06.03.2008 - 1 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 06.03.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr P. fragt nach, wann der Rat der Stadt die Baumschutzsatzung wieder in Kraft
setze und welche Fraktion bzw. welches Ratsmitglied den erforderlichen Antrag
dazu stellen werde.
Herr Thielmann verweist auf die politischen Mehrheiten im Rat der Stadt und erklärt,
dass eine Antragstellung seitens der FDP-Fraktion nicht erfolgen werde.
Herr Riechel schließt sich der Auffassung von Herrn Thielmann an und teilt für
die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen mit, dass diese bei einer entsprechenden
Möglichkeit den erforderlichen Antrag stellen werde.
Im Zusammenhang auf seine politischen Eingriffsmöglichkeiten
verweist Herr Dr. Bücker auf die Geschäftsordnung des Rates.
Herrn O. stellt eine Frage zur ausgeübten Nebentätigkeit von Herrn Asbeck.
Herr Asbeck verweist auf die vom Oberlandesgericht Hamm erteilten Genehmigungen.
Frau P. bezieht sich in Ihrer Fragestellung auf die anstehenden Baumfällungen in
der Bahnhofstraße und fragt nach, ob der Verwaltung die Studien zur
Gesundheitsbelastung im Zusammenhang mit der Feinstaubproblematik bekannt
seien.
Herr Grothe bestätigt, dass der Verwaltung mehrere Studien im Zusammenhang mit der
Feinstaubbelastung bekannt seien und erinnert an den hauptsächlichen Bereich
der Feinstaubbelastung, der sich im Wesentlichen auf den Stadtring
niederschlage. Die in Rede stehenden Bäume in der Bahnhofstraße seien nicht
mehr gesund und müssten gefällt werden. Eine Ersatzpflanzung werde erfolgen.
Herr O. fragt im Zusammenhang mit der Bebauung am Ergster Weg nach, ob sich Herr
Oberbürgermeister Demnitz sowie die Ratsvertreter zutrauen würden Bus- bzw.
Lastkraftwagenfahrer auf den Straßen in Berchum zu sein. Darüber hinaus bittet Herr
O. um Auskunft, ob sich die Vertreter des Rates vor Ort persönlich
Kenntnisse über eine mögliche Bebauung verschafft haben.
Herr Jochen Weber bejaht die erste Frage und verweist auf die
mehrfachen von ihm und den Mitgliedern der SPD-Fraktion im Zusammenhang mit der
geplanten Bebauung in Berchum wahrgenommene Ortstermine. Die geführten
Gespräche zu dieser Bebauung, die in Berchum stattgefunden haben, seien von der
SPD-Fraktion intensiv begleitet worden.
Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, so Herr
Ludwig, habe sich gleichermaßen von den örtlichen Gegebenheiten überzeugt.
Aufgrund der verkehrlichen Erschließung könnte sich Herr Ludwig nicht
vorstellen, in Berchum Bus- bzw. Lastkraftwagenfahrer zu sein. Die Fraktion
Bündnis 90/ Die Grünen werden die Verwaltungsvorlagen zum Bauvorhaben am
Ergster Weg ablehnen.
Herr Marscheider erklärt, dass zwei Mitglieder der Fraktion
Bürger für Hagen bei den Veranstaltungen in Berchum persönlich zugegen gewesen
seien. Die Verwaltungsvorlagen werde die Fraktion Bürger für Hagen ablehnen.
Herr Thielmann bestätigt eine nichtoptimale verkehrliche Erschließung in Berchum. Aus
Sicht der FDP-Fraktion sei aber eine zusätzliche Bebauung verträglich. Die
FDP-Fraktion werde der Einleitung des Bebauungsplanverfahrens zustimmen.
Herr Asbeck verneint die erste Frage von Herrn O. und macht auf die von der
CDU-Fraktion wahrgenommenen örtlichen Termine und Gesprächsdiskussionen in Berchum
aufmerksam.
Hinweis des Schriftführers: Die weiteren von Herrn
O. gestellten Fragen wurden im Rahmen des Diskussionsverlaufes zu den
öffentlichen Tagesordnungspunkten I.5.30 und I.5.31 beantwortet.
Frau E. bezieht sich erneut auf die anstehenden Baumfällungen in der Bahnhofstraße
und möchte wissen, wer den Gesundheitszustand der Bäume beurteilt habe.
Nach Aussage von Herrn Grothe wurden die
Bäume von der Grünflächenverwaltung, die ausreichendes Fachwissen nachweisen
kann, untersucht. Darüber hinaus haben zwei fachkundige Mitglieder der
Bezirksvertretung Hagen-Mitte bestätigt, dass die Ergebnisse in dem
vorliegenden Gutachten zutreffen würden.
Frau E. bezweifelt die Fachkompetenz von Frau Richter und Herrn
Thormählen von der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen in der Bezirksvertretung
Hagen-Mitte und fragt nach den Möglichkeiten, wie die Baumfällungen noch
verhindert werden können.
Zur allgemeinen Verdeutlichung erinnert Herr
Grothe an das vorliegende Gesamtkonzept zur Umgestaltung der Bahnhofstraße,
wonach diese nach Beendigung der Maßnahme wieder als Baumallee erkennbar sein
werde. Darüber hinaus werde die Fällung der Bäume im Zuge der einzelnen
Bauabschnitte nacheinander erfolgen. Eine Ersatzpflanzung sei vorgesehen.
Weitere Anregungen und Beschwerden könnten im Rahmen einer noch stattfindenden
Bürgerversammlung vorgetragen werden.
Herr Glaeser merkt an, dass sich gerade die beiden in Rede stehenden Kommunalpolitiker
für den Erhalt der Natur aussprechen würden, aber in dieser Angelegenheit zu keinem
anderen Ergebnis gekommen wären. Beiden Politikern sei es zu verdanken, dass
zusätzliche Ersatzpflanzungen im Kernbereich der Stadt vorgenommen werden. Der
Umbau der Bahnhofstraße sei bereits 2006 in der Bezirksvertretung Mitte
thematisiert worden, so dass zu diesem Zeitpunkt Bedenken hätten vorgetragen
werden können.
Aufgrund der jetzigen Haushaltslage bezweifelt Herr
Thielmann den angedachten Ausbau der Bahnhofstraße und bezieht sich erneut
auf das vorliegende Gutachten der Verwaltung hinsichtlich der erforderlichen
Baumfällungen, wonach der ein oder andere Baum noch eine mögliche
Lebenserwartung von 10 Jahren habe werde.
Herr Ludwig versichert, dass die beiden angesprochenen Kommunalpolitiker der Fraktion
Bündnis 90/Die Grünen zusammen mit der Verwaltung die Beweggründe in diese
Angelegenheit sehr ausführlich geprüft haben.
