14.04.2026 - 5.2 Mündliche Mitteilungen

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Wortprotokoll

Sabine Michel weist darauf hin, dass bezüglich der Wahl der Vorsitzenden und stellvertretenen Vorsitzenden im Nachgang zur konstituierenden Sitzung eine Beschwerde beim Oberbürgermeister eingegangen ist. Dabei wurde die Wahl seitens eines Mitglieds des Frauenbeirats beanstandet, eine Stellungnahme durch das Rechtsamt der Stadt steht allerdings noch aus.

 

Anlässlich des Internationalen Frauentags hat am 07.03.2026 der Frauen-Info-Tag von 11:00 bis 16:00 Uhr in der Volme Galerie stattgefunden, den die Gleichstellungsstelle der Stadt Hagen koordiniert und gemeinsam mit dem Hagener Frauen Netzwerk (HFN) erfolgreich veranstaltet hat. An rund 40 Infoständen präsentierten unterschiedliche Mitgliedsinstitutionen des HFN ihre vielfältigen Angebote und stellten sich und ihre Arbeit vor. Auch standen an einigen Ständen kreative Mitmachangebote zur Verfügung. Für das leibliche Wohl sorgte wieder einmal die Hellenische Orthodoxe Mission Deutschlands e.V. mit einem reichhaltigen, kostenlosen Buffet.  Gegen eine Spende wurden die Speisen an die zahlreichen Besucher*innen verteilt.

Außerdem fanden im Rahmen des Internationalen Frauentags 2026 zusätzlich verschiedene Veranstaltungen der Mitglieder des HFN bis in den April hinein statt und waren der gemeinsamen Veranstaltungsbroschüre zu entnehmen, die durch die Gleichstellungsstelle veröffentlicht wurde.

Die Gleichstellungsstelle lädt alle aktiven Mitglieder des HFN sowie weitere aktive Mithelfer*innen, die den Frauen-Info-Tag 2026 unterstützt haben, im Juni zu einem Dankeschön-Frühstück bei Thalia Hagen ein. Dort soll der Frauen-Info-Tag gemeinsam reflektiert werden. Ebenso soll die Möglichkeit eines Ausblicks auf eine mögliche gemeinsame Veranstaltung des HFN im Rahmen des Internationalen Frauentags 2027 gegeben werden.

 

Bibiane Stein-Majewski hat an verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen des Internationalen Frauentags 2026 teilgenommen und berichtet von ihren Eindrücken und Erfahrungen. Sie weist auf das nächste interkulturelle Frauenfrühstück im Allerwelthaus am 27.06.2026 von 10:00 bis 12:00 Uhr hin und kann eine Teilnahme nur empfehlen. Darüber hinaus besteht noch ein Fotoprojekt des Allerwelthauses, bei dem Bilder für den Internationalen Frauentag 2027 gesammelt werden. Einzelheiten können aus der Veranstaltungsbroschüre zum Internationalen Frauentag 2026 entnommen werden.

 

Des Weiteren sind zwei Lesungen geplant, Informationen dazu erhalten die Mitglieder des FB per E-Mail.

 

Zum aktuellen Sachstand bezüglich der Renovierung der Frauennotschlafstelle im Frankenweg in Hohenlimburg verweist Sabine Michel auf einen schriftlichen Bericht von Eva Koch, Fachbereich Integration, Zuwanderung und Wohnraumsicherung. Demnach seien die ersten geplanten Umbauarbeiten abgeschlossen.

 

 

Die untergebrachten Frauen verfügen nun alle über ein eigenes Waschbecken inkl. Warmwasser und eine Heizung in ihrem Zimmer.

Der Einbau der Haustüren habe sich nochmals verzögert, voraussichtlich werden diese aber in spätestens vier Wochen installiert. Weitere Umbau- und Renovierungsmaßnahmen zur Verbesserung des Zustandes der Sanitäranlagen, Flure und Zimmer sind in Planung. Zusätzlich wurde die Erstausstattung nach Mindeststandards eingerichtet.

 

Die Büroräume und Arbeitsplätze sind ebenfalls fertiggestellt. Die Einrichtungsleitung Johanna Lomp und die seit dem 01.02.2026 in der Frauennotschlafstelle tätige pädagogische Fachkraft Daniela Stieger können dadurch mittlerweile von Montag bis Freitag ein Beratungsangebot vorhalten.

 

Des Weiteren ist die Einrichtung eines Zimmers für eine ärztliche Sprechstunde vorgesehen, um medizinische Grundversorgung anbieten zu können.

