08.05.2008 - 5.15 Entwurf der Eröffnungsbilanz
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.15
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 08.05.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- VB 2/NKF
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Gerbersmann geht in seiner Berichterstattung auf die Aktiv-
und Passivseite der Eröffnungsbilanz ein. Dabei erläutert Herr Gerbersmann
auf der Aktivseite insbesondere das Anlagevermögen, das Umlaufvermögen und die
aktive Rechnungsabgrenzung. Auf der Passivseite erklärt und verdeutlicht Herr
Gerbersmann das vorhandene Eigenkapital, die Sonderposten, die
Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie die passive Rechnungsabgrenzung. Im
Ergebnis der umfassenden Bilanzsumme in Höhe von über 2 Milliarden Euro ist
festzuhalten, dass nur rd. 209 Millionen Euro an Eigenkapital übrig bleiben.
Davon könnten lediglich rd. 69 Millionen Euro als Ausgleichsrücklage
dargestellt werden. Diese Summe stelle sich niedriger dar, als die aufgrund der
Wirtschaftskraft mögliche theoretische Summe, die bei rd. 90 Millionen Euro
liegen würde. Aufgrund dieser Ergebnisse werde sich für die Stadt Hagen im
nächsten Jahr eine Überschuldung ergeben. Eine im Rahmen des Neuen Kommunalen
Finanzmanagement einmal eingetretene Überschuldung wieder aufzuheben, werde nur
sehr schwer zu realisieren sein. Das sei nur möglich, wenn neue
Jahresüberschüsse produziert würden. Diese Aspekte müssen bei den kommenden
Beratungen zum Sparpaket berücksichtigt werden. Abschließend erläutert Herr
Gerbersmann den Unterschied zwischen der heute vorgelegten Eröffnungsbilanz
und der konsolidierten Konzernbilanz 2010.
Herr Jochen Weber fragt nach, ob sich die Bilanz für die
Stadt positiv verändern würde, wenn die Anteile der Sparkasse mit in die Bilanz
einfließen würden.
Herr Gerbersmann macht darauf aufmerksam, dass eine Aufnahme der
Anteile der Sparkasse in die Bilanz der Stadt Hagen nicht möglich sei. Dies zeige
eindeutig der § 53 der Gemeindehaushaltsverordnung und sei vom Innenministerium
bestätigt worden.
Herr Röspel fasst zusammen, dass die Ausführungen von Herrn Gerbersmann die finanzielle
Situation der Stadt Hagen verdeutlichen würde und appelliert an die Mitglieder
des Rates alles zu unternehmen, um diese Überschuldung zu verhindern und sich
mit vollem Bewusstsein dem Sparpaketen des Mentors zu widmen.
Auf die Frage von Herrn Marscheider, wie
sich das negative Eigenkapital auf Überziehungskredite auswirken werde,
antwortet Herr Gerbersmann, dass diese Frage nicht abschließend
beantwortet werden könnte, weil dieser Fall noch nicht eingetreten sei. Nach
wie vor gelte der Grundsatz, dass Kommunen nicht inliquide werden könnten.
Herr Thielmann bittet die im Rat mit direkten Landtagsabgeordneten in Düsseldorf vertretenen
Parteien auf diese dahingehend einzuwirken, dass das Land den Kommunen die
Möglichkeit einräumen sollte, ihre Bilanz kreativer zu gestalten.
Herr Riechel weist darauf hin, dass in den Finanzanlagen die Anteile in den verbundenen
Unternehmen ausgewiesen seien und die Eigenbetriebe als Sonderbetriebe verzeichnet
würden. Er stelle sich die Frage, warum dieses nicht in Form einer konsolidierten
Konzernbilanz ausgewiesen werde, zumal sich ein finanzieller Vorteil ergeben würde.
Herr Gerbersmann teilt die Auffassung von Herr Riechel
nicht, weil lediglich die Werte der Unternehmen wiedergegeben worden seien.
Leistungsbeziehungen zwischen der Stadt und den Unternehmen führen nicht dazu,
dass sich die Unternehmenswerte erhöhen würden. Die konsolidierte Konzernbilanz
sei erst für das Jahr 2010 vorgesehen.
Herr Schulz macht eine Anmerkung zur aktuellen Konjunkturlage.
Anlagen zur Vorlage
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