02.09.2008 - 6 Planungskonzept "Kinderschutz in Hagen"

Beschluss:
vertagt
Reduzieren

Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Strüwer begrüßt Herrn Finck vom Landesjugendamt, der heute als Gast des Jugendhilfeausschusses zum Thema Kindesschutz referieren wird.

 

Frau Simon, die als Jugendhilfeplanerin mit Herrn Finck zusammen die Thematik bearbeitet hat, sagt ein paar einleitende Worte.

 

Anschließend stellt Herr Finck das Planungskonzept zum Thema Kinderschutz vor. Der Inhalt des Beitrages ist der Anlage zu TOP 6 zu entnehmen.

 

Herr Reinke zeigt sich erfreut über das vorgestellte Konzept. Mit dieser Vorlage werde in Hagen das Thema Kinderschutz in Hagen  thematisiert. Man habe in den letzten zwei Jahren einen Runden Tisch zum Thema Kinderschutzambulanz gehabt. Es hätten sich daraus einige Arbeitskreise formiert. Man habe nun erreicht, dass sich zum Thema Kinderschutz eine öffentliche und politische Diskussion ergeben werde.

Er beantragt im Namen der CDU-Fraktion, die heutige Beratung der Vorlage als erste Lesung zu betrachten, weil seine Fraktion noch Beratungsbedarf habe.

Er sei enttäuscht, dass sich die Arbeit der letzten zwei Jahre in dieser Vorlage nicht wiederfinde. Mit wenigen Zeilen werde der engagierte Arbeitskreis in der Vorlage abgehandelt. Er werde darauf hinwirken, dass der im März gefasste Beschluss des JHA sich inhaltlich wiederfinde, dass Kinderschutz als wichtiges Thema aufgegriffen werde und parallel dazu die Kinderschutzambulanz als ICE behandelt werde.

Er verweist dazu auf einen Ratsbeschluss aus dem Jahr 2005, in dem Handlungsempfehlungen zum Gesundheitskonzept Gegenstand des Beschlusses gewesen seien.

 

 

Frau Klos-Eckermann bewertet die Vorlage als positiv. Natürlich wolle man Kindeswohlgefährdung am liebsten heute vermeiden. Auf der anderen Seite müsse man sehen, dass man am Ende dieses Prozesses die einzigartige Chance habe, auch diejenigen zu überzeugen, die bisher nicht der Meinung des Ausschusses seien. Am Ende des Prozesses habe man einen umfassenden Überblick. Das Engagement der letzten Jahre sei sicher nicht unnötig gewesen.

 

Herr Fischer möchte wissen, ob es in anderen Kommunen vergleichbare Modelle gebe.

 

Herr Finck kann die Frage nicht beantworten. Das Prozedere sei in der Jugendhilfe üblich. Bezogen auf den Kinderschutz beschäftigten sich nach seiner Wahrnehmung die Jugendämter momentan viel  weniger mit Strukturen, als mit Prozessen. Es gehe darum, wie man die Prozesse bei Meldungen besser gestalte.

 

Herr Dücker bedankt sich für die Vorlage. Er äußert seine Bedenken darüber, dass der Eindruck entstehen könne, es sei in Hagen gar nichtsin diesem Bereich vorhanden. Dem sei ja nicht so. Er bitte doch, das Subsidiaritätsprinzip einzuhalten. Gerade in diesem Bereich werde eine ganze Menge an Ehrenamt getan. Diese Bereiche sollte man auch mit einbauen und berücksichtigen.

 

Herr Steuber antwortet Herrn Reinke, dass die Arbeit des Arbeitskreises nicht verloren sei. Man habe sich große Mühe gegeben, das in der Vorlage ausdrücklich zu würdigen.

Der vorgestellt Planungsprozess sei sehr systematisch angelegt. Es gebe in Hagen bereits eine Menge Angebote, Strukturen, Kooperationen und Netzwerke zu diesem Thema. Die systematische Beschreibung der vorhandenen Ressourcen sei Aufgabe der Jugendhilfeplanung. Am Ende des Weges werde man seines Erachtens merken, dass nicht nur die Kinderschutzambulanz ein wichtiger Baustein sei. Auch die frühen Hilfen zum Beispiel seien ein ganz wichtiger Baustein.

 

Herr Reinke erklärt, dass er die nächsten Tage nutzen werde, den Baustein Kinderschutzambulanz darzustellen und möglicherweise beschlussreif vorzulegen. Man könne ja zu der Auffassung kommen, dass man diesen Baustein bereits jetzt umsetze. Sein Anliegen sei ja, dass sich dieser Baustein auch nachträglich nahtlos in das Gesamtkonzept einpassen ließe. Er habe vor kurzem auch mit dem Mentor darüber gesprochen. Dieser habe einen Weg aufgezeigt, den er gern versuchen würde. Am 17. September tage die AG IV. Dort werde das Thema besprochen, so dass man im Oktober hier im Ausschuss möglicherweise zu einer Beschlussfassung kommen könne.

 

Frau Köppen bedankt sich auch für die hervorragende Vorlage. Sie teilt allerdings die Meinung von Herrn Reinke, dass die zweijährige Arbeit des Arbeitskreises gewürdigt werden sollte. Sie unterstützt den Antrag, die Vorlage als erste Lesung zu betrachten.

 

Herr Decker äußert seine Bedenken, dass mit diesem Planungskonzept die ganze Arbeitskraft der Jugendhilfeplaner blockiert sei. Würden andere Projekte darunter leiden?

 

Frau Simon kann Herrn Decker beruhigen, dass die Prioritäten im Fachbereich gesetzt würden.

 

Herr Haensel bedankt sich auch für die Vorlage. Er freue sich auf den Start und auf den ersten Zwischenbericht.

 

Herr Strüwer fasst zusammen, dass die Ausschussmitglieder ihr Wohlwollen darüber geäußert hätten, dass man so strukturiert an die Sache gegangen werde. Während dieses Planungsprozesses könne es durchaus zu Veränderungen kommen.

Er bäte, die erste Lesung nicht als Bremse zu betrachten, sondern zügig weiterzuarbeiten, um dann im Oktober erneut in die Diskussion einzusteigen.

Reduzieren

Beschluss:

 

Die Vorlage wird in erster Lesung zur Kenntnis genommen.

Reduzieren

Abstimmungsergebnis:

 

 Einstimmig beschlossen

 

 Mit Mehrheit beschlossen

 

 Einstimmig abgelehnt

 

 Mit Mehrheit abgelehnt

 

 Abgelehnt bei Stimmengleichheit

 

 Ohne Beschlussfassung

X

 Zur Kenntnis genommen

 

      

 

Dafür:

      

Dagegen:

      

Enthaltungen:

      

 

Reduzieren

Anlagen