08.05.2008 - 5.21 Festsetzung der Theater- und Konzertpreise ab S...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.21
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 08.05.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 46 Theater Hagen/Philharmonisches Orchester Hagen
- Bearbeitung:
- Claudia Spiegel
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Ludwig begrüßt den geänderten gemeinsamen eingereichten Beschlussvorschlag der
SPD und CDU Fraktion der als Anlage 12
der Niederschrift beigefügt ist, bittet aber um Auskunft, ob es schon verstärkt
Hinweise auf Aborücktritte gäbe und wie sich diese finanziell auswirken würden.
Herr Gerbersmann betont, dass die in der Vorlage vorgesehene Erhöhung
der Eintrittpreise nicht dazu dienen sollte, die grundsätzlich bereits im
Actori-Gutachten aufgeführten Erhöhungen in Frage zu stellen. Die Verwaltung
habe allerdings Sorge, dass es durch die im geänderten Beschlussvorschlag
aufgeführten Erhöhungen zu weniger Verkäufen von Abonnements und Einzelkartenverkäufen
kommen werde. Zwar würden möglicherweise Preiserhöhungen durchgesetzt, aber
keine Mehreinnahmen verzeichnet werden. Allein durch die Veränderung der
Preisstruktur im Wechsel der Spielzeit 2007/2008 sei es zu erheblichen
Abmeldungen im Abonnementbereich gekommen. Eine Reduzierung der Rabattierung
des Theaterrings würde bedeuten, dass diese niedriger wäre als die im normalen
Abonnentenbereich. Auch in diesem Falle komme es möglicherweise zu
Einnahmeausfällen.
Aus Sicht von Herrn Thielmann sei es zwar erforderlich,
dass das Theater Hagen Preiserhöhungen mittragen müsste, allerdings führe der
eingereichte geänderte Beschlussvorschlag zu einer drastischen finanziellen
Einbuße. Herr Thielmann beantragt, über die einzelnen Beschlusspunkte
getrennt abzustimmen.
Herr Dücker bezieht sich auf die Berichterstattung der örtlichen Presse in den
letzten Tagen und hebt hervor, dass es sich bei dieser Preiserhöhung um einen
wesentlichen Einschnitt handele, der existenziell sein kann. Über die
Reduzierung des Rabatts für den Theaterring sollten sich die Antragsteller
erneut Gedanken machen und sich auf einen von allen Beteiligten tragbaren
Kompromiss einigen.
Herr Röspel erinnert an einige Auszüge aus dem Actori-Gutachen, die sich im Wesentlichen
mit Marketingmittel- und personal auseinandersetzten und unabdingbar für das
Theater seien. Das Theater sollte sich verstärkt darum bemühen, eine
Marketingabteilung aufzubauen.
Frau Suda hinterfragt kritisch den eingereichten Beschlussvorschlag der SPD und
CDU Fraktion und geht auf die zurückgegangenen Besucherzahlen sowie die damit
im Zusammenhang stehenden Mindereinnahmen ein.
Herr Jochen Weber erinnert an die ursprüngliche Forderung der
FDP-Fraktion im Haupt- und Finanzausschuss, wonach diese eine generelle
Preiserhöhung von 20% eingefordert habe. Im Übrigen sei das von Frau Suda
vorgestellte Szenario überzogen. Die SPD-Fraktion habe in den bisherigen Theaterdiskussionen
immer deutlich gemacht, dass sie hinter dem Stadttheater Hagen und ihren
Mitarbeitern stehen würde. Aufgrund der finanziellen Haushaltslage sei es aber sinnvoll,
diesen gemeinsamen Beschlussvorschlag umzusetzen.
Herr Sondermeyer befürchtet, dass sich die vorgesehene
Preiserhöhung finanziell negativ auf die Einnahmen des Theaters auswirken
werde.
Herr Schöne teilt mit, dass zum jetzigen Zeitpunkt 330 Kündigungen im Abonnementbereich
vorliegen würden. Rund 20% bis 30% der Kündigungen sind auf die durchgeführte
Preisstruktur zurückzuführen. Dieser Anteil sei überproportional hoch. Der
Theaterring buche regelmäßig neun Vorstellungen im Jahr mit einer Entlastung
von rd. 5.500 Plätzen.
Herr Dücker weist darauf hin, dass auch sozial schwächere Bürgerinnen und Bürger die
Theatervorstellungen besuchen würden. Gerade die preiswerten Plätze seien
regelmäßig ausverkauft.
Herr Asbeck werde dem gemeinsam geänderten Beschlussvorschlag zwar zustimmen, steht
diesem aber eher skeptisch gegenüber.
Herr Strüwer vertritt die Meinung, dass der Rat der Stadt in dieser Angelegenheit verantwortungsvoll
miteinander umgehen müsste. Im Vergleich zu zukünftigen anderen Einsparungen
gestaltet sich die Erhöhung in diesem Bereich eher niedrig, so dass der Vorschlag
von CDU und SPD sinnvoll sei.
Herr Marscheider erinnert an die von seine Fraktion Bürger für
Hagen vor rd. 1 ½ Jahren vorgebrachten Argumente, dass Einsparungen im Bereich
des Theaters nur zu realisieren seien, wenn strukturell über das Theater
nachgedacht werde. Im Übrigen werden die Bürger für Hagen dem gemeinsam
eingereichten geänderten Beschlussvorschlag zustimmen.
Herr Riechel unterstützt die Ausführungen von Herrn Marscheider dahingehend,
dass die Politik den Wunsch der Bevölkerung, Erhaltung des Theaters, nachgekommen
sei. Die Politik habe versucht einen Kompromiss ohne Qualitätsverluste zu
erreichen, um einen entsprechenden Konsolidierungsbeitrag zu leisten. In dieser
Thematik haben die Bürgerinnen und Bürger durch Unterschriftensammlungen
deutlich gemacht, dass für Sie der Erhalt des Theaters von besonderer Bedeutung
sei. Aus dieser Erfahrung heraus geht Herr Riechel davon aus, dass diese
vertretbare angemessene Preiserhöhung von den Bürgerinnen und Bürger, die das
Theater erhalten wollen, mitgetragen werde.
Herr Oberbürgermeister Demnitz lässt über die einzelnen Punkte des geänderten Beschlussvorschlags
der SPD und CDU Fraktion wie folgt abstimmen.
Beschluss:
Gemäß § 41 Abs. 1 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 14.7.1994 (GV.NRW S. 666/SGV. NRW 2023), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 09.10.2007 (GV.NRW S. 380/SGV NRW 2023), werden die Eintrittspreise und allgemeinen Bestimmungen für Theater- und Konzertveranstaltungen mit Wirkung vom 1.8.2008, wie in den Anlagen 1-6 dargestellt, mit folgenden Veränderungen festgesetzt:
Die Eintrittspreise im Freiverkauf
werden um 20% erhöht.
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Mit Mehrheit beschlossen |
Die ABO-Preise werden um 10%
erhöht:
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Mit Mehrheit beschlossen |
Der ABO-Rabatt für den Theaterring
wird von 38% auf 20% des Einzelkartenpreises gesenkt.
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Mit Mehrheit beschlossen |
Anlagen zur Vorlage
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1
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9 kB
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8,7 kB
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(wie Dokument)
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8,8 kB
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4
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11,1 kB
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5
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(wie Dokument)
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9 kB
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6
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(wie Dokument)
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12,4 kB
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8,9 kB
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8
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(wie Dokument)
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9 kB
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9
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(wie Dokument)
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8,2 kB
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Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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108,2 kB
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