03.02.2026 - 6 Verpflichtung der neuen Mitglieder
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Gremium:
- Frauenbeirat
- Datum:
- Di., 03.02.2026
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:03
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Tanja Grahl verpflichtet alle anwesenden Mitglieder.
Anlässlich des Todes und zum Gedenken an Rita Süßmuth verliest Tanja Grahl folgende Worte:
„Sehr geehrte Mitglieder des Frauenbeirats,
am vergangenen Sonntag ist die ehemalige Bundestagspräsidentin und Bundesministerin, Rita Süssmuth im Alter von 88 Jahren in ihrer Heimatstadt Neuss verstorben.
Ich möchte – gemeinsam mit Ihnen, sehr verehrte Damen – dieser außergewöhnlichen Frau, die sowohl als Professorin, Ministerin und Präsidentin des Deutschen Bundestages in Erscheinung getreten ist, hier und heute gedenken.
Rita Süssmuth macht als Frauenrechtlerin Karriere in einer eher konservativen Partei, setzt sich als Katholikin für die Rechte von Schwulen und Lesben und für eine geregelte Zuwanderung ein. 1971 wird sie Professorin für Erziehungswissenschaften, 1982 Direktorin des Instituts „Frau und Gesellschaft“ in Hannover.
1985 nimmt Rita Süssmuth die große Herausforderung an und wird Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit.
Mutterschutz, Gleichberechtigung, Erziehungsgeld, Erziehungsurlaub, die Anerkennung von Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung, sowie eine deutliche Anhebung des steuerlichen Kinderfreibetrags – all das wird in ihrer Amtszeit auf den Weg gebracht und durchgesetzt.
Themen wie das Recht von Frauen auf Erwerbsarbeit, Abtreibung und Homosexualität liegen ihr am Herzen.
Rita Süssmuth ist es gelungen, Frauen sichtbarer zu machen und für mehr Toleranz zu sorgen, ein politisches Erbe, dass es – auch hier im Frauenbeirat - fortzuführen gilt.
Ich lade Sie ein, der Verstorbenen mit einer Schweigeminute zu gedenken.“
