27.02.2008 - 5 Festsetzung der Theater- und Konzertpreise ab S...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 27.02.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 46 Theater Hagen/Philharmonisches Orchester Hagen
- Bearbeitung:
- Claudia Spiegel
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Herr Schöne trägt die Inhalte der Vorlage ausführlich vor.
Grundvoraussetzung im Actori-Gutachten sei die
Verbesserung der technischen Ausstattung des Theaters und auch die
Implementierung des Marketingbereiches gewesen.
Unter dem Oberbegriff Online-Ticketing sei man
auf der technischen Seite gerade dabei, den Internetverkauf intensiv anzugehen,
dies werde auch die Einnahmestrukturen hoffentlich verbessern.
Nun berichtet Herr Schöne über die
einzelnen allgemeinen Regelungen unter Punkt 1 bis 10 der Vorlage.
Die beigefügten Tabellen werden von Herrn
Schöne erläutert, anschließend geht er auf eine Forderung des Actori-Gutachtens ein.
U.a. sei
dort angeregt worden, die bisherige Anzahl von 9 Preisgruppen zu komprimieren.
Durch diese Preisverschiebungen und
Umgestaltungen ergeben sich im Schnitt schon Preiserhöhungen in den einzelnen
Freiverkäufen von bis zu 17 Prozent. Auch bei den Sonderveranstaltungen und den
Abo’s seien Preiserhöhungen von 5
bis 10 Prozent vorgenommen worden. Dies alles müsse man als Einstieg in eine
Strategie sehen, die sich über die nächsten zwei bis drei Jahre hinziehen
werde.
Es sei abzusehen, dass weitere Preisanhebungen
erfolgen werden, denn eine sofortige Erhöhung der Abo-Preise um 15 bis 20
Prozent sei nicht machbar, da dies ein Wegbrechen der Abonnenten zur Folge
hätte.
Für die Sinfoniekonzerte in der Stadthalle
wurden ebenfalls Preiserhöhungen vorgenommen, gleichzeitig wolle man den
kleinen Saal nicht mehr anmieten, was zu einer Einsparung von 500 bis 700
€ pro Veranstaltung führen werde.
Das vorgegebene Actori-Ziel wolle man im Laufe
der Zeit durch entsprechende Maßnahmen und Strukturverbesserungen erreichen.
Frau Suda möchte dieses Thema und damit auch diese
Vorlage noch verschieben, damit man noch Gelegenheit habe, die Dinge in den
Fraktionen zu besprechen.
Sie bittet Herrn Schöne, die Maßnahmen,
die bisher schon umgesetzt wurden, einmal schriftlich aufzulisten, damit man
einen Überblick habe, was bisher schon eingespart worden ist.
Herr Schöne fragt, ob er richtig verstanden hat, dass Frau
Suda wissen möchte, wie sich die Preisgruppenveränderungen schon ausgewirkt
haben oder ob es um Verbesserungen und Einsparungen des weiteren
Budgetbereiches des Theaters gehe.
Frau Suda wäre es lieb, die vorgesehenen und die bereits
gelaufenen Maßnahmen noch einmal aufgelistet und mit Zahlen hinterlegt zu bekommen.
Herr Schöne sagt zu, dies entsprechend darzustellen.
Frau Kramps bittet, die bisher schon getätigten
Einsparungen immer wieder deutlich zu machen und an den Anfang aller
Diskussionen zu stellen, damit auch allen klar wird, welche Anstrengungen das
Theater schon unternommen hat und dass man an die Grenzen des Machbaren
gekommen sei.
Herr Jobst fragt nach, wie weit die von der Fa. Actori
angeregten Marketing-Maßnahmen bisher schon gediehen seien.
Außerdem fragt er, ob der genannte Zeitrahmen
bis 2011 der Zeitrahmen sei, der von der Fa.Actori vorgegeben wurde.
Herr Schöne antwortet darauf, von Actori seien keine
direkten Zeitvorgaben für die Maßnahmen erfolgt, Actori habe aber aufgezeigt,
welche Dinge unter bestimmten Voraussetzungen möglich seien.
In den letzten Monaten habe man eine ganze
Menge Arbeit in diesem Bereich geleistet, um ein Profil zu erstellen, mit
welchem Sach- und Personalaufwand man
gezielt in einen Marketingbereich einsteigen könne.
Es gebe einen Abschlussbericht dazu, der Anfang
nächster Woche im Theaterleitungsbereich besprochen werden solle. Danach wolle
man diese Dinge bereits im Frühjahr einsetzen, damit sie zu Beginn der neuen Spielzeit schon starten könnten.
Frau Kramps hakt nach, ob das Theater jetzt erst damit
beginne, sich mit dem Marketingbereich zu beschäftigen, die Frage von Herrn
Jobst habe darauf abgezielt, zu erfahren, wie der aktuelle Stand der Dinge sei.
Herr Hilchenbach antwortet, man habe in
den letzten Monaten den Bereich Marketing, der am Theater noch nicht existiere,
von einem externen Unternehmen untersuchen lassen. Die Ergebnisse dieser
Untersuchungen liegen nun in schriftlicher Form vor. Daraus wolle man am Montag gemeinsam klare
Anforderungsprofile erstellen.
Dies setze aber auch voraus, dass man sowohl
Personal als auch Arbeitsplätze benötige, die einem zeitgemäßen Marketing
gerecht werden.
Er gehe davon aus, dass man in den nächsten
Wochen Stellen ausschreiben und die Arbeitsplätze schaffen könne.
