25.06.2008 - 8 Anfragen gem. § 6 Abs. 8 der Geschäftsordnung
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Mi., 25.06.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:03
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Leisten begründet ausführlich die schriftliche Anfrage der CDU-
Fraktion zu den geplanten Schulschließungen im Hohenlimburger Stadtgebiet.
Herr Dr. Schmidt sagt eine schriftliche Antwort zu. Anschließend
erläutert er die statistischen Zahlen der Geburten, die zu Reduzierung von
Schülerzahlen und damit auch von benötigtem Schulraum im Stadtbezirk führen
würden. Diese Statistik werde er dem Protokoll als Anlage beifügen lassen.
(Anmerkung der
Schriftführerin: Die Statistik ist der Niederschrift als Anlage beigefügt.)
Herr Arnusch betont, dass die Schulen im Stadtgebiet Planungssicherheit
für das nächste Schuljahr bräuchten. Man sei durch die Veröffentlichung in den
Zeitungen verunsichert. Er führt aus, wie wichtig es sei, im ausgedünnten ÖPNV
eine Schule fußläufig innerhalb der 2 km- Grenze zu erreichen.
Frau Fischbach weist ausdrücklich auf die Sondersituation der Grundschule
Reh hin. Dort würden viele Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund
beschult. Weiter macht sie auf die Entwicklung der fünf Neubaugebiete
aufmerksam. Dort sei es gewünscht, dass Familien mit Kindern in den Stadtteil
zögen. Weiter sei die Mozartstraße mit den häufigen Zu- und Wegzügen der
Familien eine Besonderheit. Diese seien nicht in den Geburtenzahlen der
aufgeführten Statistik zu finden.
Herr Dr. Schmidt erklärt, dass eine Einzeldiskussion zu dem Thema
erforderlich sei. Er stimmt zu, dass statistische Werte nicht die
Besonderheiten erfassen.
Herr Dr. Schmidt betont ausdrücklich, dass zu keiner Zeit von Schließungen
von Grundschulen für das Schuljahr 2007/08 ausgegangen worden sei. Der Rat habe
bis Ende Dezember 2008 Zeit für die Beratung gegeben. Man müsse den abnehmenden
Schülerzahlen Rechnung tragen. Es sei bis 2014 Handlungsbedarf.
Herr Strüwer äußert, dass die frühe Veröffentlichung über eine vermutliche Schließung der gefährdeten Schulen im Stadtgebiet für
die jetzige Unruhe in der Bevölkerung und der Politik verantwortlich sei. Er
fragt, warum erst erhebliche Investitionen an Schulen getätigt worden seien und
jetzt Schließungen drohten. Er betont die Beteiligungsrechte der
Bezirksvertretung an einer Beschlussfassung über die Schließung von Grundschulen.
Herr Dr. Schmidt erklärt, dass eine umfassende Beratung einer
entsprechenden Verwaltungsvorlage erfolgen werde.
Herr Leisten verdeutlicht die Sensibilität der Thematik von
Schulschließungen und der damit verbundenen Verunsicherung der Öffentlichkeit.
Frau Fischbach weist auf die Problematik der benötigten
Ganztagsschulplätze hin. Diese seien bereits zum jetzigen Zeitpunkt an der
Grundschule Reh nicht ausreichend. Die anderen Grundschulen im Stadtgebiet
seien nicht in der Lage bei Schließung der Offenen Ganztagsgrundschule Reh
(OGS) diese Plätze aufzufangen.
Herr Eschenbach betont, dass es ein Gesamtkonzept der Grundschulen für
Hohenlimburg geben solle. Die eventuelle Schließung einzelner Grundschulen zu
diskutieren, sei nicht ratsam.
Herr Arnusch meint nachdrücklich, dass Schulschließungen nicht zu Lasten
der Kinder führen dürften. Kurze Wege um die Grundschulen zu erreichen, müssen
gewährleistet werden.
Herr Strüwer äußert, es sei von
der Möglichkeit gesprochen worden Kinder von der Grundschule Reh in der Grundschule
Kley unterzubringen. Er fragt, wie viele Klassenräume umwandelbar seien.
Frau Fischbach wiederholt, dass für die Entscheidung ein größerer
Beratungszeitraum benötigt werde. Sie weist auf ein ihr vorliegende
Schriftstück hin, indem Zahlen zur z. B. festgelegten Einzügigkeit aufgeführt
seien, die sie für überprüfenswert halte.
Herr Dr. Schmidt stimmt Frau Fischbach zu und erklärt, dass die ihr
vorliegenden Zahlen zur Zügigkeit von Grundschulen von den Schulen angegeben
worden seien. Dort sei abgefragt worden wie viele Räume vorhanden seien, wie
viele Kinder die Schule besuchen würden und weiteres.
Herr Dr. Schmidt antwortet Herrn Strüwer auf die Frage zur Grundschule Kley. Dort seien 12
Klassenräume, zwei Mehrzweckräume und die entsprechende OGS- Einrichtung.
Eine ausgebaute Dreizügigkeit sei so möglich.
Herr Hulvershorn macht auf die schriftliche Beantwortung der Frage
aufmerksam. Dieser Punkt könne zu einem späteren Zeitpunkt weiter diskutiert
werden.
Herr Buschkühl fragt nach dem Sachstand der Hohenlimburger Straße 100.
Herr Königsfeld antwortet, dass die Abrissgenehmigung vorbereitet sei;
die Stellungnahme des Landesbetriebs Straßen NRW wegen etwaiger Behinderungen
fehle. Mit der Abrissgenehmigung stehen auch die Gelder für die Maßnahme
bereit.
Herr Arnusch bittet die Verwaltung den Berchumer Dorfplatz zu überprüfen.
Dort werde der Zugang häufiger durch große LKW`s versperrt.
Herr Niederköppern fragt, ob Hohenlimburg sich an dem Förderprogramm für
Bahnhöfe beteiligen könne.
Herr Dr. Schmidt antwortet, dass er die Aussicht auf Erfolg als äußerst
gering einschätze.
Es ergeben sich keine weiteren Wortmeldungen.
Herr Hulvershorn schließt die öffentliche Sitzung um 17:55 Uhr.
