16.12.2008 - 10 Neukonzeption der Kindertagespflege in Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 10
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 16.12.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Renate Haack
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Versteeg-Schulte
erläutert die Vorlage.
Herr Gebauer erläutert die
ergänzende Tischvorlage des Caritasverbandes (siehe Anlage zu TOP 10).
Er appelliert an die Ausschussmitglieder die Vorlage zur Neukonzeption
der Kindertagespflege in Hagen in dieser Form nicht anzunehmen Er schlägt vor, den Beschlussvorschlag unter
Punkt 2 dahingehend zu ergänzen, dass
„ unter Beteiligung des bisherigen Träger, der Caritas und der AG
3“ eingefügt wird.
Herr Reinke erklärt im
Namen der CDU-Fraktion, dass der
Vorschlag mitgetragen wird.
Frau Burghardt ist der
Meinung, dass die Caritas ein aussagekräftiges Papier für diese Sitzung
erstellt habe, deren Inhalt darauf
ausgerichtet sei, die Trägervielfalt zu erhalten.
Die hervorragende Arbeit, die in den vergangenen Jahren vom
Tagesmütterwerk unter der Betreuung der Caritas geleistet worden sei, müsste
eine Würdigung finden.
Sie bäte, dem Vorschlag der Caritas zu folgen und den Beschlussvorschlag in diesem Sinne zu verändern.
Frau Klos-Eckermann bittet
Herrn Steuber, zusammenfassend seine Stellungnahme darzulegen.
Herr Steuber bestätigt,
dass die Verwaltung mit den geäußerten Meinungen vollkommen übereinstimme. Man
müsse berücksichtigen, dass die Jugendämter eine gesteigerte Verantwortung in
den letzten Jahren erhalten hätten. Die strafrechtlichen Konsequenzen träfen im Ernstfall nur die Mitarbeiter des
Jugendamtes und nicht die der freien Träger.
Fakt sei, dass es nun zwei weitere Bewerber gebe, die keinerlei Erfahrung
in diesem Feld hätten. Man müsse sich mit der Situation auseinandersetzten,
dass zukünftig vielleicht nicht nur der Caritasverband sondern auch andere
freie Träger in diesem Marksegment Geld verdienen wollten. Die Rolle des
Jugendamtes bestehe darin, die Erlaubnis zu erteilen. Damit übernehme das
Jugendamt ganz allein die Verantwortung.
Mit der von Herrn Gebauer vorgeschlagenen Lösung könne er sich
anfreunden.
Herr Haensel erklärt, dass
er mit der eingeschlagenen Richtung zufrieden sei.
Herr Gebauer äußert in
Richtung Herrn Steuber, dass er seine Bedenken teile. Es gehe um 500 Kinder,
die versorgt werden müssten und das könne bedeuten, dass sich noch andere
Träger daran beteiligen müssten. Er sei der Meinung, dass es nur gemeinsam
gelingen könnte, Eltern einzuwerben. Durch die getroffenen Vereinbarungen würde
doch seines Erachtens die Verantwortung weitergegeben.
Herr Strüwer erinnert
daran, dass es zwischen der Stadt und dem Träger immer eine gute Zusammenarbeit
und eine gleichzeitige Wertschätzung der Arbeit gegeben habe.
Unter dem Gesichtspunkt der Subsidiarität würde es für naheliegend
ansehen, dass man ein Konstrukt fände,
wo diese Zusammenarbeit nicht reduziert würde auf die eigentliche Zuständigkeit der Stadt Hagen.
Er stellt den erweiterten Beschlussvorschlag zur Abstimmung.
Beschluss:
1.) Der Jugendhilfeausschuss beauftragt die Verwaltung mit dem Ausbau der Plätze in der Kindertagespflege wie in der Vorlage dargestellt gemäß Vorgabe des Bundes und des MGFFI.
2.) Die Verwaltung wird beauftragt, bis zur Sitzung des
Jugendhilfeausschusses am 10.03.09 unter
Beteiligung des bisherigen Trägers, der
Caritas, und der AG 3
ein Konzept für die Umsetzung des Beschlusses unter Ziffer 1 vorzulegen.
3.) Der Jugendhilfeausschuss nimmt die Bewerbung des Fachbereiches Jugend und Soziales zum Projekt „Aktionsprogramm Kindertagespflege“ des ESF zur Kenntnis und unterstützt diese.
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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34,9 kB
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