04.03.2008 - 4 Mitteilungen

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Wortprotokoll

Herr Steuber weist auf die ausgelegten Informationsblätter zur Jugendschöffenwahl hin.

 

Weiterhin berichtet er über einen Antrag des Bildungs- und Kulturvereins e.V. auf  Genehmigung eines Wochenend- und Freizeitbetriebs. Es gehe dabei um die Vermittlung von religiösem Grundwissen. Zuständig für die Erteilung der Betriebserlaubnis sei das Landesjugendamt. Da dort mehrere dieser Anträge eingegangen seien, plane man ein gemeinsames Treffen der betroffenen Jugendämter.

 

Herr Strüwer geht davon aus, dass keine Entscheidung getroffen werde, bevor der Ausschuss nicht  über die weitere Entwicklung informiert worden sei.

 

Herr Steuber berichtet weiterhin über den Stand der Verhandlungen zum Thema Straßenkinder. Eine Straßenkinderszene sei in Hagen so nicht vorhanden. Erforderlich sei eine zugehende Arbeit unter der Steuerungsverantwortung des Jugendamtes. Es werde sich dann um Erziehungshilfe als präventive Maßnahme handeln. In diesem Zusammenhang sollten weiterführende Gespräche geführt werden. Damit würde das Erfordernis der institutionellen Bezuschussung eventuell wegfallen. 

 

Zum Thema Kindeswohlgefährdung teilt er mit, dass sich die Situation im Allgemeinen Sozialdienst akut zuspitze. In diesem Jahr, also in zwei Monaten habe es bereits 54 Verdachtsfälle von Kindeswohlgefährdung gegeben. Das sei im Vergleich zu den Vorjahren eine sehr hohe Zahl. Wenn man diese auf das gesamte Jahr hochrechne, käme man auf ca. 300 angenommene Fälle. Zwei Drittel der Meldungen seien dabei aus professionellen Kreisen gekommen. Es gebe eine große Zahl von Seismographen in dieser Stadt.

Bei den personellen Ressourcen hätte sich durch Krankheitsfälle eine Reihe von Ausfällen ergeben. Darunter seien auch Kollegen, die unter dem Burn-out-Syndrom litten.

Ihm läge eine Reihe von Überlastungsanzeigen aus dem ASD vor.

Daher habe man kurzfristig reagiert und fünf Stellen aus anderen Bereichen abgezogen und dem ASD zum 15.03.08 zugewiesen. Ab diesem Datum werde auch der Pflegekinderdienst wieder in den ASD integriert.

Alles außer Kindeswohl sei nachrangig zu behandeln. Dabei seien auch der Verzicht auf Aufgabenstandards vereinbart worden. Durch eine Organisationsuntersuchung würde eine neue Personalbemessung erfolgen. Dies werde sich jedoch bis zum zweiten Halbjahr 2008 hinziehen.

 

Herr Strüwer möchte wissen, in wie vielen der angezeigten Fälle eine Inobhutnahme erfolgte.

 

Frau Klos-Eckermann formuliert eine Anfrage an die Verwaltung, inwieweit  der ASD instrumentell  in der Lage sei, mit der Situation umzugehen.

 

Herr Dr. Schmidt weist darauf hin, dass die Gefahr, dass es zu einem Extremfall komme, immer da sei. Es sei keine Gewährleistung möglich. Es handele sich hier um Notmaßnahmen, um Lücken zu füllen.  Wenn man in Vergleichsstädte gucke, sei für Hagen ein Bedarf nachzuweisen. Dafür müsse man jedoch eine Organisationsuntersuchung durchführen.

 

Fachliche Leitlinien der Hilfen zur Erziehung in Hagen stünden im Internet zur Verfügung. Die Verantwortung läge letztendlich beim Oberbürgermeister und bei ihm als Sozialdezernten.

 

Herr Steuber stellt fest, dass in Hagen etwas im Bereich der frühen Hilfe fehle. Er spezifiziert die 54 Fälle. Bezug nehmend auf die Frage von Herrn Strüwer teilt er mit, dass in 20 % der Fälle die Kinder in Obhut genommen wurden. Dabei sei auch weiterer Hilfebedarf festgestellt worden.

 

Herr Haensel erklärt, dass man als Fachausschuss Herrn Steuber und der betroffenen Abteilung den Rücken stärken müsse. Es sei natürlich schwierig, neue Mitarbeiter für diesen Bereich zu finden. Sein Dank richte sich an die Mitarbeiter, die bereit seien, sich dieser Aufgabe zu stellen.

 

Herr Fischer weist auf die ausgelegten Broschüren zu Ferienfreizeiten, Ferienaktionen, Kurse, Workshops und Aktionen hin. Es sei gelungen, eine Woche in den Osterferien zusammen mit dem Fachbereich Jugend & Soziales zu gestalten. Es handele sich um eine Begegnung mit Jugendlichen aus Israel / Modiin, die hier in Hagen stattfände. Gesucht würden noch Gastfamilien.

 

Weiterhin berichtet er von einer vom Jugendring durchgeführten Ausstellung „Zug der Erinnerung“ über das Schicksal von deportierten Juden. Er habe mehrer Exemplare eines Pressespiegels mitgebracht, die er gern zur Verfügung stelle. 1.300 Besucher hätten die Ausstellung besucht. Beeindruckend seien die Ausführungen eines Zeitzeugen gewesen, der sich trotz seines hohen Alters zur Verfügung gestellt habe.

Empörend sei die Tatsache, dass die Deutsche Bahn AG an diesen Transporten verdient habe. Dies wolle er nicht so hinnehmen und er rufe daher zu einer Postkartenprotestaktion auf, die dem Verkehrsminister Herrn Tiefensee persönlich übergeben werden solle. 

 

Auf die Frage von Herrn Strüwer, ob die Finanzierung der Ausstellung gesichert sei, antwortet Herr Fischer, dass noch ein Betrag in Höhe von 1.500 € nicht gedeckt sei, aber noch Möglichkeiten bestünden, die Finanzlücke zu schließen.  

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