaltung beraten könnten, ohne
wieder einen Beratervertrag abschließen zu müssen.
Wenn man sich letztlich für eine
Organisationsform entschieden habe, hält er es nicht für ausgeschlossen, dass
man doch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müsse.
Frau Suda bittet Frau Kramps, dieses Thema mit in
die nichtöffentliche Sitzung zu nehmen, denn sie könne dann dazu etwas sagen.
Frau Kramps fragt, ob jemand etwas gegen den Vorschlag von
Frau Suda hat. Das ist nicht der Fall.
Herrn Jobst ist es wichtig, eine Synopse zu erhalten, in
der die Vor- und Nachteile der möglichen Rechtsformen dargestellt werden.
Herr Millhoff findet es gut, dass dieses Thema angeschnitten
wurde, er stehe ganz auf der Linie von Herrn Gerbersmann. Es gebe in der
Wirtschaft interessante Leute, die man bei den Vorbereitungen an den Tisch
holen sollte und die gute Informationen liefern könnten. Dann könne man eine
Vorlage erhalten, mit der man auch wirklich etwas anfangen könne.
Herr Klessa hat Fragen zum Marketing des Theaters. Im
Actori-Gutachten sei ja jemand gefordert worden, der professionell Marketing
betreibt. Er fragt, wie weit die Bemühungen darum gediehen sind. Im Übrigen
habe ihn das Plakat mit den Schweinsköpfen ein wenig irritiert und es habe ihn
nicht überzeugt.
Außerdem fragt er, wie es mit dem
Scratch-Projekt im Zusammenhang mit 2010 aussehe.
Herr Hilchenbach räumt ein, das Plakat
habe zu den unterschiedlichsten Reaktionen geführt, aber es falle auf und werde
wahrgenommen und das sei schon mal sehr gut.
Zum Scratch-Projekt möchte er dem
Konzertbereich nicht vorgreifen, seiner Kenntnis nach seien aber die Projekte,
für die das Scratch-Projekt infrage käme, im Büro 2010 bereits abgeschlossen
worden.
Herr Schöne berichtet zum Punkt Marketing, es stehe zu den
organisatorischen Entscheidungen innerhalb des Hauses noch ein Votum des
Gesamtpersonalrates aus, dies werde aber für Morgen erwartet. Danach werde
diese Stelle intern ausgeschrieben, um dann kurzfristig besetzt zu werden.
Herr Behm möchte wissen, ob er die Freikarten, die er
aus dem Kultursektor öfters erhält, als geldwerten Vorteil versteuern muss.
Bisher wage er nicht, sie in Anspruch zu nehmen. Er möchte dies festgehalten
haben.
