27.11.2008 - 6.9 Landesprogramm "Kein Kind ohne Mahlzeit"- Teiln...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.9
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 27.11.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:08
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB40 - Schule
- Bearbeitung:
- Dietmar Bock
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Strüwer hält es für ein Armutszeugnis in der Gesellschaft, dass es eine solche Situation
überhaupt gibt. Gleiches gilt für Eltern, die finanziell in der Lage wären,
ihre Kinder mit einer warmen Mittagsmahlzeit in der Schule zu versorgen, sich
hierfür aber nicht interessieren. Daher ist es gut, dass es das Programm
"Kein Kind ohne Mahlzeit" gibt. Als Beispiele einer regen
Trägerbeteiligung nennt er die ev. Jugend und die Caritas, die mit
Unterstützung durch Spenden aus der Hagener Bevölkerung in der Lage sind, allen
bedürftigen Kindern eine Mittagsmahlzeit im offenen Ganztag zur Verfügung zu stellen
und dies ohne Eigenanteil. Herr Strüwer würdigt dies als eine herausragende
Leistung. Ihn hat jedoch irritiert, dass offensichtlich vorhandene Mittel
seitens der Verwaltung nicht dafür genutzt wurden, um zu prüfen, ob das
Programm nicht noch auf andere Schulen mit Übermittagsbetreuung ausgeweitet werden
kann. Er bittet die Verwaltung daher, die Situation an diesen Schulen deutlich
zu machen, Bedarfe aufzuzeigen und auch aufzuzeigen, mit welchen finanziellen
Mitteln man dieses Programm noch ausstatten könnte. Er verweist darauf, dass
anscheinend etliche Mittel ungenutzt geblieben, aber noch vorhanden sind. Bei
der großen Spendenbereitschaft, die bei Themen, wie diesem besteht, ist Herr
Strüwer sicher, dass es möglich sein wird, hier die betroffenen Kinder noch zu
versorgen.
Herr Kortmann teilt mit, dass die Vorlage am 14.12.2008 im Jugendhilfeausschuss abschließend
beraten wird und sichert zu, dass man die Fragen bis zu dieser Sitzung beantwortet,
weil dies aus dem Stand nicht möglich ist. Die Verwaltung hat die Erfahrung
gemacht, dass das Mittagessen in Ganztagsschulen mit der 7. Klasse
"schlagartig" endet. Bei großen Gesamtschulen mit rd. 1000 Schülern
hat man nur 50 Kinder, die eine warme Mittagsmahlzeit in Anspruch nehmen. Hier
bedarf es einer differenzierten Darstellung. Er hält es für richtig, dass
seinerzeit beschlossen wurde, sich auf die Grundschulen im offenen Ganztag zu
beschränken, wo es feste Gruppen gibt, die gemeinsam Essen gehen. Er weist
darauf hin, dass es sich hier um eine freiwillige Leistung handelt und man das
Glück hatte, den städtischen Eigenanteil über die Sparkassenspende finanzieren
zu können. Die Verwaltung würde gerne den Kreis der Kinder, die in den Genuss
des Programms kommen, erweitern. Da es sich jedoch um eine freiwillige Leistung
handelt, vermag er nie zu sagen, wie es im Folgejahr weitergehen wird. Hier
fehlt es an Planungssicherheit.
Beschluss:
1)
Die Stadt
Hagen beabsichtigt, auch im Schuljahr 2009/2010 im Bereich der Offenen
Ganztagsschule am Landesprogramm „Kein Kind ohne Mahlzeit“
teilzunehmen.
2)
Der
Teilnehmerkreis am o. g. Landesprogramm wird ab dem Schuljahr 2008/2009 um die
Schüler der Förderschule Wilhelm-Busch erweitert.
3)
Für den
städtischen Eigenanteil stehen 100.000 € aus der Sparkassenspende 2007
sowie voraussichtlich 100.000 € aus der Sparkassenspende 2008 zur
Verfügung.
