03.02.2026 - 10 Vorstellung der Fachstelle gegen sexualisierte ...

Reduzieren

Wortprotokoll

Tanja Grahl begrüßt Petra Rottmann als Vertreterin von WildWasser Hagen e.V. und erteilt ihr das Wort.

 

Petra Rottmann bedankt sich für die Möglichkeit der Teilnahme an der heutigen Sitzung, da auch WildWasser e.V. von finanziellen Kürzungen im städtischen Haushalt betroffen sein kann. Anhand einer PowerPoint Präsentation (Anlage 1) wird die Arbeit von der Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt - WildWasser Hagen e. V. vorgestellt. Abschließend ergänzt Petra Rottmann, dass WildWasser e.V. eine Anlaufstelle mit einer klaren Haltung und einer professionellen Expertise ist.

 

 

Ebenso habe WildWasser e.V. einen politischen Anspruch, der darin bestehe, weiterzutragen, dass sexualisierte Gewalt an Mädchen und jungen Frauen kein Einzelschicksal ist, sondern durch gesellschaftliche Strukturen und Machthierarchien fokussiert wird. Daher werden die Mitglieder um Unterstützung durch eine klare Haltung für Mädchen und junge Frauen gebeten, wenn in den nächsten Wochen finanzielle Entscheidungen bezüglich des städtischen Zuschusses getroffen werden.

 

Tanja Grahl bedankt sich bei Petra Rottmann für die Eindrücke und die Arbeit, die WildWasser e.V. leistet. Die aktualisierte Präsentation (Anlage 1) wird den Mitgliedern mit der Niederschrift zur Verfügung gestellt.

 

Kristina Kramer bedankt sich ebenfalls für die tolle Arbeit von WildWasser e.V. und bittet um Informationen zum Clowning-Projekt.

 

Petra Rottmann erklärt, dass es sich dabei um ein Projekt handelt, dass durch eine Honorarkraft mit einer speziellen Clowning-Ausbildung initiiert werden soll, bisher aber leider noch nicht bewilligt wurde.

Beim sogenannten Clowning wird eine Atmosphäre von Vertrauen und Sicherheit geschaffen, die Kindern und Jugendlichen helfen soll, miteinander in Kontakt zu treten. Für Kinder und Jugendliche sei es schwieriger geworden, miteinander in Kontakt zu kommen, Vereinsamung sei leider bereits auch bei Kindern und Jugendlichen ein großes Thema. Das Projekt soll helfen, dem entgegenzuwirken und die Kontaktaufnahme zu erleichtern bzw. zu fördern.

 

Kirsten Pinkvoss bezieht sich auf die personelle und finanzielle Situation bei WildWasser e.V. und erkundigt sich, ob bereits eine Tendenz bekannt sei, in wie weit finanzielle Mittel gestrichen werden oder ob beziffert werden kann, wie hoch die Kosten seien, um die Arbeit in der bisherigen Form fortsetzen zu können.

 

Petra Rottmann erläutert, dass in 2025 ein Landeszuschuss in Höhe von 76.000,- Euro und ein städtischer Zuschuss im Rahmen des Kinder- und Jugendplans in Höhe von 38.000,- Euro zur Verfügung standen. Eine zu starke Kürzung oder sogar Streichung des städtischen Zuschusses würde das Aus für WildWasser e. V. bedeuten.

 

Kirsten Pinkvoss stellt fest, dass in der Sondersitzung bezüglich des Haushalts auf den Zuschuss geachtet werden muss und WildWasser e.V. durch den Frauenbeirat gestärkt werden müsse.

 

Wilma Panzer erkundigt sich, ob der Landeszuschuss ausreichen würde.

 

Petra Rottmann verneint dies und weist darauf hin, dass jede Bezuschussung auch refinanziert werden muss.

 

Sabine Michel bedankt sich bei Petra Rottmann für die Vorstellung von WildWasser e.V. und bittet bezüglich der verschiedenen Angebote von Prävention, Beratung und dem offenen Mädchentreff um eine Aufschlüsselung, welche Angebote in welcher Häufigkeit wahrgenommen werden bzw. wo der Schwerpunkt liegt.

