08.05.2008 - 1 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 08.05.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Sch. bezieht sich auf einen in der Presse dargestellten Personalkostenvergleich
mit der Stadt Hamm und fragt nach, warum der Haushalt dieser Stadt mit rund 40
Millionen Euro weniger Personalkosten bei gleicher Größenordnung belastet sei.
Herr Dr. Bleicher bestätigt, dass der von der Bezirksregierung
angestellte Vergleich rund 40 Millionen Euro mehr Personalkosten ausgewiesen
habe. Die im Anschluss seitens der Stadt Hagen durchgeführte Untersuchung habe
ergeben, dass einige von der Stadt Hagen wahrgenommen Aufgaben (z.B. Theater)
in der Stadt Hamm nicht durchgeführt werden. Dies erkläre unter anderem die
unterschiedliche Ausweisung der Personalkosten.
Herr Sch. hinterfragt den vorgesehen Abriss des Hauses an der Frankfurter Straße
24 und fragt die Fraktionen, ob Ihnen bekannt sei, dass die Immobilie einen
Marktwert von rd. 500.000 bis 600.000 Euro habe. Darüber hinaus möchte Herr
Sch. wissen, ob den Ratsfraktionen bewusst sei, dass dieses Wohnhaus erst
vor einigen Jahren nach einem Brand saniert wurde und rd. 6.000 Euro im Jahr an
Kaltmieten eingenommen werden.
Herr Grothe bestätigt den vorgesehen Abriss des Hauses an der Frankfurter Straße 24.
Dieser Abriss sei im Zusammenhang mit dem vom Land geförderten Programm Stadtumbau
West erforderlich, um eine Grünfläche zu gestalten. Der Bereich Wohnen und
Vergnügen soll an dieser Stelle dadurch besser geregelt werden. Darüber hinaus
soll an dieser Stelle, auf Nachfrage der Jugendlichen ein Bolzplatz entstehen. Dies
sei in Absprache mit den Bezirksvertretungen und dem Rat beschlossen worden.
Herr Dr. Ramrath ergänzt, dass die Maßnahme im Rahmen des
Gesamtkonzeptes aus Sicht der Verwaltung geboten sei. Es handele sich um einen
typischen Interessenkonflikt, der zunächst nicht wirtschaftlich erscheine, so
dass möglicherweise der Mentor in dieser Thematik eine Empfehlung abgeben
könnte.
Auf die weitere Frage von Herrn Sch., ob
die Realisierung dieser Maßnahme im Einklang mit den Bedenken der Anwohner
stehen würde, antwortet Herr Grothe, dass es sich um eine Übergangszone
zwischen einem Freizeitgelände und Wohnen handele, die zum jetzigen Zeitpunkt
mit den örtlichen Gegebenheiten nicht vereinbar sei. Die Errichtung einer
Grünfläche an dieser Stelle sei erforderlich, um dem städtebaulichen Gesamtkonzept
Rechnung zu tragen.
Frau H. fragt nach, wann die Sanierung der Toilettenanlagen im Hauptbahnhof Hagen
abgeschlossen werde, damit die Menschen mit einer Behinderung diese entsprechend
nutzen können. Darüber hinaus bitte Frau H. um Auskunft, ob die
Möglichkeit bestehen würde, auf den Stadtfesten behindertengerechte
Toilettenwagen aufzustellen.
Herr Grothe erklärt zustimmend, dass die Verwaltung den Wunsch hinsichtlich der behindertengerechten
Toilettenwagen an die jeweiligen Veranstalter weitergeben werde. Im
Zusammenhang mit der Sanierung der Toiletten im Hagener Hauptbahnhof stehe die
Verwaltung in Kontakt mit der Deutschen Bahn AG und habe dieser eine entsprechende
Frist zum Abschluss der Sanierungsarbeiten eingeräumt.
Frau H. hinterfragt kritisch die Einsammlung von Spendengeldern im Zusammenhang
mit der Neupflanzung von Bäumen auf dem Hagener Stadtgebiet. Dies stände im Widerspruch
zur Abschaffung der Baumschutzsatzung.
Herr Oberbürgermeister Demnitz verdeutlicht, dass der Förderverein für den
Hagener Stadtwald die Schäden des Sturms „Kyrill“ beseitigen
möchte. Die Baumschutzsatzung sei vor dem Hintergrund des verantwortlichen
Umgangs der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hagen entbehrlich gewesen.
Herr O. möchte wissen, nach welchem Recht die Grundsicherungs- und Arbeitlosen
II Empfänger bei nichtverschuldeten Energierückstandszahlungen zwangsentmündigt
werden.
Herr Oberbürgermeister Demnitz sichert eine schriftliche Antwort zu.
Ergänzend möchte Herr O. wissen, ob in den
Dienstanweisungen der ARGE Hagen und des Fachbereiches Jugend und Soziales rechts-
und gesetzeswidrige Anweisungen enthalten sind.
Herr Oberbürgermeister Demnitz sichert eine schriftliche Antwort zu.
Weiter möchte Herr O. wissen, wann die
Regelungen zur Heizkostenpauschale in der Stadt Hagen geändert werden.
Hinweis des Schriftführers: Die im Zusammenhang
mit der Heizkostenpauschale von Herrn O. gestellte Frage wurde von Herrn
Dr. Schmidt bereits in der Ratssitzung vom 13.12.2008 beantwortet.
In einer weiteren Frage bezieht sich Herr O.
auf § 44 SGB X und fragt nach, wann Rat und Verwaltung gedenken, Ihre rechtswidrigen
Auffassungen unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung der
Sozialgerichte zu ändern und entsprechend tätig zu werden.
Herr Oberbürgermeister Demnitz sichert eine schriftliche Antwort zu.
Frau P. bittet um Auskunft, ob die Stadtverwaltung der Kultur- und Dorfgemeinschaft
in Holthausen Unterlagen zur Verfügung stellen könnte, aus denen hervorgehe, in
welcher finanziellen Höhe der Verein „TuS Holthausen“ unterstützt
werde. Ergänzend möchte Frau P. wissen, wie hoch der kalkulierte Erlös
bei einem Verkauf des Sportplatzes Holthausen sei.
Herr Oberbürgermeister Demnitz sichert eine schriftliche Antwort zu.
