30.10.2008 - 2 Mündlicher Bericht über die Tätigkeit der Wirts...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 30.10.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:03
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Dr. Schmidt berichtet zum Gewerbegebiet Herbeck und verweist
darauf, dass bereits der Presse zu entnehmen war, dass die Bezirksregierung
Arnsberg zu der Thematik Fragen gestellt hat. Er geht auf das Antwortschreiben
ein, in dem darauf hingewiesen wird, dass seinerzeit im Rat ausführlich
bezüglich der Bodenfunde auf dem Grundstück berichtet wurde. Die Ausgrabungskosten
wurden damals mit rd. 15.000 - 30.000 DM beziffert. Heute schätzt man, dass die
Kosten für die Ausgrabung bei rd. 1 Mio. € liegen, was den
Grundstückspreis erheblich verteuert und sich auf die Verkaufbarkeit auswirkt.
Hier werden intensive Beratungen über das weitere Vorgehen - ggf. unter
Hinzuziehung der Eigentümer der Nachbargrundstücke - vorzunehmen sein. Zur
Klarstellung macht Herr Dr. Schmidt noch einmal deutlich, dass in den
Unterlagen zum Grundstück und auch in den Ratsvorlagen deutlich auf die zu
erwartenden siedlungsgeschichtlichen Funde eingegangen wurde.
Zum Bauvorhaben Reh (Verbandsstraße) liegt der
Konsens mit allen Nachbargemeinden vor. Das Protokoll der Sitzung liegt zwar
noch nicht vor, jedoch besteht die Hoffnung, vor diesem Hintergrund die
Bezirksregierung Arnsberg von der Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens
überzeugen zu können. Im schlechtesten Fall wäre der Gebietsentwicklungsplan zu
ändern. Dieses Verfahren würde sich über etwa 2 Jahre erstrecken.
Weiter berichtet Herr Dr. Schmidt, dass die LEG
der Stadt Hagen einen Antrag auf Abriss des Werks IV im Nahmertal übersandt
hat. Dieser Antrag auf Städtebauförderungsmittel wird von der Stadt gegenüber
dem Land gestellt werden. Die LEG hat dazu in Aussicht gestellt, dass die
erforderlichen Eigenmittel in Höhe von 30 % aufgrund der Tatsache, dass es sich
bei der Stadt Hagen um eine Gemeinde im Nothaushalt handelt, nicht von der Stadt
gezahlt werden müssen.
Abschließend berichtet Herr Dr. Schmidt über eine
RVR-Veranstaltung am 19.11.2008 in der Stadthalle in Mülheim an der Ruhr unter
der Überschrift "Ruhrinvest". Hier wird die Stadt Hagen das
PPP-Modell Elbershallen vorstellen.
Frau Grebe erklärt zum Gewerbegrundstück Herbeck, dass die Kosten für die Ausgrabungen
bei 500.000 € im ungünstigsten Fall liegen werden. Diese Kosten können
evtl. in die Kosten für die Entwicklungsmaßnahme hineingenommen werden. Es
besteht die Hoffnung, hier einen erheblichen Anteil an der Finanzierung vom
Land erhalten zu können.
Herr Asbeck geht auf den erheblichen Unterschied zwischen den seinerzeit mit ca.
15.000 DM bezifferten und heute mit rd. 500.000 € eingeschätzten
Ausgrabungskosten ein und möchte wissen, ob in der Vergangenheit evtl. die
Kosten für die Ausgrabungen niedrig angesetzt wurden, weil sich die Politik
ansonsten wahrscheinlich gegen den Kauf des Grundstücks ausgesprochen hätte.
Herr Grothe teilt zur heutigen Situation mit, dass die Kosten dadurch entstehen,
dass die gesamte Fläche zu erkunden ist. Möglicherweise ging man seinerzeit
davon aus, dass nur Teilflächen zu erkunden seien. Es wurde mit dem
Landschaftsverband Westfalen-Lippe über einen Verzicht auf die Ausgrabungen
verhandelt. Da aber selbst bei der Ausschachtung für Fundamente bereits damit
zu rechnen ist, dass man auf Funde stößt, muss vorher die Ausgrabung
vorgenommen werden.