 

Zur weiteren personellen Ausstattung führt Sabine Michel aus, dass es seit dem 01.03.2026 mit Jan Baldauf einen festen Objektbetreuer für die Frauennotschlafstelle im Frankenweg gibt.

 

Zum 01.04.2026 hat eine von zwei Fachkräften für Schutz und Sicherheit den Dienst angetreten. Die zweite Person verstärkt das Team ab dem 15.04.2026. Mit dem derzeit noch für die Nachtschichten installierten externen Sicherheitsdienst ist somit unter der Woche nahezu eine 24/7 Abdeckung mit Personal gegeben.

Eva Koch und Johanna Lomp vom Fachbereich Integration, Zuwanderung und Wohnraumsicherung werden voraussichtlich an der nächsten Sitzung des Frauenbeirats im Juli teilnehmen und persönlich über den bis dahin aktuellen Sachstand berichten.

 

Die Beigeordnete Martina Soddemann ergänzt, dass die Personalkonstellation nicht daran gescheitert sei, dass die Verwaltung nicht die Voraussetzungen dafür geschaffen habe, sondern es unglaublich schwierig sei, für diese Einrichtung Personal zu finden. Die Voraussetzungen für eine 24/7 Abdeckung seien sowohl bei der Männer- als auch Frauenunterkunft geschaffen worden. Ebenso weist sie darauf hin, dass der Umbau im Rahmen einzelner Bauabschnitte innerhalb des laufenden Betriebs stattfindet, dies benötige Zeit. Zusätzlich müsse berücksichtigt werden, dass die Unterbringung von Frauen sich schwierig darstellt, da häufig psychische Auffälligkeiten bestehen und es sich bei der Unterbringung nicht um eine Einrichtung in Form einer Klinik handele, sondern um eine klassische Unterbringungseinrichtung.

 

Sabine Michel weist auf die Broschüre „Menschen in Not“ hin, die vielen Mitgliedern bekannt sei. Letztmalig wurde diese Ende 2017 durch die Gleichstellungsstelle herausgegeben, eine Überarbeitung ist schon seit längerer Zeit geplant, aber nicht allein durch die Gleichstellungsstelle umsetzbar. Das Nachhaltigkeitszentrum Hagen e.V. - HATOPIA - möchte Informationen über niederschwellige und nachhaltige Angebote in Hagen zusammenstellen und ist auf den Fachbereich Jugend und Soziales sowie auf die Gleichstellungsstelle zugekommen. Die Broschüre soll nun gemeinsam aktualisiert werden.

 

 

Dazu findet demnächst ein gemeinsamer Termin mit HATOPIA, dem Fachbereich Jugend und Soziales, der Pressestelle und der Gleichstellungsstelle der Stadt Hagen sowie weiterer Institutionen aus Hagen statt, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

U. a. muss geklärt werden, wer die Federführung und die Koordination übernehmen kann. Eventuell könne auch wieder der Deutsche Gewerkschaftsbund bei der Überarbeitung unterstützen.

 

Bernd Fiedler regt an, perspektivisch auf ein Onlineangebot (z. B. in Form einer App) umzusteigen, wodurch eine bessere Aktualität gewährleistet werden könne. Dabei ist die Frage, ob die Aktualisierung noch etwas Zeit habe und direkt ein digitales Angebot erstellt werden soll oder ob erst noch einmal eine Broschüre gedruckt und die Digitalisierung bei der nächsten Aktualisierung umgesetzt werden solle.

 

Sabine Michel teilt mit, dass der erste Termin zur Planung noch bevorstehe und die Überarbeitung ganz am Anfang stehe. Ein digitales Angebot wurde ebenfalls bereits in Betracht gezogen. Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit werde die Broschüre von Betroffenen gerne als Printmedium genutzt, so dass das Angebot in Zukunft sowohl in digitaler als auch in Papierform bestehen sollte.

 

Die Beigeordnete Martina Soddemann weist auf die Integrated App hin. Damit seien bereits positive Erfahrungen gemacht worden und ein Vorteil bestehe darin, dass eine Übersetzung in verschiedenen Sprachen möglich ist. Die App sei immer tagesaktuell und leicht zu pflegen. Auf Dauer wäre dies eine sinnvolle, nachhaltige und gut aktualisierbare Form.

 

Sabine Michel bedankt sich für diesen Hinweis und wird diesen zum geplanten Besprechungstermin mitnehmen.

 

Abschließend weist sie auf die Veranstaltung „SICHTBAR: 20 Frauen. 20 Berufswege“ der agenturmark am 04.05.2026 in der Stadthalle Hagen hin.

 

 

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