Herr Millhoff hält den Aufbau der Aufstellung von Herrn
Schöne für sachlich und wirtschaftlich sehr gut. Er hält es für wichtig,
vorsichtig vorzugehen, damit sich die Dinge nicht plötzlich ins Negative
umkehren. Man solle auch zukünftig schrittweise vorgehen, um die Besucher nicht
zu vergraulen.
Herr Klessa hat eine Nachfrage zur Vorteilsrate der
Märkischen Bank. Er möchte wissen, für wen die 20 % Preisvorteil eingeräumt
werden und ob dafür eine Gegenleistung eingeräumt werde.
Herr Schöne antwortet, solche Dinge würden auf
kooperativer Basis geschehen. Natürlich sei auch ein Vorteil für das Theater
damit verbunden, da man für bestimmte Maßnahmen die Unterstützung des
Institutes bekomme.
Herr Jobst fragt, ob es sich dabei um ein Nullsummenspiel
handele oder ob für das Theater unterm Strich etwas übrig bleibe.
Herr Schöne bittet um Verständnis, dass er dazu an dieser
Stelle nicht weiter Stellung nehmen möchte.
Frau Kramps bittet, eventuelle Fragen dazu im
nichtöffentlichen Teil der Sitzung zu stellen.
Herr Röspel spricht die subventionierten Eintrittskarten
für die Volksbühne an und möchte wissen, wie es sich damit verhält.
Herr Schöne informiert, diese Regelungen für die
Volksbühne und den Theaterring seien aus der Historie heraus entstanden, die
Größenordnungen, die früher bestanden hätten, seien aber auch im Laufe der Zeit
zurückgefahren worden. Bei den letzten Preiserhöhungen habe man auch diese
Karten prozentual angepasst. Für das Theater ergeben sich dadurch immer noch
erkleckliche Einnahmen, allerdings nicht so hoch, wie bei einem Abo. Würde man
diese Preise schlagartig anheben, würde diese alte Tradition im Hause weg brechen.
Herr Sondermeyer kritisiert den Begriff
„Ticketing“ und möchte anregen, die Deutschen Begriffe zu
verwenden. Außerdem möchte er wissen, ob es auch möglich wäre, ein Lastschriftverfahren
und eine Reservierung mit ganz konkreter Platzwahl einzuführen.
Herr Schöne antwortet, man verwende einen überall gängigen
Begriff und es handele sich um nichts anderes, als um ein Online- Kauf- und
Reservierungssystem, das mittlerweile fast überall auch im Kulturbereich
verwendet werde.
Er erläutert ausgiebig sämtliche Möglichkeiten,
die dem Kunden heutzutage zur Verfügung stehen.
Herr Jobst bedankt sich für den insgesamt sehr
ausführlichen Bericht und fragt nach, ob es noch Bereiche aus dem
Actori-Gutachten gebe, die in diesem Bericht nicht enthalten seien und noch
abgearbeitet werden müssten.
Herr Schöne erläutert, es gebe Bereiche aus dem Actori-Gutachten, die einer Ratsentscheidung
bedürfen. Andere Bereiche seien reine
Verwaltungstätigkeiten und unterliegen der Regie des Oberbürgermeisters oder
der Leitung des Theaters. Diese Vorlage betreffe nur ein Segment und nach und
nach werde man alle Bereiche angehen.
Die erheblichen Personaleinsparungen, die dem Gutachten nach auch zu
leisten seien und nicht der Beratung und Beschlussfassung des KWA unterliegen,
seien auch bereits schrittweise angegangen worden. Man werde diese bisher schon
geleisteten Dinge in der geforderten Aufstellung auch darstellen. Den
jeweiligen Stand der Abarbeitung des Maßnahmepaketes könne man eventuell auch
bis zur nächsten Sitzung dezidiert darstellen.
Frau Kramps stellt für sich selbst klar, dass
es sehr wünschenswert wäre, unter Hinzuziehung des Actori-Gutachtens
aufzuzeigen, was noch alles an Aufgaben angegangen werden müsse. Ein solches
Konzept mit den noch angedachten Schritten wäre schon sehr wichtig.
Frau Suda möchte noch einen Schritt weiter gehen und erwartet zur besseren Übersichtlichkeit
für den Ausschuss die Vorstellung eines Marketing-Konzeptes.
Da im Moment keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, verweist Frau
Kramps auf den vorliegenden Antrag von Frau Suda, die Sitzung heute
als 1. Lesung zu betrachten und fragt, ob jemand dagegen sei.
Herr Schöne gibt zu bedenken, dass man die Zeitschiene unbedingt einhalten müsse,
damit man Dinge wie Werbestrategien, Abonnenteninformationen und Verkauf noch
umsetzen könne.
Frau Kramps bittet aber generell zu berücksichtigen, dass man mit Vorlagen von
dieser Bedeutung zuerst in die Fraktionen gehen wolle.
Herr Hilchenbach weist darauf hin, dass eine Entscheidung des Rates dann erst im Mai
erfolgen könne, was für das Erscheinen des Spielzeitheftes zu spät sei.
Frau Kramps stellt klar, die Verwaltung sei
für die Erstellung der Terminleiste der Beratungsfolge einer Vorlage zuständig
und müsse dieses Problem dann unter sich lösen.
Anlagen zur Vorlage
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8,9 kB
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8
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(wie Dokument)
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9
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(wie Dokument)
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8,2 kB
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