02.09.2008 - 10 Projekt "Straßenkinder"Aufsuchende Straßensozia...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 10
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 02.09.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Anita Lückel
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Goebels erläutert die
Vorlage.
Herr Goldbach ergänzt,
dass man stärkere aufsuchende und mobile Elemente in der Jugendsozialarbeit
bräuchte. Er sähe jedoch keine Möglichkeit, das im Rahmen des
jetzt laufenden Jugendförderplans zu verändern. Er sähe es jedoch
durchaus als notwendig an, sich über diese Arbeitsansätze bei der Aufstellung
des nächsten Jugendförderplans 2010-2014 Gedanken zu machen.
Herr Haensel bedankt sich
für die Vorlage. Er könne dem Inhalt der Vorlage komplett folgen. Das
Diakonische Werk halte die Szene im Blick. Man habe eine Verstetigung des
Projektes erzielt. Hier müsse es zu einer Neuorientierung der aufsuchenden
Arbeit kommen.
Herr Strüwer zieht das
Fazit, dass der Beitrag für die fachliche Weiterentwicklung in dem Bereich
Straßensozialarbeit ungeheuer wichtig gewesen sei. Auf solch einer Basis könne
man auch gemeinsam aufbauen und nach Wegen suchen, wie es weitergehen könne.
Herr Reinke ist der
Meinung, dass dieses Thema den Ausschuss weiterhin beschäftigen sollte. Es gebe
noch viele offene Fragen. Er schlägt vor, dieses Thema „Aufsuchende
Straßensozialarbeit“ im neu zu verhandelnden Kontrakt erneut aufzugreifen.
Herr Strüwer berichtet von
einem Gespräch mit dem Mentor, in dem dieser geäußert habe, dass er es für
sinnvoll halte, für einen längeren Zeitraum einen Kontrakt zu verabschieden.
Dieser Kontrakt biete nicht nur eine Planungssicherheit, sondern auch eine
gewisse Gestaltungsfreiheit. Er schlägt vor, im Rahmen dieser Gespräche im Jahr
2009 das Thema bereits einzubeziehen und eine Brücke zu den Gesprächen im
Rahmen des Jugendförderplans für 2010 bis 2014 zu bauen. Dies sei eine Chance,
dem Thema eine Perspektive zu geben.
Herr Decker kann dem nicht
folgen, da das Fazit in der Vorlage doch aussage, dass keine Straßenkinder
vorhanden seien.
Herr Strüwer verweist auf
die Beratungen, die deutlich gemacht hätten, dass es viele Kinder und
Jugendliche gebe, die einem hohen Gefährdungspotential unterlägen. Es sei die
Pflicht des Jugendhilfeausschusses, sich über diese Problematik Gedanken zu machen.
Herr Steuber weist darauf
hin, dass man sich im Moment in einem kontraktlosen Zustand befände. Der alte
Kontrakt sei zum 31.12.07 ausgelaufen.
Man habe einen unterschriftsfähigen Entwurf vorgelegt. Sinnvoll sei ein
Kontrakt, der zeitlich nicht abweiche vom Kinder- und Jugendförderplan, sondern
mit diesem identisch sei. Dann habe man über die gesamte Legislaturperiode des
Rates Gestaltungsspielraum.
Die Verwaltung würde das sehr begrüßen.
Herr Strüwer hält es für
sinnvoll, für 2009 einen Übergangskontrakt zu schaffen.
Er lässt über den erweiterten Beschluss abstimmen.
Beschluss:
Der Vertrag zwischen dem Diakonischen Werk Ennepe-Ruhr/Hagen und der
Stadt Hagen vom 20.07.2006 für die Höhe der Zuwendungen für das
Leistungsangebot Aufsuchende Straßensozialarbeit für die Jahre 2005 bis 2007
wird nicht weiter fortgesetzt.
Der Bereich der aufsuchenden Straßensozialarbeit soll im Zuge der
anstehenden Kontraktverhandlungen für 2009 thematisiert werden.