 

 

Petra Rottmann erläutert, dass im Jahr 2025 800 Kontakte im präventiven Bereich stattgefunden haben, es wurde fast jede Schulform besucht. Hingegen habe es im Bereich der Beratung deutlich weniger Kontakte gegeben, diese machen ca. 1/3 der Gesamtmenge aus. Bezüglich von Fortbildungen sind die Anfragen im Vergleich zum Jahr 2024 zurückgegangen. In 2024 gab es elf bis zwölf Schulungstage durch WildWasser e.V., in 2025 lediglich drei bis vier Tage. Für das Jahr 2026 liegen bereits mehrere Schulungsanfragen vor. Den Bereich Fortbildungen kann man nicht pauschalisieren, jedes Jahr sind die Anfragen unterschiedlich.

Der Bereich der Präventionsarbeit erhöht sich weiter, aufgrund der Vielzahl von Schutzkonzepten, die etabliert werden.

 

Helga Schuppert begrüßt das Angebot der Beratung via E-Mail und Telefon, da dadurch ein niederschwelliger Zugang ermöglicht wird. Sie erkundigt sich, ob dies mit zwei Personen in Anbetracht des Gesamtangebots machbar sei.

 

Petra Rottmann erläutert, dass die telefonische Beratung sehr viel genutzt werde, allerdings nicht durch Jugendliche. Vor zehn Jahren habe es eine Chatberatung gegeben, diese Form der Beratung war sehr anspruchsvoll, erkennbare Emotionen und persönlicher Kontakt fehlten. Ebenso war es schwierig einzuschätzen, ob die Personen wirklich die waren, für die sie sich ausgaben.

Ulrike Adam bezieht sich auf den offenen Mädchentreff und weist darauf hin, dass dieses Angebot eher stadtteilbezogen sei, der Bedarf aber im gesamten Stadtgebiet bestehe.

 

Petra Rottmann erklärt, dass nicht nur der niedrigschwellige Zugang hinter dem Angebot stehe, sondern sich die Mädchen- und Jungenarbeit unterscheide. Andere Einrichtungen, wie z. B. Jugendzentren bieten mittlerweile auch gesonderte Angebote und Zeiten nur für Mädchen oder Jungen an.

 

Lea Pollmann erkundigt sich, ob ein Social-Media-Auftritt von WildWasser e.V. bestehe und ob darüber Mädchen und junge Frauen Kontakt aufnehmen. Flyer seien eine gute Möglichkeit der Information, werden allerdings von der jungen Zielgruppe nicht so wahrgenommen.

Durch Social-Media bestehe die Möglichkeit, die Hemmschwelle noch niedriger zu setzen.

 

Petra Rottmann teilt mit, dass es einen Instagram-Auftritt gibt, die Pflege und Gestaltung aber sehr zeitintensiv sei. Dies soll aber weiterhin erfolgen, allerdings wäre TikTok die geeignetere Plattform, um die Zielgruppe zu erreichen. Das würde aber nochmal eine andere Hürde darstellen. Eine persönliche Kontaktaufnahme mit der Zielgruppe, wie durch Schulbesuche wird favorisiert.

 

Da die Diskussion beendet ist, bittet Tanja Grahl die Mitglieder um Abstimmung über den formulierten Beschlussvorschlag.

 

Reduzieren

Beschluss:

Der Frauenbeirat spricht sich für den Erhalt und die Sicherung der Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt – WildWasser Hagen e.V. – aus und empfiehlt dem Rat, den städtischen Zuschuss in voller Höhe zu bewahren.

Reduzieren

Abstimmungsergebnis:

 

Ja

Nein

Enthaltung

CDU

4

0

0

SPD

2

0

0

AFD

4

0

0

Bündnis 90/Die Grünen

1

0

0

HAK

1

0

0

BSW

1

0

0

BfHo

1

0

0

FDP

1

0

0

Hagen Aktiv

1

0

0

Die Linke

0

0

0

Frauen helfen Frauen e.V.

1

0

0

DGB

1

0

0

Ev. Frauenhilfe Hagen e.V.

1

0

0

Kath. Frauengemeinde Deutschlands

0

0

0

ZONTA AREA Hagen

1

0

0

 

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

20

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

 

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?SILFDNR=1000339&TOLFDNR=1019074&selfaction=print